Mehr Umsatz mit Werbegeschenken

Anzeige – Als Selbständiger stand ich schon häufig vor der Frage ob ich mit Werbegeschenken arbeiten soll. Und wenn ja, mit welchen? Zahlt es sich überhaupt aus solche Goodies zu vergeben, oder kosten sie nur Geld?

Nun habe ich mich etwas mit der Thematik befasst, welches die besten Werbegeschenke sind und hierzu eine Studie der Uni Augsburg gefunden. Das Resultat: Ja, Werbegeschenke bringen tatsächlich was.

 

Welche Vorteile bieten die richtigen Werbegeschenke

Das Ergebnis der Untersuchung war ziemlich eindeutig. Werbegeschenke steigern kurzfristig den Umsatz und langfristig wirken sie sich vorteilhaft auf die Kundenbindung aus. Allerdings kommt es auf die richtige Auswahl der Geschenke an, weil sonst deren Wirkung verpufft.

Eine Erkenntnis der Studie war es, dass die Beigaben am wirksamsten sind, die dem Kunden einen finanziellen Vorteil oder ein gutes Gefühl verschaffen. Das ist der gleiche Effekt, wie ihn ein Gutschein im Einzelhandel hat. Ein Beispiel:

Zufällig als mein Sohn geboren wurde, da hat auch die Drogerie Rossmann damit angefangen einmal pro Quartal diese 10% Coupons zu verteilen, mit dem man auf den gesamten Einkauf einen Rabatt bekommt. Da wir zu der Zeit viel Babykram kaufen mussten, hat dies dazu geführt, dass in unserer Wahrnehmung eigentlich nur noch diese eine Drogerie existierte, selbst wenn wir keine Rabattmarken mehr dabei hatten. Wir wurden so sehr fixiert auf Rossmann, dass wir in den DM und Müller gar nicht mehr gingen. Hier wurde uns eindeutig eine Bindung eingeimpft.

Genau das besagt auch die Studie. Gute Werbegeschenke bewirken, dass der Kunde seine Einstellung zu einer Firma allgemein verbessert und, dass die Kunden dann auch bereit sind mehr Geld auszugeben bei diesem Anbieter.

Für Unternehmen kann es daher sehr sinnvoll sein seine Kunden mit regelmäßigen Giveaways zu versorgen. Dadurch ist es einfacher eine langfristige Bindung aufzubauen.

Allerdings sollte man hier aufpassen, dass sich nicht irgendwann ein Abnutzungseffekt einstellt. Bei den Firmen, bei denen ich war, da bekamen wir häufig Kalender von allen möglichen Lieferanten zugeschickt. Es waren am Ende so viele, dass keiner mehr den Durchblick hatte, wessen Kalender an der Wand hängt. Ich schaue jeden Tag an meinen, aber könnte partout nicht sagen, von welcher Firma der ist. Häufig ist es also ein Balanceakt, die richtigen Mittel auszusuchen.

Ein sehr schönes Beispiel für emotional besetzte Geschenke waren die roten Schokoherzen von Airberlin. Sie waren bei den Kunden so beliebt, dass sie nach der Pleite teilweise zu horrenden Preisen versteigert werden konnten. Wenn also am Ende des Jahres eine Schachtel Pralinen an den Kunden geht, auf die er/sie sich immer wieder wie ein „kleines Kinde „freut, dann hat man auch einen Fuß in der Tür. Zumindest ein wenig 😉

 

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.