Kundengewinnung: Online vs. Klassisch – ein Vergleich

Anzeige – Menschen sind manchmal echt zum Kotzen, vor allem im Geschäftsleben. Sie behaupten ständig, dass sie sich Argumente anhören und dann abwägen was das Beste für sie oder für ihre Firma ist – dann treffen sie eine Entscheidung. Lüge! Menschen sind in Wirklichkeit emotionsgetrieben und unlogisch mit all den Wahrnehmungsfehlern, Vorurteilen und unterbewussten Abwehrmechanismen, die in Wahrheit das Handeln bestimmen. Ein Beispiel:

Ich habe mal versucht mit der Universität in Erlangen in Kontakt zu treten, weil ich ihnen meinen Speed-Reading-Kurs anbieten wollte. Da fragt mich doch glatt mein Gesprächspartner am Telefon: “Was soll denn das bringen?”. Hmmmm… eine Uni mit einer juristischen  und einer germanistischen Fakultät, wo Menschen nichts anderes tun als lesen… hmmm, was soll da Speed-Reading bringen? Ich kommentiere das nicht weiter.

Auf der anderen Seite haben mich schon die Career-Services von vielen anderen Hochschulen angerufen und dringend um einen Termin gebeten, denn meine Kurse sind doch so wichtig für Studenten….

Was ist der Unterschied für dieses komische Verhalten der Leute?

Ganz einfach. Wenn ich die Leute von der Uni anrufe, dann kennen die mich nicht. Ich bin ein Fremder und möchte etwas verkaufen. Das ist immer schlecht. Vielleicht klingt meine Stimme unsympathisch oder auch mein osteuropäischer Nachname. Wer weiß. Aber all diese Faktoren führen dazu, dass die Person auf der anderen Seite der Leitung in eine Abwehrhaltung verfällt und plötzlich keinen logischen Zusammenhang mehr erkennen kann zwischen schnellem Lesen und einem Vorteil für die Studenten eines leseintensiven Studienzweiges.

Im anderen Fall waren es die Vertreter der Hochschulen, die auf mich zugekommen waren. Sie kamen, weil sie meine Internetseiten gefunden hatten und ihr Interesse ist bereits vorhanden. Alles, was ich da tun musste war einen Preis zu nennen und einen Termin auszusprechen und schon hatte ich einen Deal.

Solche Erlebnisse haben im Laufe der Jahre dazu geführt, dass ich selber keinerlei Vertriebsaktivitäten betreibe. Ich setze mittlerweile voll und ganz auf die Gewinnung von Kunden im Internet.

NIEMALS!! wieder werde ich je in meinem Leben noch Leute anrufen und ihnen einen Kurs anbieten – so sehr kotzen mich die Erlebnisse mit der Spezies Mensch am Telefon an.

 

Vorteile der Online-Kundengewinnung

Meine Seiten habe ich durch SEO-Maßnahmen so optimiert, dass ich mit dem Keyword “Speed-Reading Nürnberg” gut gefunden werde.

Speed-Reading-Nürnberg-Trefferliste

Dafür habe ich entsprechend lange an meinem Content gefeilt. Das musste ich genau 1-mal tun! Seit 2009 führe ich die Liste in der Google-Suche zu dem Suchbegriff an. Zumindest den nicht mit Werbegeld erkauften ersten Platz. So bekomme ich immer wieder Anrufe mit Interessenten für einen Kurs. Genau so mag ich das. Ich spare mir haufenweise Zeit für Messen, Networking-Events und lästige Telefonanrufe.

Auch eine gute Bekannte von mir ist diesen Weg gegangen. Sie hat sich ein gigantisches Deutschlern-Portal aufgebaut, nur weil sie auf Youtube und Facebook kostenlose Übungen anbietet. Sie musste auch niemanden anrufen oder Plakate oder sonstiges aufhängen. Die Kunden kommen von ganz alleine zu ihr, weil sie ihre Produkte haben wollen. Die Investments für diesen Erfolg liegen nahezu bei Null. Eine Facebook-Seite kostet nichts, ein YouTube-Kanal ist auch umsonst und eine Webseite gibt es schon für ein paar Euro pro Jahr.

Klassisches Marketing ist also nichts mehr für mich.

 

Fazit

Die Online-Kundengewinnung ist ein hervorragendes Instrument, mit dem man bei relativ geringen Ausgaben viel erreichen kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Maßnahmen meist von langer Dauer sind. Ein einmal erstellter Content mit einer guten Platzierung in der Trefferliste der Suchmaschine führt zu einer großen Zahl von interessierten Besuchern, deren Kaufwahrscheinlichkeit grundlegend höher ist als das von einer anonymen Menschenmasse.

Author: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.