Körpersprache Gestik Bilderserie

 

Beruhigungsgeste: kurzer Griff zum Hals, kurzes Streicheln des Halses. Diese Geste zeigt sich nicht nur bei Angst und Nervosität. Sie spiegelt auch Unbehagen wieder und zeigt sich, wenn man zum Beispiel eine unangenehme Person als Gesprächspartner hat. Möglich ist es auch, dass der Gesprächspartner nur eine unangenehme Nachricht überbringt und deswegen die Bewegung ausgelöst wird.

 

Berhigungsgeste: tiefes Einatmen, die Luft wird langsam aus den Lippen gelassen, so dass sich die Backen füllen. Sieht man oft, wenn jemand knapp einer Gefahr entronnen ist. Bei mir sleber trat diese Situation ein, als ich beinahe unschudlig in einen Autounfall verwickelt wurde. Um Haaresbreite wäre ich von der Straße gedrängt wurden und hätte sterben könnnen. Das muss aber nicht bei jedem so drastisch sein. Man sieht es auch, wenn Leute eine Rede halten und dann von der Bühne gehen. Die Geste singalisiert auf jeden Fall, dass jemand einen Zustand als äußerst unangenehm empfindet oder empfunden hat. Vielleicht konnte das Pokerface sogar aufrecht erhalten werden, diese Geste verrät jedoch die Wahrheit.

 

Beruhigungsgeste: Griff an die Drosselgrube. Massage des Vagusnervs führt zu einer Beruhigung und dem Abbau von Stress.

 

Beruhigungsgeste: mit der Hand am Gesicht entlangfahren. Das Streicheln baut Stress ab.

 

Beruhigungsgeste: Den Hemdkragen lüften. Soll unbewusst die Durchblutung der Halsschlagader freier werden lassen. Hier dazu auch ein Video mit weiteren Erklärungen:

 

Beruhigungsgeste: Selbstberührung, die den Ärger über etwas beruhigen soll. Irgendetwas ist noch unangenehm. Man sollte jedoch beachten, dass man die Geste auch sieht, wenn jemand angestrengt nachdenken muss, zum Beispiel über eine Frage oder einen Vorschlag. Man nimmt sich mit dieser Geste auch mal eine „Pause“, um nachzudenken. Andererseites sieht man sie auch bei jemanden, der gerade Schamgefühle durchlebt. Den Kopf streichen, mit der Hand halb das Gesicht verdecken. Die Bedeutungen sind hier etwas vielfältig, aber meist eher negative Gefühle.

 

Beruhigungsgeste: man sucht nach Halt und umarmt sich selbst. Diese Geste tritt eher bei Frauen auf. Sie ist ein deutliches Zeichen für Unsicherheit und Schüchternheit. Man sollte sie im Geschäftsleben tunlichst vermeiden.

 

Selbstbewusstsein: ein sichtbarer Daumen wird als selbstbewusster empfunden.

Selbstbewusstsein: Die Hände in der Tasche verstecken ist eher ein Anzeichen für Unsicherheit.

 

Fluchtgeste: Durch das Schließen der Augen versucht man Abstand zu gewinnen zu etwas oder zu jamenden.

 

Selbstbewusstsein: offene Hände, die Daumen sichtbar – man hat alles im Griff. Ähnlich der „Merkel-Stellung“ der Hände.

 

Selbstbewusstsein: die Daumen hoch – man ist optimistisch, selbstsicher und positiv gestimmt.

 

Unsicherheit: versteckte Daumen sind ein Zeichen für Unsicherheit.

 

Unsicherheit: die Hände zum Gebet geformt.

 

Angriffsgeste: das symbolische Messer am Hals – „Ich wil Dir an den Kragen“

 

Angriffsgeste: die symboluische Pistole – „Dich werde ich erledigen.“

 

Erstarrungsgeste: die Schultern hochgezogen vor Schreck. Man macht sich möglichst klein.

 

Selbstbewusstsein: man legt den empfindlichen Kehlkopf frei – „Vor Dir habe ich keine Angst“. Man legt provokativ die Halsschlagadern und den Kehlkopf frei, und zeigt damit dem Gegenüber, dass man sich durch diesen nicht bedroht fühlt, weil man sich selber als so stark und fähig empfindet jede Attacke abzuwehren. Kann auch auftreten, wenn jemand seine Überlegenheit ausdrücken möchte, also Hochnäsigkeit. Wobei dieser Ausdruck eigentlich falsch ist, denn er betont nicht das Freilegen des Halses. „Offenhasligkeit“ wäre ein passenderer Ausdruck.

Hier auch ein Video mit weiteren Erläuterungen:

 

Unterwürfigkeit: man legt meine Halsschlagader frei, als Zeichen der Unterwerfung oder auch des Vertrauens.

 

Selbstbewusstsein: Daumen hoch, alles gut.

 

Selbstbewusstsein / Dominanz: Die Hände in den Hüften signalisieren einen erhöhten Anspruch an Raum. Ein Zeichen, dass jemand das Sagen hat bzw. seiner sehr sicher ist.

 

Neugier / Interesse: Die Hände wieder an den Hüften, nur ist der Daumen vorne zu sehen. Das sieht man bei Menschen, die sich jemandem interessiert zuwenden.

