Sicherheit bei Markenprodukten

Anzeige – Wer ein Faible für Markenprodukte hat, der kann diese normalerweise in Deutschland und den meisten EU-Ländern ohne Sorge kaufen, wenn er sie in den offiziellen Läden der Hersteller,  in bekannten Kaufhäusern oder in den renommierten Online-Stores erwirbt.

Probleme kann es jedoch geben, wenn man in Nicht-EU-Ländern shoppen geht oder zum Beispiel eine Handtasche gebraucht kauft. In solchen Fällen kann es sich um gefälschte Produkte handeln und das kann in jedem Fall teuer werden.

 

Sicherheit bei gebrauchten Markenprodukten

Man stelle sich vor, in den Kleinanzeigen von Ebay ist eine gerbrauchte Hermès Tasche im Angebot, ungefähr zum halben Preis, den man sonst für die Produkte bezahlt. Wenn man sie kauft und es ist eine Fälschung, dann hat man sehr viel Geld für ein Stück Schrott ausgegeben. Das ist natürlich ärgerlich. Bei gebrauchten Markenprodukten gibt es für diesen Zweck die Möglichkeit die Echtheit der Sachen zu prüfen. Es gibt zum Beispiel einen Anbieter für einen online Hermès-Authentifizierungsservice für Handtaschen, bei dem man Bilder der Produkte einsenden kann. Gegen eine Gebühr, die per PayPal bezahlt wird, werden sie dort geprüft und die Echtheit der Tasche wird bestätigt oder nicht. Solche und ähnliche Services findet man im Internet auch für viele andere Marken.

 

Gefälschte Markentprodukte meiden

Der Global Brand Counterfeiting Report 2018 schätzt, dass den Herstellern durch Produktpiraterie jährlich ein Schaden von 323 Milliarden USD entsteht. Insbesondere aus Asien werden die Märkte mit gefälschten Markenprodukten überflutet. Aber man sagt auch, dass die Türkei ein Land ist, in dem es von Fälschermärkten nur so wimmelt. Insbesondere die ärmere Klientel deckt sich dort gerne mit Fälschungen ein, da sie sich die Sachen normalerweise nicht leisten können.

Solche Ware ist beim Kauf natürlich leicht zu identifizieren, denn eine Gucci Sonnenbrille oder das Prada Oberteil für 10 EUR ist absolut unüblich.

Der Kauf von gefälschten Marken ist in Deutschland nicht illegal, sofern man sie für private Zwecke kauft. Sobald es aber nach einer gewerblichen Tätigkeit aussieht oder wenn man die Mitbringsel weiterverkaufen will, dann greift der Zoll ein. Gleiches gilt, wenn man sich die Ware im offensichtlich illegalen Piraterie-Onlineshop bestellt. Auch dann greift der Zoll ein.

 

Fazit

Lassen Sie am besten die Finger von gefälschten Produkten. Sie sind meist Billigware und sind von niedrigster Qualität. Sie können schnell kaputt gehen oder lebensgefährliche Chemikalien enthalten, mit denen Sie sich vergiften könnten.

Wer bei gebrauchten Markenwaren sicher sein will, dass er / sie ein echtes Produkt bekommt, der kann Online-Authentifizierungsservices in Anspruch nehmen. Oder, man lässt sich die Quittung und das Echtheitszertifikat vom Verkäufer aushändigen – sofern er das noch hat.

Offensichtliche Markenpiraterie erkennt man am Preis. Und wenn man im Ausland shoppen geht und dort meint richtige Markenware zum normalen Preis kaufen, dann muss der Verkäufer die Echtheit immer per Zertifikat belegen können.

 

Haftungssausschluss

Die juristischen Informationen in diesem Text sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen, sondern spiegeln nur die subjektive Meinung des Autors wieder.

 

 

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.