Investieren an den Finanzmärkten – Teil 1

Für viele Menschen sind die Finanzmärkte ein undurchsichtiger Dschungel, den sie am liebsten niemals betreten möchten. Die Angst sich zu verirren ist viel zu groß, daher lassen sie die Finger von allem, was damit zu tun hat – zumindest glauben sie das. Es ist ein Irrtum. Wir alle sind schon lange Kapitalanleger, nur meistens wissen wir es gar nicht.

Wenn Sie eine Pensionskasse haben, einen Rentenfonds oder eine Lebensversicherung, dann spekulieren Sie bereits an den Märkten. Sie geben Ihr Geld nur anderen Menschen in die Hand und die machen damit den großen Reibach. Das jedoch ist ein Fehler, denn so entgehen Ihnen die meisten Gewinne, während andere reich werden.

Ich sage: heutzutage muss jeder Normalbürger ein Experte der Finanzmärkte sein und auf eigene Faust investieren. Ich zeige Ihnen auch gleich wieso.

Das staatliche Rentensystem bricht zusammen

Mittlerweile sollte uns allen bekannt sein, dass die demografische Entwicklung das staatliche Rentensystem kollabieren lassen wird. Wenn die Politik zugibt, dass es schlimm aussieht, dann ist die Lage in Wirklichkeit schon katastrophal. Normalerweise werden Probleme so lange wie möglich weggelogen, weil keine Partei der Buhmann sein möchte, der die unangenehmen Maßnahmen zur Rettung ergreift. Die Politiker sichern sich immer zuerst Ihre Pfründe und erst dann kommt der Rest. Wenn es dann mal kracht, dann sollen doch die sich darum kümmern, die zu dieser Zeit an der Regierung sind. Erwarten Sie von dieser Seite also keine Hilfe für Ihre sichere Versorgung im Alter.

Private Altersvorsorge

Nachdem Rot-Grün 1998 die Regierung übernahm, kam Bewegung in die Angelegenheit. Der Staat versuchte die Bürger dazu zu bewegen privat vorzusorgen. Als Lösung wurde unter anderem die staatlich geförderte Riester-Rente eingeführt. Das Ergebnis: eine Katastrophe – das können Sie heute überall nachlesen:

Hier einige Artikel vom WDR, dem Spiegel-Online und der Welt-Online (Artikel1, Artikel2), in denen schwere Kritik an der Riester-Rente geübt wird.

Eine Riester-Rente ist ein Finanzprodukt wie jedes andere auch (zum Beispiel Kapitallebensversicherung) und sie funktioniert nach dem immer gleichen Schema: Sie zahlen Geld an einen Finanzdienstleister. Der Finanzdienstleister nimmt dieses Geld und legt es an den Finanzmärkten an. Sie erhalten dabei eine Garantie, dass Sie mindestens eine Rendite von X% erhalten.  Das besondere an der Riester-Rente ist, dass der Staat sie fördert indem er Geld dazuschießt bzw. Steuervorteile gewährt. Bis auf diese Fördermaßnahmen funktionieren alle Finanzprodukte fast genau nach diesem Prinzip, egal ob Lebensversicherung, Fondssparplan, Rentenfonds, Pensionskasse. Es gibt lediglich Unterschiede in den Anlagenklassen (Aktien, Anleihen usw.) und den damit verbundenen Chancen und Risiken bezüglich der Rendite.

Das Problem dabei ist, dass die Finanzinstitute Ihr Geld in Fonds, Anleihen und Aktien anlegt, die Sie genauso gut selber erwerben könnten – nur viel billiger. Sie können auch problemlos in Produkte investieren, die eine Kapitalgarantie enthalten – Sie brauchen dazu keinen Riester-Vertrag. Dieser hat nämlich den Nachteil, dass sich einzusätzlicher Industriezweig (Finanzindustrie) zwischen Sie und den Staat auf der einen Seite und dem Kapitalmarkt auf der anderen Seite mit eingenistet hat. In dieser Zwischenposition halten sie lediglich die Hand auf und bieten dafür kaum zusätzliche Vorteile. Somit fressen diese Abzocker die Förderung komplett auf, wie ein riesiges Schwein, das den Hals einfach niemals voll kriegt.

Es gibt auch noch andere Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge, die zwischenzeitlich eingeführt wurden. Eine davon ist die betriebliche Altersvorsorge in Form von Gehaltsumwandlung. Ich gebe zu, ich habe mich dazu hinreißen lassen zu Beginn meines Berufslebens dort mitzumachen. Ob das clever war, weiß ich noch nicht. Es heißt zwar immer, der Staat fördere die Altersvorsorge aber eine Garantie dafür gibt es nicht auf ewig. Die Regierung holt sich immer irgendwo Geld, wenn sie welches braucht. Und wenn in 30 Jahren keines mehr da ist, dann nimmt sie es sich eben von denen, die zwar noch etwas haben aber doch zu arm waren um ins Ausland zu fliehen. Daher gilt auch hier: langfristig ist keine Förderung durch die Regierung wirklich sicher.

Das Tragische an der Sache ist, dass die Folgeregierung die Steuerfreiheit für Lebensversicherungen gestrichen hat. Diese Anlagen waren früher die beliebteste Form der Altersvorsorge. Besonders rentabel war auch sie nicht aber wenigstens bedienten sich nicht ganz so viele Personen an Ihren Einzahlungen. Des Weiteren wurde eine Frist abgeschafft, die Gewinne am Kapitalmarkt steuerfrei machte. Wer zum Beispiel Aktien mit Gewinn veräußerte, musste keine Steuern darauf zahlen, wenn er diese davor ein Jahr gehalten hatte. Das ist heute nicht mehr möglich. Dadurch werden Menschen abgestraft, die auf eigene Faust versuchen Vermögen aufzubauen, während auf der anderen Seite Geld ausgegeben wird, um minderwertige Anlagen zu fördern.  Anstatt das Problem zu lösen, scheint der Staat noch mehr daran interessiert zu sein die Bürger in ein ineffizientes System zu treiben. Wer sich da die Hände reiben darf, dass können Sie sich sicher denken.