 

Selbstsicherheit: Die Finger auf den Tisch oder auf einen Gegenstand. Zeigt: „Das hier ist meins“.

 

Selbstsicherheit / Arroganz / Dominanz: Den Zeigefinger erheben signalisiert immer, dass man selber den Weg weist, bzw. das Sagen hat.

 

Fast die gleiche Bewegung: Mit der offenen Handfläche auf etwas hinweisen gilt als freundlicher und kooperativer.

 

Mit dem Finger den Mund verschließen: Zu dem Thema hätte man noch etwas zu sagen, aber man hält sich zurück.

 

Handfläche auf dem Mund: Sieht man oft bei Menschen, die etwas ausgeplaudert haben, dass sie nicht hätten sagen sollen. Man bereut was man geäußert hat.

 

Gipfel der Respektlosigkeit: Während einer Unterhaltung die Kleidung säubern oder Körperpflege betreiben. Damit zeigt man seinem Gegenüber eigentlich nur, dass er es nicht wert ist, dass man seine Säuberung unterbricht. Hier spielt es jedoch auch eine Rolle, wie das Verhältnis der beiden Menschen zueinander ist und in welcher Situation sie sich befinden. Wenn sich meine Frau die Nägel scheidet, während wir reden, dann hat das keine Bedeutung. Aber wenn ein Chef sich säubert, während ein Mitarbeiter zum „Vorsprechen“ bei ihm ist, dann signalisiert dieser damit nur seine Verachtung und Arroganz. Allerdings kann man das auch entschärfen, wenn man zum Beispiel den Umstand klar stellt: „Ich bitte sehr um Entschuldigung, ich muss unbedingt mein Sakko reinigen, während Sie reden, denn ich muss in 5 Minuten beim Vorstand stehen und kann dort nicht mit diesem Fleck auftauchen“. Dann wäre das keine Respektlosigkeit mehr.

 

Unsicherheit: Die Schultern leicht angezogen. Man weiß nicht so recht was man tun soll oder ist nicht ganz überzeugt von etwas.

 

Unsicherheit: Schultern ganz hoch gezogen. Man ist sich total unsicher und weiß nicht genau, wie zu reagieren.

 

Selbstsicherheit / Dominanz: Zurücklehnen und Hände hinter dem Kopf verschrenken. Typische Chefgeste. Zeichen für hohes Selbstbewusstsein. Teilweise auch Arroganz: „Ich weiß es am besten und mache mich unerreichbar für andere Ansichten.“

 

Ungeduld / Provokation / Respektlosigkeit: Man klopft mit den Fingern, während der andere redet.

 

Unsicherheit / Nervosität: Man kaut an den Fingern oder Fingernägeln. Bei manchen ist es auch nur eine schlechte Angewohnheit aus der Kindheit. Bei starker Nervosität wird das Verhalten reaktiviert. Wer sonst nie Nägel kaut, bei dem wird diese Geste vermutlich auch nicht auftreten.

 

Erläuterungen:

Grundsätzlich unterscheide ich in diesem Artikel zwischen:

  1. Gesten – die auf niedriges Selbstvertrauen hindeuten
  2. Gesten – die auf ein hohes Selbstvertrauen hindeuten

Gesten, die auf niedriges Selbstvertrauen hindeuten treten auf, wenn die Person Gefühle durchlebt, wie Angst, Unbehagen oder Unsicherheit usw. Diese äußern sich dann durch die Körperpsprache. Die Anzeichen werden nicht bei allen Menschen an der gleichen Stelle, mit dem gleichen Körperteil ausgedrückt, sondern können überall auftreten: Hände, Füße, Schultern, Gesicht. Daher ist es wichtig diese zu lernen und richtig zu interpretieren.

Menschen reagieren auf Gefahren und unangenehmen Situationen üblicherweise mit drei Reaktionsmustern. Flucht, Angriff, Erstarren. Da wir aber in eine zivilisierten Welt leben, lernen wir diese Reaktionen zu unterdrücken. Nur kleine Spuren bleiben erhalten, die sich an der Körpersprache erkennen lassen. Dem entsprechend kommt es zu Fluchtgesten, Erstarrungsgesten und Angriffsgesten. Auch diese versuchen wir meist zu unterdrücken, dabei kommt es zu den sogenannten Beruhigunsgesten. Diese vier Kategorien unterscheide ich, wenn es um Gesten des niedrigen Selbstvertrauens geht.

Auf der anderen Seite gibt es Gesten, mit denen Menschen ihr Selbstvertrauen und ihren Führungsanspruch signalisieren und betonen können. Dies wird insbesondere dann wichtig, wenn man den Respekt und die Anerkennung seines Umfeldes benötigt, um handlungsfähig zu bleiben. Ein Chef, der unsicher wirkt, wird nicht als Führungsperson anerkannt. Ein Polizist, der Angst hat, wird von Verbrechern nicht ernst genommen. Diese Gesten nenne ich hier die Gesten des hohen Selbstvertrauens.

 

 

2 Gedanken zu „Körpersprache Gestik Bilderserie“

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