AdSense-Einnahmen im Blog erhöhen

Ein einziger, neuer Werbeblock – platziert an der richtigen Stelle, und schon haben sich die AdSense-Einnahmen aus meinem Blog verdoppelt bzw. verdreifacht! – das ist je nach Monat mal unterschiedlich. Hier erkläre ich, mit welcher Strategie ich es gemacht habe und wieso es meiner Meinung nach genau deswegen geklappt hat.

Grundlegende Strategie zur Einnahmenerhöhung

Ich habe in anderen Blogs gelesen, was deren Betreiber mit Adsense verdienen und war sehr unzufrieden mit meinen Ergebnissen. Ich habe teilweise mehr Besucher, hatte aber weniger Geld verdient. Daher habe ich ein wenig Ursachenforschung betrieben und mir folgende Gedanken gemacht:

  1. Viele Blog-Besucher lesen einen Artikel nicht bis zum Ende
  2. Große Werbeblöcke werden nun mal besser gesehen als kleine
  3. Unterschiedliche Themen bringen unterschiedliche Klickpreise

Und so habe ich die Lösungen umgesetzt:

Werbung zeigen, bevor die Leute abspringen

Sie kennen das sicher von sich selber: Sie fangen an einen Artikel zu lesen, weil die Einleitung so interessant klingt. Für einen Absatz bleiben die meisten anderen auch noch dabei. Dann merken Sie, dass es doch nicht so ganz das ist, was Sie suchen. Oder: Sie lesen lediglich einzelne Schlüsselwörter, weil nur Bruchteile des Textes interessant sind. Wenn man seinen Werbeblock ganz unten ans Ende platziert, dann wird man 80% der Leser (grob geschätzt) schon gar nicht mehr erreichen. Hier wird viel Besucherpotenzial verschenkt.

Meine Konsequenz: ich habe direkt nach dem ersten Absatz einen Werbeblock mit dem WordPress-Plugin „Quick Adsense“ eingefügt. In allen Blog-Beiträgen erscheint nun automatisch eine Anzeige an der gleichen Stelle. Damit habe ich sichergestellt, dass ich auch die Leser „erwische“, die bereits nach kurzer Zeit wieder abspringen.

Auf dem rechten Auge blind

Die meisten Web-User blenden mittlerweile Werbeanzeigen innerlich aus. Sie nehmen sie einfach nicht mehr wahr. Mein Widget auf der rechten Seite, mit einer Größe von 160×600, hat entsprechend wenige Klicks generiert. Daher habe ich für den neuen Block mit dem 300×250-er Format einen großen Brocken ausgewählt. Des Weiteren ist er mitten im Text gelegen, genau im Blickbereich des Lesers, so dass man ihn gar nicht übersehen kann.

Adsense-Einnahmen-ErhöhenDiese Maßnahme hat sofort Wirkung gezeigt. Mit Hilfe der Adsense-Leistungsberichte, kann man die Einnahmen nach Anzeigengröße auswerten. So konnte ich ermitteln, dass 50-66% der Einnahmen meines Blogs über den neuen Werbeblock generiert werden.

Themen haben verschiedene Klickpreise

Eine andere Interessante Erkenntnis hat mir ein Blick in Google-Analytics geliefert. Unter dem Menüpunkt VERHALTEN-ADSENSE-ADSENSE-SEITEN habe ich herausgefunden, dass nicht immer die Seiten mit den meisten Besuchern das meiste Geld bringen.

Wie wir alle wissen, gibt es Keywords, die im Web heiß umkämpft sind und Wörter, für die sich kein Schwein interessiert. Alles was mit „Finanzen und Versicherungen“ zu tun hat, hat wahrscheinlich einen höheren Klickpreis als die Wörter „Zinnsoldaten“ oder „Plastikspielzeug“.

Aus diesem Grund habe ich gezielt ein paar Artikel aus diesem Bereich erstellt und geschaut, welchen Effekt dies auf meine Einkünfte hat. Und wieder war ich positiv überrascht. Es gibt ein paar Beiträge von mir, die mit relativ wenig Aufrufen konstant gutes Geld generieren. Ich verrate natürlich nicht welche, aber ich kann nur so viel sagen:

Ein Blog mit 2.000 Besuchern aus dem Bereich „Finanzen“ hat vermutlich mehr AdSense-Einnahmen als ein Blog mit 2.000 Besuchern, wo Werbung aus dem Bereich „Wolle und Strickwaren“ gezeigt wird. Wobei man auch bedenken muss, dass es schwerer ist im Bereich Finanzen so viele Besucher zu generieren. Ist also ein wenig das Äpfel-mit-Birnen-Problem.

FAZIT

Bleiben also folgende Rückschlüsse:

  1. Ein Werbeblock nach dem ersten Absatz sichert einem mehr Views als einer am Ende des Textes, weil da noch nicht so viele Leser abgesprungen sind. Und je mehr Views, desto wahrscheinlicher sind auch Klicks.
  2. Das Format 300×250 mitten im Text bringt deutlich mehr Geld als 160×600 am rechten Rand.
  3. Je heißer umkämpft ein Keyword ist, desto mehr Geld bringt ein Klick auf die entsprechende Werbung. Welche Werbung im Blog gezeigt wird, das hängt wiederum von den Schlüsselwörtern ab, die im Text drum herum enthalten sind. Sprich: dem Thema des Blogs 🙂

Ich vermute mal, dass meine Erfahrung nicht auf jedes Web-Projekt übertragen werden kann. Aber für meinen Blog erscheinen mir meine Rückschlüsse irgendwie logisch. Zumindest sprechen die gesteigerten Einnahmen dafür.

Das Gute ist, mit Hilfe der richtigen Plugins kann man problemlos experimentieren und seine eigene Optimierung vornehmen. Dennoch denke ich, dass mein Vorgehen den meisten Bloggern eine Hilfe sein könnte.

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Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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