Inflation

Die meisten Formen privater Altersvorsorge ermöglichen im Idealfall eine Rendite von ca. 3-4% – und das bei staatlicher Förderung. Im Moment ist es jedoch so weit, dass die Lebensversicherer und Riester-Anbieter ihren Garantiezins ab 2012 von 2,25% auf 1,75% senken möchten. Viel mehr als obige Beträge, können Sie sich also kaum erhoffen. Bedenken Sie nun, dass die jährliche Inflationsrate seit Jahren bei mindestens 2% liegt.  Ihre Gewinne werden fast in dem Moment wieder vernichtet, in dem sie entstehen.

Privatvorsorge in der jetzigen Form ist für mich eine staatlich unterstützte Form von Abzocke durch die Finanzindustrie an den kleinen Leuten. Sie wird die Probleme unserer Gesellschaft ganz sicher nicht lösen. Wer sich darauf verlässt, der wird im Alter vor gravierenden finanziellen Problemen stehen.

Werden Sie an der Börse aktiv

Lassen Sie nicht zu, dass sich die Finanzindustrie bei Ihnen bedient. Da deren Vermögensverwalter genau die Geldanlagen kaufen, die Sie auch erwerben können, macht es einfach keinen Sinn eine Zwischenstation einzuschalten, die Ihnen nichts zu bieten hat und nur Geld kostet.

Sie müssen kein Börsenprofi werden und permanent den Aktienticker verfolgen um Erfolg zu haben. Es gibt Produkte, die sind so einfach, dass sie jeder versteht. Sie sind zudem billig und erwirtschaften trotzdem mehr Rendite als die meisten sonstigen Anlagen. Das Stichwort lautet ETF oder auch Indexfonds. Dazu aber mehr im zweiten Teil dieser Serie. Als erstes nur diese beiden Empfehlungen für Sie:

  1. Finger weg von minderwertigen Produkten „geförderter“ Altersvorsorge
  2. Bilden Sie sich fort und werden Sie als Investor am Finanzmarkt aktiv

Fazit

Die staatliche Rente ist kurz vor dem Kollaps. Sich auf sie zu verlassen ist finanzieller Selbstmord.

Staatlich geförderte Altersvorsorge ist teuer und ineffizient. Reich werden dabei nur die Anbieter.

Wollen Sie im Alter nicht verarmen, haben Sie keine andere Wahl als selbst als Investor aktiv zu werden.

Mit einigen günstigen und einfachen Anlageinstrumenten (ETFs und Indexfonds) können Sie wesentlich bessere Ergebnisse erzielen als professionelle Finanzmanager.

In eigener Sache

Ihnen wird sicher aufgefallen sein, dass dieser Blog Werbeanzeigen schaltet, mit denen ich meine Arbeit finanzieren kann. Es kann dabei passieren, dass Sie dort Werbung für Riester-Renten usw. sehen, obwohl ich im Artikel gerade von diesen Produkten abrate. Bitte haben Sie für diesen möglichen Widerspruch Verständnis. Ich habe keinen direkten Einfluss auf den Inhalt der Anzeigen und kann leider nicht bestimmte Produktklassen abstellen lassen.

Haftungsausschluss:

Bitte beachten Sie: alle Kommentare zu rechts-, finanz- und steuerrechtlichen Themen sind ohne Gewähr und lediglich subjektive Meinung des Autors. Für verbindliche Auskünfte sollten Sie einen Anwalt, Steuer- oder Finanzberater konsultieren.

Speed-Reading und Erfolg

Häufig fragen mich Interessenten, warum sie einen meiner Speed-Reading-Kurse besuchen sollten? Außer der Fähigkeit schneller zu Lesen, sehen sie darin keinen größeren Sinn. Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn wie so oft im Leben, erschließen sich die Vorteile einer Handlung nicht auf den ersten Blick, sondern man ist erst im Nachhinein froh, dass man es getan hat. Wie soll also jemand die „Rendite“ eines Kursbesuches abschätzen, wenn er auf diesem Gebiet völlig unerfahren ist?

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen mit einem Bespiel zeigen, was Sie nach dem Besuch eines Kurses erwartet. Danach können Sie besser entscheiden, wie sich Ihre Situation mit Hilfe von Speed-Reading beeinflussen können.

Wie Lesen das Einkommen erhöht

Vor einiger Zeit bat mich ein guter Freund um Hilfe, nachdem ihn der Anruf eines Headhunters ereilt hat. Dieser wollte ihm einen Job schmackhaft machen und lud ihn zum Vorstellungsgespräch ein. Er wusste nicht, wie er sich diesbezüglich optimal verhalten sollte, daher bat er mich um Rat.

Als erstes gab ich ihm eine Buchempfehlung: Martin John Yate – „Das erfolgreiche Bewerbungsgespräch“. In diesem Buch steht alles drin, was man über das lästige Fragen-Antworten-Spiel bei Bewerbungen wissen muss. Wer diesen Teil souverän meistert, der wirkt grundsätzlich kompetent und hat den ersten Schritt bereits hinter sich.

Anschließend bat ich ihn etwas über Verkäufertechniken zu lesen, insbesondere über das sogenannte „Pacing“ aus dem Bereich NLP. Verkäufer wissen am besten, wie man den Draht zu anderen Menschen herstellt und er machte sich auch dieses Wissen zunutze.

Als letztes habe ich ihm noch einige Artikel zu Gehaltsverhandlungen zugeschickt. Das war das Sahnehäubchen, denn ihm wäre nie in den Sinn gekommen folgenden Trick einzusetzen: Aus irgendeinem Grund sehen es Firmen nicht gerne, wenn man sich als einfacher Angestellter durch einen Jobwechsel mehr als 10-25% Gehaltserhöhung verschafft. Sei es aus Neid, sei es aus Prinzip, ich weiß es nicht aber es ist wie es ist. Um hier nicht in Nachteil zu geraten, hat er einfach ein total überhöhtes Ausgangsgehalt angegeben und darauf eine Steigerung von „lediglich“ 20% ausgehandelt. Was war das Resultat? Er bekam den Job, weil er der überzeugendste Kandidat war. Jetzt hat er:

  1. einen Arbeitsweg von ca. 15 Minuten ins Büro, anstatt ständig durch das Land reisen zu müssen – so wie es vorher notwendig war
  2. Sein Gehalt hat sich um ca. 33% erhöht, weil er bei der Verhandlung die Personaler ausgetrickst hat.

