Fallstudien: „Geld im Internet“

Fallstudie #1 – Was sind gute Inhalte im Internet

Warum gehen Sie ins Internet? Warum gehen Menschen allgemein ins Internet?

Die Leute vertreiben sich die Zeit und suchen unterhaltsame Inhalte. Sie schauen Youtube-Videos, Klatsch-und-Tratsch-Seiten, lesen die Tweets von Promis, sie wollen lachen… Sie suchen UNTERHALTUNG.

Schüler, Studenten oder Erwachsene suchen nach Informationen für ihre BILDUNG

Man möchte sich über das Weltgeschehen Informieren, geht zum Spiegel-Online, Zeit-Online oder Bild-Online…. Möglich sind auch Online-Fachzeitschriften. Die Menschen suchen AKTUELLE NACHRICHTEN.

Manch einer hat ein Problem mit seiner Mikrowelle oder seinem Fön. Im Web suchen Sie nach einer LÖSUNG FÜR PROBLEME.

Ich möchte mir einen guten Grill kaufen und dazu noch eine Hautcreme ohne Parfüm. Zudem will ich nach Mallorca reisen im Sommer. Dann sucht man nach INFORMATIONEN ÜBER PRODUKTE ODER DIENSTLEISTUNGEN.

Mache Wollen EINKAUFEN, andere suchen nach einer GEMEINSCHAFT

Halten wir die wichtigsten Gründe fest:

  • Unterhaltung / Entertainment
  • Bildung
  • Aktuelle Nachrichten
  • Lösungen für Probleme
  • Einkaufen
  • Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen
  • Gemeinschaft / soziale Kontakte / Flirten / Austausch / Partnersuche

Strategische Entscheidungen:

  • Welches dieser Bedürfnisse oben könnten Sie sinnvoll bedienen?
  • Welchen Lebenszyklus haben die Inhalte aus dem jeweiligen Bereich? (Egal, ob Video / Bild oder Text.)
Lebenszyklus Content
Lebenszyklus Content

Jeder Inhalt unterliegt einem bestimmten Lebenszyklus. Aktuelle Nachrichten können oft für kurze Zeit Menschen mobilisieren. Allerdings verfällt die Wichtigkeit der Inhalte sehr schnell. Für stabile Besucherzahlen muss man permanent nachlegen.

Informationen aus dem Bildungsbereich locken vielleicht nicht ganz so viele Besucher an, dafür bleiben die Zahlen mit höherer Wahrscheinlichkeit stabil.

 

Fallstudie #2 – Welche Inhalte kann man im Internet sinnvoll anbieten

Im Internet kann man nicht nur dann Geld verdienen, wenn man die Fähigkeit besitz gute Texte zu schreiben. Auch mit Bildern und Fotos kann man Geld machen. Man muss nur die richtigen Kanäle kennen. Hier ein Überblick über mögliche Verdienstquellen:

 

Webseiten mit Text:

Klare Sache, als erstes drängt sich natürlich die klassische Webseite auf. Die Inhalte werden in Textform dargeboten. Sie befinden sich hier auf http://memory-palace.de. Das ist ein Beispiel für textorientierte Seiten.

 

Stockfotografie:

Es gibt Leute, die verdienen viel Geld damit, dass sie ihre Fotos einem Anbieter überlassen, der diese über das Internet vermarktet. Hier zum Beispiel der Blog über Fotografie. Der Betreiber verdient mehrere Hundert Euro pro Monat über sogenannte Stockfotografie.

Agenturen für Stockfotografie horten Bilder von Fotografen und verkaufen sie an Menschen, die sie gerne in ihren Werbemitteln oder auf Internetseiten benutzen möchten. Die Provision wird zwischen dem Anbieter und dem Fotograf geteilt. Ein bekannter Anbieter ist zum Beispiel Shutterstock: www.shutterstock.com/de/

 

Fotos als Traffic-Quelle:

Nicht nur Texte ziehen Besucher an. Auch die Bildersuche von Google ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem sich Leser auf eine Seite ziehen lassen. Infografiken und Statistiken sind für viele Menschen von Interesse.

