Speed-Reading funktioniert!

Ende Juni 2012 gab es einen Artikel in der Zeit Online zum Thema „Speed-Reading“ (HIER). Endlich mal ein Bericht, wo eine Journalistin tatsächlich etwas ausprobiert hat, und ein positives Urteil fällt. Das ist schön zu sehen, denn mir ist schon häufig aufgefallen, dass beim Thema „Schnelllesen“ viele giftige Emotionen im Spiel sind. Daher heute ein Kommentar von mir zum Thema.

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Die Kritik am Speed-Reading kommt oft voreilig

In einigen Blogs und anderen Zeitungsartikeln habe ich schon Beiträge gelesen, die sich sehr skeptisch zum Thema Speed-Reading äußern. Meist kommen diese Berichte von Leuten, die das Training nicht lange genug oder gar nicht praktiziert haben. Daher schreiben sie zwangsläufig aus der „Nichtkönnerperspektive“.

Für jemanden der Speed-Reading nie gelernt hat, für den ist es natürlich schwer bei hohen Lesegeschwindigkeiten einen Text zu verstehen. Aber danach zu behaupten es funktioniere nicht, das ist ziemlich unfair und folgendem Sachverhalt ähnlich:

  • Sie möchten Ihrem Kind das Fahrradfahren beibringen, damit es schneller zur Schule kommt.
  • Bevor das Kind das Fahrradfahren beherrscht, brechen Sie das Training ab.
  • Danach jammert Ihr Kind in Facebook, in seinem Blog und in Internetforen herum, dass es mit dem Fahrrad viel schlechter ist in die Schule zu gehen, denn es ist so umständlich das Ding neben der Schultasche auf dem Rücken zu tragen.

Nein, erst muss man die Technik vollständig beherrschen, dann darf man seine Erfahrungen als repräsentativ äußern – nicht vorher.

Aus meiner Erfahrung als Trainer sage ich Ihnen folgendes:

Speed-Reading funktioniert!

Ich habe es jungen Leuten, alten Leuten, Frauen und Männern jeglichen Berufes beibringen können und es war niemand dabei, der es nicht gelernt hätte. Jeder, der richtig lesen kann, der kann auch schneller Lesen – so einfach ist das.

Vorteile von Speed-Reading und Schnelllesen

In den Kommentaren, auch zu anderen Speed-Reading Artikeln, habe ich immer wieder Beiträge gelesen, wo Leute meinen wir lebten in einer so kranken Gesellschaft, dass man jetzt sogar das Lesen beschleunigen will.

Ich weiß bei solchen Leuten nicht wo das Problem liegt? Wenn diese Menschen einen Beruf ausüben, dann möchten sie ihre Tätigkeit doch auch immer besser und schneller ausüben? Es gibt nun mal Berufstätige, die viel Zeit mit Lesen verbringen und sie freuen sich darüber, wenn sie ihre Arbeit schneller erledigen können.

Eine Germanistikstudentin von der Uni Erlangen hat mir zum Beispiel versichert, dass sie erst seit meinem Kurs das vorgeschriebene Lesepensum für Ihr Studium bewältigen kann. Auch die Anwälte, die ich in meinen Kursen hatte, waren immer sehr Dankbar nach der Teilnahme.

Wo ist also das Problem an Speed-Reading? Was ist daran so krank schneller lesen zu wollen?

Warum immer wieder dieses Gejammer kommt, das kann ich nicht nachvollziehen. Ich vermute, dass diese negativen Leute einfach nur Angst haben davor, dass sie es selbst nicht können, daher wollen sie das Thema für alle anderen schlecht reden.

Gut, vielleicht fürchten manche, dass die Trainerindustrie die Kunden übers Ohr hauen will und etwas verkauft, das nicht funktioniert – das wäre auch noch möglich. Aber an vielen Universitäten in den USA gehört Speed-Reading zum Standardprogramm für Studenten und auch hier setzt es sich immer mehr durch, weil die Leute erkannt haben, dass es funktioniert und das es hilfreich ist.

Fazit

Hören Sie nicht auf die ständigen Nörgler – die nörgeln immer und über alles.

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

Ein Gedanke zu „Speed-Reading funktioniert!“

  1. Danke Manuel!

    Ich verstehe da die Logik der Leute auch nicht. Mit Training kann man alles schneller und besser, wieso soll das ausgerechnet beim Lesen nicht so sein?
    Ich glaube die meisten haben einfach Angst, dass es bei ihnen nicht klappt, probieren es nicht aus und machen lieber andere runter – das ist sicherer für das eigene Ego.

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