Und wie hat er das geschafft? Durch Lesen! Sicher, er brauchte auch die passende Ausbildung für die Stelle, aber diese hatten die anderen Kandidaten auch. Er benötigte daher Informationen, wie er sich aus der Masse der Bewerber herausheben kann und diese hat er sich angelesen.

Für jedes Problem das passende Buch

Was das alles mit Speed-Reading zu tun hat? Es gibt einige kritische Situationen im Leben, die über unseren Wohlstand und unser Einkommen entscheiden. Wer in diesen Momenten gut vorbereitet ist, der verdient mehr Geld als die anderen.

Lesen ist eine der besten und billigsten Möglichkeiten, um sich auf derartige Schlüssel-Ereignisse vorzubereiten. Mit einem passenden Buch in Ihrem Besitz brauchen Sie nicht jeden Fehler selbst zu machen um an Weisheit zu gewinnen, sondern Sie lernen aus den Erfahrungen anderer. Je mehr Sie lesen, desto mehr Wissen beherbergen Sie in Ihrem Kopf und umso cleverer können Sie den Herausforderungen begegnen.

Es gibt so viele verschiedene Bücher für Bewerbungsgespräche, für Gehaltsverhandlung, für Selbständigkeit, Unternehmensgründung, Finanzinvestitionen, Karriereplanung, Selbstmarketing usw. – für jedes Problem auf dieser Welt gibt es hunderte passender Ratgeber. Je mehr Sie von diesen lesen, desto besser fällt das Ergebnis aus, wenn Sie wieder am Scheideweg zwischen „viel Gehalt“ / „wenig Gehalt“ – „Traumjob“ / „Notllösung“ – stehen.

Selbstmanagement anstatt teuerer Seminare

Hätte mein Freund damals ein Seminar zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch besucht, dann hätte ihn das hunderte von Euros gekostet. Stattdessen haben ca. 30 Euro für Bücher völlig ausgereicht. Auch das wirkt sich auf die Rendite aus.

Entscheiden Sie für sich, was ist besser? Ein Soft-Skill-Seminar besuchen, oder 3-5 Bücher zu diesem Thema lesen? Zu diesem Thema kann man geteilter Meinung sein. Ich tendiere zum zweiten Weg. In den meisten Seminaren lernt man nur das, was in Büchern geschrieben steht, nur dass man jemandem viel Geld in die Hand gibt, der es einem dann vorkaut. Da behalte ich lieber mein Geld und lerne selber.

Probieren Sie es gegebenenfalls einfach mal aus und lesen Sie innerhalb eines Monats 2-3 Bücher zu karriererelevanten Themen oder wichtigen Sozialkompetenzen. Sie werden sicher schnell merken, dass sich manche Probleme von ganz allein lösen werden, mit denen Sie vorher zu kämpfen hatten. Wenn Sie gefallen daran finden und der Ansicht sind, dass Ihnen diese Vorgehensweise Vorteile verschaffen wird, dann ist es Zeit für einen Speed-Reading-Kurs.

Fazit

Lesen ist billig und richtig eingesetzt, kann es dazu eingesetzt werden das eigene Einkommen zu erhöhen.

Selbst als durchschnittlicher Verdiener können Sie an Wissen gelangen, dass normalerweise nur Führungskräften und Managern zugänglich ist.

Mehr Geld durch eine Nebentätigkeit

Einer der Anliegen dieses Blog ist es, Ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie außerhalb einer Festanstellung mehr Geld verdienen können. Hierfür habe ich ein wenig recherchiert und eine hervorragende Seite entdeckt:

www.nebenjob.de

Hier finden Sie zahlreiche interessante Möglichkeiten für Nebenverdienste von A bis Z aufgelistet – da ist sicher auch für Sie etwas dabei. Da mir diese Seite hiermit eine Menge Blogging-Arbeit abgenommen hat, möchte ich lieber darauf eingehen, warum es sich lohnt einer selbständigen Nebentätigkeit nachzugehen, anstatt angestellt zu sein.

Steuervorteile durch eine Nebentätigkeit

Wenn ein Unternehmen Umsatz macht, dann kann es die angefallenen Kosten der Leistungserstellung abziehen und das, was davon übrig bleibt ist der Gewinn. Darauf bezahlen die Unternehmen dann steuern. Wenn Sie in die Arbeit gehen und Ihr Gehalt überwiesen wird, dann nimmt Ihnen der Staat fast die Hälfte Ihres Einkommens sofort ab (Steuern, Sozialabgaben usw.) und Ihre Kosten müssen Sie aus dem bezahlen was nach Steuern übrig bleibt. Sicher, auch als Privatmensch können Sie einige Kosten bei der Steuererklärung ansetzen, aber das sind nur relativ wenige Posten im Vergleich zu dem, was Unternehmen erlaubt ist.

Wenn Sie neben der Arbeit ein Einkommen erwirtschaften, bei dem Sie freiberuflich oder gewerblich tätig sind, dann eröffnen sich hierdurch Möglichkeiten Kosten genau so wie ein Unternehmen zu behandeln. Besonders interessant ist dies mit den Posten, die Sie auch ohne Ihren Nebenerwerb tragen müssten. Wenn Ihre Tätigkeit zum Beispiel die Pflege einer Webseite oder regelmäßigen Telefon- und Mailverkehr von zu Hause aus erfordert, dann dürfen Sie anteilig Kosten für Ihren privaten Anschluss geltend machen. Diese können Sie von Ihrem gewerblichen Umsatz abziehen und nur das, was übrig bleibt wird besteuert – ganz so wie bei den Großen. Sie verlagern auf diese Weise fixe Kosten aus dem privaten in den gewerblichen Bereich und können diese nutzen, um mehr von Ihren Einnahmen zu behalten. Neben den Kosten für das Telefon, gibt es noch viele weitere fixe Posten, für die das gleiche Prinzip gilt. Denken Sie an Ihre Kfz-Versicherung, Kosten für PC / Drucker, Geschäftsessen uvm. – da kommt einiges zusammen.

