Passiveinkommen mit Inbound-Marketing

Anzeige – Wie ihr wisst, verdiene ich mein Geld als Trainer, YouTuber und mit der Erstellung von Internetseiten. Es ist also eine Mischung aus „klassischer“ Arbeit, die pro Stunde bezahlt wird und meine Anwesenheit erfordert – und passivem Einkommen. Für die Vermarktung meiner Leistungen bediene ich mich der Instrumente des Inbound-Marketing und verzichte dabei auf die klassische Form der Werbung, da sie sich für mich als ineffizient erwiesen hat. Aus diesem Grund skizziere ich für euch die Unterschiede zwischen den beiden Marketing-Strategien.

 

Klassische Werbemaßnahmen vs. Inbound-Marketing

Als im Jahr 2008 als Trainer angefangen habe, da war mir nicht klar, welche Methode die beste ist, um meine Kurse unters Volk zu bringen. Meine ersten Ideen bezüglich der Vermarktung gingen in die Richtung: Plakate, Flyer und eventuell Anzeigen. Diesbezüglich habe ich dann einiges ausprobiert und muss sagen, dass ich meist auf der Nase gelandet bin.

Ich habe schöne, hochwertige Flyer drucken lassen und sie überall verteilt, wo man sie auf legalem Wege auslegen darf. Nach kurzer Zeit waren sie weg, eine Resonanz gab es nicht. Das war ein sehr teurer Spaß, ohne jegliche Rendite.

Plakate habe ich auch aufgehängt. An Hochschulen, in Supermärkten und Studentenwohnheimen usw. – überall da, wo ich meine Zielgruppe vermutet habe. Auch hier kamen nur sehr wenige Anmeldungen für meine Speed-Reading-Kurse und ich ärgerte mich. Plakate mussten gedruckt und verteilt werden. Leider wurden sie jedoch immer wieder entfernt oder ein paar Tage später überklebt. Dieser ständige Aufwand um sie immer wieder auszuhängen hat mich unheimlich genervt und irgendwann habe ich es einfach sein lassen.

Dann habe ich auch einmal Sanitärwerbung ausprobiert. Damit sind Plakate gemeint, die man oft in den Toiletten von Bars und Restaurants auf dem WC findet. Da die Leute dort gezwungen sind eine gewisse Zeit „sitzend“ 😉 zu verbringen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich die Plakate anzusehen. Auch hier war das Resultat ernüchternd. Ein paar mehr Seitenaufrufe im Web als sonst, aber das war es dann auch schon.

Das Fazit ist immer das gleiche gewesen für einen so unbedeutenden Menschen wie mich. Klassische Werbung funktioniert für mich nicht, denn man hat riesige Streuverluste in der Zielgruppe und sie wird heutzutage oft als aufdringlich empfunden. Sie ist als ob man in eine anonyme Menge an Menschen hineinschreien müsste und man muss den Leuten dann die Vorzüge der eigenen Leistung gegen ihren Willen aufschwatzen.

Klassische Werbung ist ineffizient. Meist muss man viel Geld ausgeben, um die richtigen Interessenten überhaupt zu finden. Zudem ist man immer wieder darauf angewiesen Kampagnen zu wiederholen und aufzufrischen, denn die Werbemittel wirken nur kurzfristig und temporär.

Daher empfehle ich allen, die nicht mit Werbeetats in Millionenhöhe ausgestattet sind den Ansatz des Inbound-Marketing.

 

So funktioniert Inbound-Marketing

Beim Inbound-Marketing geht der, der etwas verkaufen will, nicht auf den Kunden zu.  Stattdessen ist die Idee, den Kunden dem Kunden einen Anreiz zu bieten von selbst auf einen zuzukommen. Ein Beispiel:

Als ich meine Teil-Selbständigkeit startete, da habe ich logischerweise auch eine Webseite aufgesetzt. Sie war gestaltet wie die der meisten Trainer. Es gab eine Beschreibung meiner Leistungen (Speed-Reading / Gedächtnistraining) und dann natürlich eine Kontaktseite, damit mich die Kunden auch ja gleich anrufen können. Der Erfolg war auch hier gleich Null und das zu meinem großen Glück, denn sonst wäre ich wahrscheinlich nie zum Thema „Geld verdienen im Internet“ gekommen.

