Selfmade-Millionär mit unter 20 Jahren: 1. Ashley Qualls

Im Jahr 2004 war Facebook fast noch eine Nischenseite, während MySpace das führende Portal war für das, was wir heute Social-Media nennen. Ashley war zu der Zeit 14 Jahre alt und wollte eigentlich ihre Fähigkeiten als Designerin präsentieren. Auf ihrer Seite whateverlife.com stellte sie kostenlose Designs für MySpace-Profile zur Verfügung. Zudem hatte sie HTML-Anleitungen und später einen kostenlosen Webseiten-Baukasten im Angebot – speziell für Teenager. Mit diesen leicht verständlichen Tools, konnten die jungen Leute ihre eigenen Seiten ganz einfach erstellen.

Ashley Qualls – reich mit kostenlosen MySpace-Designs

Ashleys Seite wurde so erfolgreich, dass die Aufrufzahlen höher waren als die der bekannten Teenie-Online-Magazine: „Seventeen“, „Teen Vogue“ und „CosmoGirl“ zusammen. Allein durch die Online-Werbeeinnahmen wurde sie binnen kurzer Zeit zur Selfmade-Millionärin. Im Jahr 2010 berichtete die Süddeutsche-Zeitung über sie. Ihre Werbeeinnahmen wurden zu der Zeit auf ca. 70.000 USD pro Monat geschätzt.

Ein Investor bot ihr einmal 1,5 Mio USD für ihr Unternehmen! Sie lehnte diese Offerte jedoch ab.

Video-Tipp: „Selfmade-Millionäre Erfolgsgeschichten“

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https://youtu.be/5kDp424dTZg

 

Analyse der Erfolgsstrategie

Ashley traf einen Nerv ihrer Generation voll auf den Punkt. Junge Leute sind sehr affin für das Internet und schon immer versessen darauf ihre Persönlichkeit immer und überall auszudrücken zu wollen. Kostenlose Designs und Webseitentools sind dafür natürlich bestens geeignet. Es war gar nicht ihre Absicht, aber ihre Zielgruppe hat sie somit gut „gewählt“. Die Positionierung des Produktes in einer Nische war optimal.

Der ganz große Vorteil ihres Angebotes liegt darin, dass man es nicht so einfach nachahmen kann. Ein erfolgreicher Blog-Artikel oder ein E-Book kann schnell von anderen kopiert werden. Aber ihre Produkte sind komplex genug, so dass nicht jeder Depp mitmischen kann. Andererseits sind sie auch nicht so kompliziert, dass man riesige Mengen Kapital investieren muss. Sie hat die perfekte Balance für ein florierendes Internet-Unternehmen gefunden.

Hilfreich war natürlich auch, dass Ashley aus dem englischen Sprachraum stammt. Dadurch wird ihr – neben den USA, Kanada und England (zusammen schon 411 Millionen Menschen) –  der Zugang zu den gigantischen Märkten in Asien eröffnet, wo auch sehr viel auf Englisch im Web gesucht wird. Im Bereich Online-Werbung ist dieser Fakt natürlich Gold wert, denn die Masse macht´s. Dies könnte man als deutscher Online-Geldverdiener als Anregung nehmen, es auch mal mit englischen Seiten oder Youtube-Videos zu probieren.

Ashleys Erfolg zeigt, dass das man trotz der „Kostenloskultur“ sehr viel Geld im Internet verdienen kann. Wenn man  etwas umsonst zur Verfügung stellt, das viele Leute wollen, dann zahlt sich das aus. Man muss es nur auf einer Plattform tun, auf der eine umfangreiche Monetarisierung möglich ist.

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Videotipps mit Ashley Qualls

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http://youtu.be/gagpo5X2jaw
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http://youtu.be/So9doa8vuNw
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https://youtu.be/KMnVcT8xp-4

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.