„Jump Around“ – die Entstehungsgeschichte eines Songs

Vor mittlerweile über 25 Jahren, um genau zu sein 1992, erschien „Jump Around“ von House of Pain und ist seitdem ein zuverlässiges Mittel, wenn man eine Horde Menschen in einen Haufen von Irren verwanden möchte.

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Hier die Entstehungsgeschichte dieses Partykrachers

Die Beats des Songs stammen aus der edlen Feder von DJ Muggs, dem Mastermind hinter der Musik von Cypress Hill. Muggs hatte den Song schon länger bei sich gebunkert. Allerdings hatten Cypress Hill gerade das absolute Kultalbum „Black Sunday“ aufgenommen und die Jungs hatten zu dem Zeitpunkt keine Lust mehr auf weitere Aufnahmen.

Muggs ließ daraufhin Son Doobie von Funkdoobiest dazu rappen und hatte den Song auch schon Ice Cube und anderen Leuten vorgespielt. Dann traf er auf Eric Schrody, auch heute noch bekannt unter dem Namen „Everlast“.

Everlast war die große, weiße Rap-Hoffnung aus der Crew von Ice-T, dem Rhymin´Syndicate. Mit nur 17 Jahren brachte Everlast 1990 sein Album „Forver Everlasting (Warner Brothers) raus, welches grandios floppte. Daher verließ er seine Plattenfirma und hing viel mit Muggs, in einer WG-ähnlichen Konstellation, zusammen ab. Dieser hatte ein kleines Aufnahmestudio im Haus seiner Tante, wo er Everlast die Beats vorspielte. Eric war zunächst nicht so angetan, aber in der Garagenauffahrt von Muggs Tante, fing er an Verse zu Papier zu bringen. Die finale Version von „Jump Around“ nahm immer weiter Konturen an.

Danny Boy o`Connor war ein weiteres Gründungsmitglied der Band House of Pain und Freund von Everlast. Er spielte seinen Freunden von der High School ein paar Songs vor. Die Reaktionen waren ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Leute wippten mit dem Kopf und mochten die Musik, aber als „Jump Around“ an der Reihe war, verwandelten sich die Anwesenden in Urmenschen und flippten total aus. Ab da wussten alle: dieser Song ist etwas Besonderes.

 

Der Durchbruch

Everlast hörte seinen eigenen Song zum ersten mal öffentlich in einem New Yorker Club. Obwohl der Song noch gar nicht bekannt hätte sein dürfen, drehten die Leute durch als würden sie ihn schon kennen und brachten die Halle zum Beben.

Anschließend schaffte es der Song bis auf Platz 3 der US Charts und in England wurde er ein Top 10 Hit.

Das dazugehörige Musikvideo wurde auf der 1992-er St. Patrick´s Day Parade in New York gedreht.

Die „Größe“ dieses Songs resultiert nicht aus dem Erfolg in den Charts. Jump Around ist deswegen zum Kult geworden, weil es selbst heute noch, nach so vielen Jahren, die Stimmung in Stadien und Musikclubs heben kann. Es ist so eine Art musikalisches Synonym für geworden, für Menschen, die die Sau rauslassen.

Der Track findet sich immer wieder im Soundtrack von Filmen und früher auch in Werbespots.

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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