Anonymität und Datenschutz bei Kurznachrichten

Anzeige – Es gibt Situationen im Leben, da möchte man jemandem eine Nachricht zukommen lassen, aber gleichzeitig die eigene Identität geheim halten. Mit normalen SMS, Watsapp und den meisten anderen Messengerdiensten geht das normalerweise nicht. Statt dieser Dienste kann man aber im Internet anonyme SMS verschicken, so dass der Schutz eurer Privatsphäre sichergestellt ist.

 

Warum anonyme SMS verschicken?

In der Arbeit gibt es gelegentlich Situationen, wo man Informationen hat bezüglich Kollegen, denen man eigentlich helfen möchte. Wenn man erfahren hat, dass dieser Probleme bekommen wird, dann kann man ihn darüber informieren, ohne dass die Quelle aufgedeckt werden kann. Denn wenn die Firma herausfindet, dass die Loyalität gegenüber dem Kollegen wichtiger war als die für den Arbeitgeber, dann kann die Karriere ganz schnell den Bach runtergehen.

Ähnliches gilt auch für Whistleblower. Auch sie haben ein Interesse daran bestimmte Instanzen über Probleme zu benachrichtigen, ohne die Konsequenzen tragen zu müssen. Man denke da nur an die Verfehlungen in den Behörden, die immer wieder aufgedeckt werden. Stichwort: BAMF und die Korruptionsaffäre. Wie soll man so etwas nach “oben” kommunizieren, ohne sich selber zum Verräter zu machen?

Manchmal möchte man aber auch jemandem einfach nur einen Streich spielen und ihm etwas lustiges schicken, mit einem falschen Absender. Auch solche Möglichkeiten bieten die meisten Services. Dazu stehen euch zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder ihr wählt als Absender eine Fake-Nummer, wie zum Beispiel: 0170 999 555 oder ihr könnt auch einen Text wählen wie: “Der Bockbierkönig” oder was auch immer zu euch oder zum Empfänger passt.

Allerdings sollte man aber nicht davon ausgehen, dass man sich mit Hilfe der anonymen Nachrichten alles erlauben kann und sie dafür nutzt, um Leute zu beleidigen oder einen illegalen Drogenring über diesen Kanal zu organisieren. Wenn es um strafrechtlich relevante Themen geht, dann kann es passieren, dass sich die Behörden IP-Adresse usw. vom Betreiber einholen können – je nach dem, in welcher Region dieser seinen Sitz hat.

Diese Angaben sind ohne Gewähr. Ich bin kein Anwalt – das ist keine Rechtsberatung, sondern meine subjektive Meinung.

 

Kosten für den Versand

Es gibt reihenweise kostenlose Anbieter für anonyme Kurznachrichten. Aber bei denen wird der Versand meist über Werbung finanziert, so dass mit der Nachricht meist auch Werbung verschickt wird, die die Glaubhaftigkeit der Nachricht ruiniert. Außerdem weiß man nie sicher, wie ernst diese billigen Anbieter die Datensicherheit nehmen.

Bei anonymesms.de zum Beispiel, kann man für den Preis von je 1,25 EUR SMS-Nachrichten verschicken. Eine Registrierung ist nicht notwendig, so dass ihr keine Daten hinterlassen müsst. Die Bezahlung erfolgt per Paypal oder wirklich zu 100% – komplett vertraulich – über Bitcoin. Wobei man auch bei Bitcoin aufpassen muss, denn auch da gibt es Lücken im System mit der Verschleierung der eigenen Daten.

Daher: Anonymität schön und gut, aber bitte bleibt immer schön sauber 😉

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.