Unternehmerisches Denken

Viele Arbeitsplätze spiegeln nur einen Mikroanteil der Aktivitäten einer Firma wider und erfordern oft keine Fähigkeiten wie: Eigeninitiative und unternehmerisches Denken. Wer in der Buchhaltung oder in der Poststelle arbeitet, der macht sich normalerweise kaum Gedanken darüber, wie und womit die eigene Firma ihr Geld verdient. In strategische Entscheidungen werden sie sowieso nicht eingebunden, daher entwickeln diese „kleinen“ Mitarbeiter die oben genannten Kompetenzen erst gar nicht. Das ist jedoch sehr schade, denn wenn sie nach der Arbeit zu Hause vor dem PC sitzen und Wirtschaftssimulationen spielen, dann sind manche von ihnen echte Top-Manager mit riesigem unternehmerischem Talent. Leider können sie diese Fähigkeiten niemals ausleben, da man in der realen Wirtschaft hohe Posten nicht immer durch reines Talent erhält, sondern durch eine Mischung aus Schul- oder Hochschulabschluss, Ausstrahlung, Selbstvermarktung, Sozialkompetenz, Charisma aber auch durch weniger schöne Bestandteile wie: die passende soziale Herkunft, Netzwerke, Vetternwirtschaft und vielen weiteren. Wer gibt daher schon dem Mitarbeiter aus der Telefon-Hotline die Chance sich in der Strategieabteilung zu versuchen? Die Barrieren sind so riesig, dass die meisten daran von vornherein scheitern.

Mit einer selbständigen Tätigkeit Arbeit können Sie sich als eigener kleiner Unternehmer versuchen und der Welt beweisen, ob Sie Talent haben oder nicht. Sie treffen die Entscheidungen, Sie müssen strategisch denken, Sie müssen sich über Ihren Vertrieb und Ihr Marketing Gedanken machen – das ist Ihre Chance. Es ist eine Chance Dinge zu lernen, die andere Menschen niemals können werden und es ist die Chance auf eine bessere Zukunft. Da die meisten Menschen viel zu träge sind sich selbständig zu machen, stehen Sie keiner so großen Konkurrenz gegenüber, wie bei dem Versuch in einem Konzern die Kollegen ständig überflügeln zu müssen. Und wenn Sie nicht alles auf eine Karte setzen möchten, dann können Sie weiterhin Ihrer Festanstellung nachgehen, während Sie ihr Geschäftskonzept ausgiebig testen. Wenn Sie es clever anstellen, haben Sie nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen – sowohl finanziell, als auch charakterlich. Wer weiß, selbst wenn Ihr Plan scheitern sollte, vielleicht läuft es dann in der Arbeit besser für Sie, weil Ihre neuen Kompetenzen Ihre Karriere beflügeln?

Fazit

Es gibt hunderte von möglichen Nebentätigkeiten, Sie müssen sich nur trauen eine auszuwählen.

Das Steuersystem bietet Möglichkeiten Teile Ihres Cashflows dadurch zu erhalten, indem Sie Kosten aus dem privaten Bereich in den gewerblichen verlagern.

Eine selbständige Tätigkeit neben dem Hauptjob bietet die Chance ein Konzept auszuprobieren und das Risiko minimal zu halten.

Im Erfolgsfall profitieren Sie dadurch sowohl finanziell, als auch in dem Bereich der Sozialkompetenzen.

 

Haftungsausschluss:

Bitte beachten Sie: alle Kommentare zu rechts-, finanz- und steuerrechtlichen Themen sind ohne Gewähr und lediglich subjektive Meinung des Autors. Für verbindliche Auskünfte sollten Sie einen Anwalt, Steuer- oder Finanzberater konsultieren.

Richtig in Immobilien investieren – Teil 2

In meinem letzten Artikel zum Investieren in Immobilien habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie Objekte mit einer vernünftigen Rendite ausfindig machen können. Bei dieser Methode habe ich jedoch nur die Mieterträge als Berechnungsbasis verwendet und eine weitere Option noch nicht berücksichtigt: Das Kaufen – Vermieten – und anschließende Verkaufen mit Gewinn. Diese Variante ist jedoch eine spekulative Angelegenheit.

In München zum Beispiel ist es aktuell so, dass Objekte auch mit Mietrenditen von nur 1-2% gehandelt werden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Die Investoren spekulieren darauf, dass die Immobilienpreise in München weiter steigen werden und dass Sie Ihre Objekte deutlich teuerer wieder verkaufen können.

Ein weiterer Grund ist, dass in der akuten Finanzkrise viele Menschen Angst haben, dass der Euro an Wert verliert oder dass eine mögliche Inflation ihre Ersparnisse vernichten wird. Daher versuchen sie ihr Geld zu schützen und kaufen vermeintlich sichere Geldanlagen, oft zu überhöhten Preisen. Sollten beide Fälle nicht eintreten, dann ist die Grundlage dieser Spekulation obsolet geworden und vermutlich wird das ein Verlustgeschäft.

Passende Immobilien finden

Wenn Sie also eine Immobilie suchen, deren Wert sich möglichst steigern soll, dann empfehlen Experten unter anderem diese Faktoren zu berücksichtigen:

Städte, die eine oder mehrere Hochschulen haben, garantieren stetige Bewegung auf dem Immobilienmarkt. Hier können Immobilien auch in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit gut vermietet und verkauft werden.

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden immer mehr Menschen Betreuung benötigen. Diese finden sie meist leichter in den Städten. Zudem wird es immer weniger junge Familien mit Kindern geben, die aufs Land – ins Grüne – ziehen möchten. Daher werden Immobilen in ländlichen Regionen eher an Wert verlieren, während sich Stadt- und vor allem Innenstadtlagen vermutlich positiv entwickeln werden.