Ich wühlte mich durch die Internetseite „Selbständig im Netz“ und informierte mich in alle Richtungen über Suchmaschinenoptimierung. Und was habe ich dort gelernt?

Erstelle Content. Erstelle interessante Inhalte, die die Menschen dazu bringt deine Seiten zu besuchen. Schreibe Texte, die den Leuten dabei helfen Probleme zu lösen, die sie unterhalten oder die ihnen irgendeinen Mehrwert bringen. Erstelle kostenlose Ebooks, mache interessante YouTube-Vieos – was auch immer. Wenn es gut ist, dann werden die Leute kommen. Je mehr bei dir landen, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie auf deinen Seiten eine Transaktion tätigen. Sei es einen Kurs buchen oder über einen Affiliate-Link ein Buch kaufen – das ist zumindest das, worauf meine Projekte abzielen.

Im zweiten Schritt musste ich noch dafür sorgen, dass die erstellten Inhalte möglichst gut auffindbar sind. Suchmaschinenoptimierung ist ein sehr umfangreiches Thema und ein ganz wesentlicher Bestandteil des Inbound-Marketing. Denn was bringt es, wenn man sich die Mühe macht und viel Arbeit in hochwertigen Content steckt, wenn es keiner findet. Man sagt, dass Google hochwertige Inhalte von alleine erkennt und nach vorne spült. Für mich ist das eine der größten Lügen des Jahrhunderts.

Ein weiteres wichtiges Instrument ist das Email-Marketing – wobei ich sagen muss, dass ich diesem Kanal keine große Zukunft mehr zubillige. Aber in den letzten 20 Jahren war eines der sichersten Einnahmequellen eines Seitembetreibers der Aufbau eines umfangreichen Mailverteilers. Emails schicken ist schnell und billig. Man erreicht binnen Sekunden unglaublich viele Leser, die sich sogar freiwillig dafür gemeldet haben diese Nachrichten zu erhalten.

Heutzutage liegt der Fokus jedoch mehr auf den sozialen Medien. Auch ich habe das irgendwann gemerkt. Am Anfang waren meine Internetseiten zu 100% auf die Google-Suche als Lieferant für Traffic ausgerichtet. Allerdings habe ich auch gemerkt, welchen Effekt es haben kann, wenn mein Content auf einer Facebook-Seite eines Influencers geteilt wird. Plötzlich rauschen Tausende von Menschen über die eigenen Seiten und die Einnahmen springen in die Höhe. Leider ist der Rausch meist schnell wieder vorbei, aber der Boost den man erhält, kann ganz schnell für eine Vervielfachung der Besucher sorgen. Und wenn es ein Inhalt schafft viral zu gehen, dann klingelt die Kasse wie verrückt. Auf jeden Fall habe ich daraus gelernt, dass es sehr wichtig ist seinen Auftritt in den sozialen Medien zu pflegen und dass es von Vorteil ist, wenn die eigenen Fanbasis wächst. Jedesmal, wenn ich dort einen neuen Artikelt teile, kann ich sicher sein, dass eine Menge an Lesern auf diesem Weg auf meine Seite gelangen werden.

 

Fazit

Aus diesem Grund hat sich meine eigene Strategie komplett darauf verlagert mit den Methoden des Inbound-Marketing zu arbeiten.

Gute Inhalte – das ist der Weg zum Erfolg. Die Erstellung von Content ist manchmal ein etwas aufwändiger Prozess, aber dafür gibt es auch viele Verschiedene Wege diesen zu monetarisieren. Dazu gehören zum Beispiel Affiliate-Programme oder auch Institutionen wie die VG Wort.

Ein weiterer Vorteil von Content-Marketing ist, dass er häufig nur einmalig erstellt werden muss. Wenn der Inhalt zeitlos ist, dann kann man mit einigen Seiten und Projekten über Jahre gute Einnahmen erzielen.

Und ganz wichtig: man zieht Menschen an, die schon vorgefiltert sind und mit einer Grundaffinität für die Inhalte ausgestattet sind. Daher ist das grundsätzliche Kaufinteresse höher als beim Bombardieren einer anonymen Menschenmasse mit unerwünschten Werbebotschaften.

 

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.