Immobilien indirekt kaufen

Wenn Sie für solche Transaktionen im Moment zu wenig Bares besitzen oder wenn Sie sich den Stress mit Kauf, Makler, Notar, Mieter usw. nicht antun möchten, dann gibt es noch eine andere Möglichkeit. Es gibt zahlreiche börsennotierte Firmen, die genau das tun, was Sie vorhaben. Sie kaufen Immobilien und vermieten diese an Firmen oder Menschen – ganz einfach. Zudem kümmern sie sich um die Verwaltung, Renovierung usw. so dass Sie lediglich die Aktien kaufen müssen und keinen weiteren Aufwand haben. Es besteht lediglich das Risiko dass Sie Kursverluste oder eine Insolvenz hinnehmen müssen – so wie bei allen Aktien.

Hier eine kleine Liste von Firmen, die im Immobilienbereich engagiert sind und deren Aktien Sie erwerben können:

GSW Immobilien

Gagfah

Conwert

Franconofurt

VIB Vermögen

CA Immo

Bitte beachten Sie: dies sind nur einige Firmen, die ich durch Internet-Recherche gefunden habe. Alle Angaben sind ohne Gewähr und nicht als finanzielle Beratung oder als Aktientipps zu verstehen.

Wertschwankungen von Immobilienaktien

Die Lage für ein Investment in Immobilien-Aktien ist im Moment günstig. Obwohl vielerorts die Preise steigen, sind die Börsen eher wackelig. Da viele Aktien als Bestandteile von Fonds automatisiert gekauft und verkauft werden, verlieren normalerweise auch Firmen an Wert, deren wirtschaftliche Situation dafür keinen Anlass gibt. Das heißt, dass Immobilienunternehmen oft zu unrecht abgestraft werden, auch wenn sie mit Wohnimmobilien ein nahezu krisensicheres Geschäft betreiben. Daher spiegelt der Aktienkurs nicht unbedingt den Wert der Objekte und die Ertragskraft des Unternehmens wider. Wer also bei schlechter Börsenlage in eine solche Firma einsteigt, der kann sich über eine angenehme Dividendenrendite freuen und die Chancen auf langfristige Wertsteigerungen sind ebenfalls vorhanden.

Sie sind vermutlich noch höher, als mit einem eigenen Objekt. Diese Firmen profitieren nämlich nicht nur vom steigenden Wert ihrer bereits vorhandenen Immobilien, sondern sie expandieren auch indem sie immer neue Objekte kaufen. Da der Zins hierfür gerade von der Zentralbank „spottbillig“ gehalten wird, wird der Wert der Aktien durch mehrere positive Faktoren angetrieben.

Fazit

Es besteht immer die Chance, dass Sie als Immobilieninvestor gute Renditen erwirtschaften können, die sich nicht nur aus den Mieteinnahmen ergeben.

Es gibt einige Faktoren, die den Wert von Immobilien positiv beeinflussen. Beispiele: Hochschule in der Nähe und Lage der Immobilie (Stadt / Land).

Gewebeimmobilien sind lukrativ, unterliegen aber dem Risiko leer zu stehen, wenn sich die Konjunktur schlecht entwickelt. Wohnimmobilien dagegen werden immer benötigt, allerdings ist der Gewinn etwas geringer ist als im gewerblichen Bereich.

Wer Anteile von Immobilien-Firmen erwirbt, der kauft im erweiterten Sinn auch Immobilen. Der Vorteil ist, dass die Firmen expandieren können. Der Nachteil ist, dass die Börse stärkeren Schwankungen ausgesetzt ist.

Weniger Angst – mehr Erfolg

Für die meisten Menschen ist die Aussicht auf Ablehnung ein furchterregender Gedanke. Kaum eine andere Erfahrung aus dem alltäglichen Leben erschüttert so sehr das Selbstwertgefühl wie negative Rückmeldungen der Umwelt zur eigenen Person. Um solche unangenehmen Erlebnisse zu vermeiden entwickeln viele ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Das bedeutet so viel wie:

  • Aus Angst sich zu blamieren tun sie Dinge nicht, die nötig wären um Erfolg zu haben.
  • Aus Angst sich bei anderen unbeliebt zu machen, können sie nicht „nein“ sagen und tun Dinge, die sie vom Erfolg fernhalten.

Anstatt aktiv auf Herausforderungen zuzugehen und gelegentliche Rückschläge einzustecken, versuchen sie den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, möglichst ohne irgendwo anzuecken. Das ist ein Fehler, denn wer unangenehmen Situationen aus dem Weg geht, der entwickelt auch nicht die Fähigkeiten, die notwendig sind außergewöhnliche Situationen zu meistern. Und wer keine besonderen Fähigkeiten im Leben entwickelt, der wird immer nur Durchschnitt sein.

Kluge Leute machen sich diese typisch menschliche Eigenheit zu Nutze. Wer zum Beispiel als Chef um eine Gehaltserhöhung gebeten wird und den Mitarbeitern daraufhin eine äußerst unangenehme Abfuhr erteilt, der kann sich relativ sicher sein, dass diese armen Trottel die nächsten Jahre nicht auf die Idee kommen werden mehr Geld zu fordern. Einer solchen Blamage wird sich kein Mensch freiwillig nochmals aussetzen wollen. Natürlich kann es sein, dass sich die Mitarbeiter daraufhin nach einem neuen Job umsehen, aber die Führungskräfte wissen genau, dass die meisten viel zu träge sind ihr gewohntes Umfeld umzukrempeln. Also, warum sich Sorgen machen und die Gehälter erhöhen, wenn es auch billiger geht?

Einige Teamassistentinnen, die ich in meinem Berufsleben gesehen habe,  gehen nach der gleichen Strategie vor. Sie verhalten sich im ersten Moment wie echte Biester, so dass die meisten Kollegen es vermeiden sie um etwas zu bitten. Ich kann das gut verstehen, denn wie oft versuchen Mitarbeiter jede Kleinigkeit auf dem Bürotisch der Assistentinnen abzuladen? Auf diese Art schützen sich diese cleveren Damen erfolgreich davor die Abladestelle der Abteilung zu werden.

Alles eine Frage der Einstellung

Wenn Sie im Leben vorankommen möchten, dann müssen Sie die Angst vor Ablehnung überwinden – ein für alle mal. Mehr noch, Sie sollten sogar gezielt Situationen suchen und herbeiführen, die das Risiko bergen sich zu „blamieren“. Auf diese Weise erwerben Sie Kompetenzen, die andere nicht haben und so erhöhen Sie Ihre Chancen auf Erfolg. Der beste Weg hierfür ist es, Ihre Einstellung und Ihre Reaktion auf solche Erlebnisse zu ändern. Wenn Sie zum Beispiel einen Vortrag halten und ein negatives Feedback bekommen, dann gibt es unterschiedliche Wege damit umzugehen:

Der falsche Weg:

„Oh nein, ich bin ein unfähiger Versager und  jetzt machen sich alle über mich lustig. Präsentieren, das liegt mir einfach nicht, daher werde ich versuchen nie wieder einen Vortrag halten zu müssen.“

Der richtige Weg:

„Aha. Meine Präsentation war also nicht gut. Ich habe ohne Elan gesprochen und die Folien waren zu überladen. Also muss ich daran ein wenig arbeiten und sollte vielleicht auch einen Kurs für Rhetorik besuchen. Der Chef sucht gerade noch jemanden, der eine Präsentation für die Auszubildenden hält. Für diesen Vortrag werde ich mich freiwillig melden und versuchen es besser zu machen als heute.“

Sie sehen also, Sie können Ablehnung als eine Entwertung Ihrer Persönlichkeit auffassen und daran zerbrechen oder Sie können sie als einen Indikator verwenden, der Ihnen hilft Ihre Schwachstellen zu entdecken und auszumerzen.

Mut bringt Erfolg

Bedenken Sie immer: die Menschen um uns herum können wesentlich intelligenter und viel begabter sein als wir. Dennoch leben sie nicht in Saus und Braus und machen steile Karrieren, weil sie von ihren Ängsten klein gehalten werden. Und genau das ist Ihre Chance der Masse einen Schritt voraus zu sein.

Wie würden zum Beispiel die meisten Mitglieder einer Arbeitsgruppe reagieren, wenn es darum geht die Ergebnisse vor der Geschäftsleitung zu präsentieren? Meistens drucksen alle herum und sagen: „Mach Du X das, oder Du Y, du kannst das doch besser.“

In meinem Beruf habe ich solche Situationen bereits häufig erlebt. Anstatt mich aber zu drücken, wie die meisten anderen, habe ich immer gezielt solche „unangenehmen“ Aufgaben freiwillig übernommen. Zuerst hatte ich genauso viel Angst vor dem Präsentieren wie jeder andere auch, aber mit jedem Vortrag wurde das besser. Und was war das Ergebnis?

Obwohl ich nur ein ganz normaler Student war, halte ich heute erfolgreich Seminare und kann Tagessätze von mehreren hundert Euro verlangen. Warum? Weil ich keine Angst mehr davor habe vor großen Menschenmengen zu reden und weil ich meine Scheu davor abglegen musste Entscheidungsträger zu kontaktieren, um ihnen meine Kurse anzubieten u.v.m.

Fazit

Jedes mal, wenn Sie neue Herausforderungen meistern, entwickeln Sie Fähigkeiten. Ganz egal auf welchem Gebiet diese sein mögen, jede Erfahrung hat ihren Wert. Suchen Sie daher stets nach neuen Aufgaben, so dass Sie über immer mehr Kompetenzen verfügen.

Da sich die meisten Menschen vor unangenehmen Situationen drücken, besitzen solche Fähigkeiten einen immer höheren Markt- uns Seltenheitswert. Dadurch verbessern Sie Ihre Chancen aus diesen Kapital zu schlagen.

Viele Menschen in leitenden Positionen nutzen die Angst anderer vor Ablehnung aus, um sie damit gezielt zu entmutigen und klein zu halten. Betrachten Sie Ablehnung daher nicht als Entwertung Ihrer Persönlichkeit, sondern immer als etwas, aus dem Sie wertvolle Lerneffekte gewinnen können. Lernen Sie vor allem zu unterscheiden, wann negatives Feedback ernst gemeint ist und wann es nur dem Zweck dient Sie im Konkurrenzkampf auszuschalten.

Wie Sie richtig in Immobilien investieren

Wenn Sie Geld in eine Immobilie investieren möchten, dann stellt sich die Frage nach dem richtigen Preis. Doch wie ermittelt man diesen? Für alle, die keine wirtschaftliche Ausbildung hinter sich haben, ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Daher zeige ich Ihnen heute, wie Sie mit einer einfachen Rechnung den Wert eines Anlageobjektes ermitteln können. Diese Rechnung können Sie anschließend auch für andere Investitionsprojekte verwenden, unabhängig von der Anlagenklasse.

Investitionsrechnung für Anfänger

Stellen Sie sich vor, jemand stellt Sie vor diese Alternative: Sie erhalten heute 98 Euro oder 100 Euro in einem Jahr.  Wie entscheiden Sie sich? 100 Euro klingen doch gut, denn es sind mehr als 98 Euro – macht es dann Sinn die 100 Euro zu nehmen?

Um diese Entscheidung zu treffen ist vorher die Klärung einer Frage notwendig, nämlich was Sie mit Ihrem Geld innerhalb eines Jahres alternativ machen könnten. Nehmen wir an, Sie entscheiden sich dafür die 98 Euro zu nehmen. Dieses Geld können Sie für einen Zins von 5% bei Ihrer Bank anlegen. Nach einem Jahr vermehrt sich Ihr Guthaben dann nach folgender Formel:

98 Euro * (1 + Zins :100)

Das macht in diesem Fall:

98 Euro * 1,05 = 102,9 Euro

Das bedeutet: wenn Sie die Möglichkeit haben Ihr Geld mit 5% zu verzinsen, dann ist es für Sie besser die 98 Euro zu nehmen und es sofort anzulegen, weil Sie dadurch nach einem Jahr mehr Geld haben werden, als die 100 Euro.

Nehmen wir nun an, Sie könnten das Geld nur mit einem Zinssatz von 2% anlegen, anstatt mit 5%. Dann errechnet sich ein anderer Betrag:

98 Euro * 1,02 = 99,6 Euro

In diesem Fall ist es so, dass es besser gewesen wäre auf die 100 Euro zu warten, anstatt sofort die 98 Euro zu nehmen, denn so hätten Sie eine höhere Rendite erwirtschaften können.

Diese zwei Rechnungen kann man auch aus der umgekehrtern Perspektive durchführen. Wenn Sie den Wert einer Zahlung aus der Zukunft zum heutigen Zeitpunkt berechnen möchten, dann können Sie dies durch Umstellung obiger Formel tun. Hierfür habe ich wieder die obigen 5% und dann 2% angesetzt.

100 Euro / 1,05 = 95,2 Euro

100 Euro / 1,02 = 98,04 Euro

Der Wert, den Sie als Endergebnis erhalten ist der aktuelle Wert der zukünftigen Zahlungen. In der Wirtschaftslehre nennt man diesen den „Barwert“ einer Einzahlung.

Zins und Barwert

Fassen wir zusammen:

  • Eine Zahlung von 100 Euro in der Zukunft ist nicht so viel wert, wie ein Zahlung von 100 Euro in der Gegenwart.
  • Der Wert einer zukünftigen Zahlung zum heutigen Zeitpunkt wird Barwert genannt. Dieser wird durch das Abzinsen der eigehenden Geldbeträge errechnet.
  • Der Gegenwartswert zukünftiger Zahlungen ist immer abhängig von dem Zins, den man in der Zwischenzeit erwirtschaften kann, zum Beispiel durch alternative Anlagen wie ein Tagesgeldkonto.

Bewertung von Immobilien

Nehmen wir an, Sie möchten eine Immobilie erwerben und diese als Investition nutzen. Das bedeutet, dass Sie sie nicht weiterverkaufen, sondern ein Leben lang nur die Mieteinnahmen erhalten möchten. Mieteinnahmen sind regelmäßige, gleich bleibende Zahlungen, daher werden Sie in der Finanzmathematik als „Rente“ angesehen. Der Barwert von Renten errechnet sich nach folgender Formel:

Barwert = regelmäßige Zahlung (pro Jahr) / (Zinssatz : 100)

Ein Beispiel: Die Nettomieteinnahmen einer kleinen Eigentumswohnung belaufen sich auf 5000 Euro pro Jahr. Der Zins, den Sie in der Bank für Ihr Geld erhielten, läge nun für alle Zeit bei 3%. Dann errechnet sich folgender Wert für die Immobilie:

5000 Euro / (3 :100) = 166.667 Euro

Das bedeutet, dass Sie für eine Wohnung, die 5000 Euro Netto-Mieteinnahmen pro Jahr erwirtschaftet, maximal 166.667 Euro ausgeben sollten, wenn Sie möchten, dass sich Ihr Geld mit mindestens 3% verzinst. Sollten Sie ein solches Angebot finden und es kostet weniger als der obige Betrag, dann erwirtschaften Sie automatisch eine höhere Rendite als 3%, wenn Sie es erwerben. Ist der Preis höher, ist es besser Ihr Geld bei der Bank zu lassen.

Bitte beachten Sie: Dies gilt nur unter der Bedingung, dass Sie den gesamten Betrag sofort aus Eigenmitteln finanzieren. Wenn Sie die Zinszahlungen für ein aufgenommenes Darlehen mit einfließen lassen möchten, dann müssten Sie diese noch von den jährlichen Einnahmen abziehen.

Die richtige Rendite in der Praxis

Wenn man bedenkt, dass eine vermietete Immobilie auch Kosten verursacht, weil sie hin und wieder renoviert werden muss, dann sollte man sich nicht mit einer Rendite unterhalb von 6-8% zufrieden geben. Insbesondere, da diese später noch von Vater Staat nach unten „korrigiert“ wird.

Zudem gehen Sie das Risiko ein, dass gelegentliche Mietausfälle die Einnahmen schmälern und für diesen Fall benötigen Sie einen Sicherheitspuffer.

Hinzu kommt, dass die Inflation einen Teil des Geldes entwertet, wobei dies über Mieterhöhungen zumindest zum Teil wieder kompensiert werden kann.

Eine Zielrendite von mindestens 6-8% ist daher insbesondere bei älteren Immobilien mehr als sinnvoll. Liegt sie darunter, lohnt sich das Investment nur bedingt.

Ich habe nun eine Wohnungsanzeige aus einer Online-Börse als Rechenbeispiel verwendet: Die Jahres-Netto-Mieteinnahmen des Objektes liegen bei 4368 Euro, der Preis beträgt 99.000 Euro. Das Objekt ist vermietet und soll es weiterhin bleiben. Lohnt sich das Investment?

Berechnung:

4.368 Euro / (6 : 100) = 72.800 Euro

4.368 Euro / (7 : 100) = 62.400 Euro

4.368 Euro / (8 : 100) = 54.600 Euro

Sie sehen, der angemessene Preis für diese Wohnung ist selbst bei einer relativ geringen Verzinsung von 6% höchstens 72.800 Euro. Der angesetzte Verkaufspreis von 99.000 Euro liegt daher viel zu hoch.

Fazit

Der Wert einer Immobilie wird unter Investoren üblicherweise über die realisierbare Mietrendite ermittelt. Dazu werden von den Mieterträgen alle voraussichtlichen Kosten abgezogen und der Barwert aller zukünftigen Zahlungsüberschüsse mit einer einfachen Formel abgezinst.

Die meisten privaten Wohnungskäufer zahlen viel zu viel für Immobilien. Sie nehmen oft den gegeben Preis hin, da sie keine echte Vergleichsgröße haben. Ausschlaggebend für sie ist eher die Frage, ob sie ihnen gefällt und ob sie sich die Wohnung leisten können. Meist handeln sie noch ein wenig vom Preis herunter, aber das sind für einen cleveren Verkäufer eher Peanuts, da der Preis normalerweise viel zu hoch angesetzt wird.

Wenn Sie irgendwann um eine Immobilien feilschen müssen, dann haben Sie nun ein sehr genaues Werkzeug, mit der Sie die Rendite Ihrer Wunschobjekte genau bestimmten können.

 

Rechtlicher Hinweis:

Alle obigen Äußerungen zu finanziellen und rechtlichen Aspekten sind meine subjektiven Überzeugungen und damit ohne rechtliche Gewähr. Meine Aussagen sollen keine Rechts- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen. Bitte konsultieren Sie für weitere Fragen einen Qualifizierten Rechtsbeistand, Steuer- oder Finanzberater.

Serie: Mehr Geld verdienen – Teil 4

Gehen wir davon aus, dass Sie sich entschlossen haben mehr Geld zu verdienen. Sie haben bereits die richtige Einstellung zum Thema (siehe Teil 3 der Serie) aber noch keine genaue Ahnung welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen um Ihr Ziel umzusetzen. Daher möchte ich Ihnen gerne helfen und einige Lösungswege aufzeigen, die Ihnen als Anregung dienen sollen. Ich unterscheide dabei nach zwei Hauptkriterien:

-Tipps, mit denen Sie als Angestellter Ihr Einkommen erhöhen

-Tipps, wie Sie als Unabhängiger mehr verdienen

Mehr Geld innerhalb einer Anstellung verdienen

Ein Angestelltendasein hat enorme Vorzüge. Wenn Sie einer entsprechenden Arbeit nachgehen, dann sind Sie üblicherweise kranken- und arbeitslosenversichert etc. Zudem sind Sie gesetzlich relativ gut gegen eine Kündigung geschützt. Demgegenüber besteht zwar immer das Risiko, dass kein Unternehmen gegen Insolvenz immun ist, aber alles in allem ist es eine relativ stabile Existenzgrundlage, die man nicht leichtfertig aufgeben sollte. Ich finde, bevor man sich in riskante geschäftliche Aktivitäten stürzt, sollte man als erstes die bereits vorhandene Ausgangsbasis verbessern.

Gehaltserhöhung

Die einfachste Möglichkeit hierfür ist, mehr Geld für Ihren aktuellen Job zu erhalten. Ich gebe zu, ich bin was dieses Thema angeht kein Experte, daher werde ich in späteren Teilen der Serie diesbezüglich meist nur Literaturtipps geben. Aber eines weiß auch ich: eine Gehaltserhöhung müssen Sie sich einfordern, niemand wird mit einen Koffer voller Geld unaufgefordert auf Sie zukommen und Ihnen diesen überreichen.

Jobwechsel bei gleicher Qualifikation

Viele Menschen zögern damit ihre Stelle oder ihre Firma zu wechseln. Klar, es ist nicht immer einfach das gewohnte Umfeld aufzugeben und sich ins Ungewisse zu begeben. Diese Zurückhaltung ist jedoch kontraproduktiv, denn ein gut vorbereiteter Wechsel kann durchaus 10%-20% mehr Gehalt einbringen. Im besten Fall müssen Sie danach die gleiche Anzahl an Stunden im Büro verbringen, nur dass Sie dafür einfach mehr Geld beziehen. Auf diese Art verbessert sich Ihre finanzielle Lage ohne zusätzlichen Aufwand.

Jobwechsel durch Erhöhung der Qualifikation

Eine andere Art von lukrativem Jobwechsel wird möglich, indem Sie sich neue Fähigkeiten aneignen, deren Marktwert höher liegt, als der Ihrer aktuellen Beschäftigung. Der Fachkräftemangel führt zum Beispiel dazu, dass Ingenieure und Informatiker immer mehr Geld verlangen können. Aber auch in anderen Bereichen entwickeln sich die Gehaltsaussichten für erfahrene Fachkräfte günstig.

Mehr Geld als Unabhängiger verdienen

Nun kommen wir zu den Tätigkeiten, mit denen Sie unabhängig von einem Arbeitgeber Geld verdienen können. Die meisten dieser Einnahmequellen stehen Ihnen auch neben einer Festanstellung zur Verfügung (sofern Sie keine entsprechende Klausel im Arbeitsvertrag haben), so dass Sie im besten Fall Ihren Arbeitsplatz behalten können und doppelt verdienen.

Investieren an den Kapitalmärkten

Der Kapitalmarkt ist der fairste Markt der Welt. Er kennt keine Diskriminierung nach Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht. Hier kann jeder aktiv werden und sein Glück versuchen und alle werden gleich behandelt, sofern keine illegalen Insiderinformationen die Runde machen. Um einen Zugang zu den die vielen verschiednen Finanzprodukten zu erhalten, benötigen Sie relativ wenig Kapital und lediglich ein Bankkonto bzw. Wertpapierdepot. Un hier ein wenig Licht in das Dickicht zu bringen, werde ich Ihnen aus diesem Bereich einige interessante Produkte vorstellen, die eine relativ gute und sichere Rendite ermöglichen.

Investieren in Immobilien

Eine der sichersten und beliebtesten Geldanlagen ist der Kauf von Immobilien. Ich zeige Ihnen hier, wie Sie eine angemessene Rendite beurteilen.

Ein Unternehmen gründen

In dieser Rubrik stelle ich Ihnen Möglichkeiten vor, wie Sie zum Unternehmer werden können – egal, ob mit oder ohne Startkapital.

Als Freiberufler tätig werden

Eine Tätigkeit als Freiberufler bietet viele Freiheiten zur persönlichen Entfaltung. Wenn Sie auf diesem Gebiet aktiv werden möchten, zeige ich Ihnen einige Möglichkeiten auf. Zudem erhalten Sie Marketing-Tipps, wie Sie Ihr Angebot zeitgemäß vermarkten können.

Fazit

Dies sind also die Rubriken, in denen ich Sie in nächster Zeit mit Informationen versorgen werde. Ich hoffe Sie finden darin etwas, dass Ihnen hilft Ihren Weg zu mehr Geld einzuschlagen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Glück dafür.

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