Arbeitslosenquote Deutschland vs. USA 1980-2014
Arbeitslosenquote Deutschland vs. USA 1980-2014 (Kopieren und Verbreiten erlaubt – gegen Backlink)

Beispiel: Arbeitslosenquoten im Vergleich – In diesem Artikel vergleiche ich die Arbeitslosenquten der USA mit der von Deutschland.

So kann man Seiten mit sehr geringem Textanteil erstellen und trotzdem viele Besucher anziehen.

 

Fotos als Bildergalerien auf Youtube:

Mit Fotos lässt sich noch anderweitig Geld verdienen. Ich habe aus meinen Urlaubsfotos auf den Malediven eine Bildergalerie gemacht und sie bei Youtube als Video hochgeladen. Es sind zwar keine Millionenbeträge, aber auch hier generiere ich einen stabilen Geldfluss durch die Werbung:

Es gibt natürlich viele, schöne Orte auf der Welt, von denen man Fotos und Urlaubsvideos posten könnte. Zum Beispiel sind Videos mit den alten Autos auf Kuba sehr gerne gesehen bei Autofreunden. Diese würden sich hierfür hervorragend eignen.

 

Youtube-Videos:

Es besteht auch die Möglichkeit völlig auf Seiten mit Text zu verzichten und stattdessen nur auf Videos zu setzen. Videos auf YouTube werden ebenfalls gut bezahlt und lassen sich heutzutage mit einer einfachen Smartphone-Kamera erstellen. Selbst Menschen, die die Öffentlichkeit scheuen, können hier problemlos mitmischen. Man muss sich nicht in den Videos selber zeigen.

Sehen Sie hier ein 30-Sekunden Beispielvideo, mit Aufrufzahlen im 4-stelligen Bereich (Stand 07/2016). Es ist mit einfachsten Mitteln produziert:

Eine andere Möglichkeit sind Videos, die auf Präsentationen basieren. Auch dort muss man nicht in Erscheinung treten, und kann dennoch gute Aufrufzahlen erzielen:

 

Webshops:

Wer gute Produkte hat, der muss ebenfalls nicht viel schreiben. Mit einem guten Webshop, der ein Alleinstellungsmerkmal besitzt, lässt sich auch gut verdienen. Siehe GOG, wo man die alten PC-Spiele aus seiner Jugend runterladen kann:

https://www.gog.com/

Möglich ist auch seine Waren bei Amazon und Ebay direkt zu verkaufen. Dann braucht man gar keinen Webshop.

Allerdings ist das Thema Webshop nicht Teil des Seminars.

 

Fazit:

Gute Inhalte gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Für jede Art von Content gibt es passende Möglichkeiten, um ihn zu vermarkten und damit Geld zu verdienen.

Je nach dem, für welche Art von Inhalt man sich entscheidet, muss man sich überlegen, welchen Wert man den Lesern / Nutzern bieten kann.

 

Fallstudie #3 – Nischenstrategie vs. Mixstrategie

Eine der wichtigsten, strategischen Entscheidungen, die es zu fällen gilt, ist das grundlegende Thema des Webprojektes. Hier streiten sich die Geister des Internet, welche Methode besser ist.

Verfolgt man die Empfehlungen der „Geld im Web“-Szene, dann heißt es meist, dass Nischenstrategien das Non-Plus-Ultra sind. Der Bauplan lautet: suche Dir eine Nische / Produkt, um welches herum noch nicht so viel Konkurrenz vorhanden ist. Dann schlachtest Du diese Nische aus.

Eine Beispielseite: http://www.baustellenradio.info/

Vorteile der Nischenstrategie:

  • Eine gute Nische mit wenig Konkurrenz kann sich zu einem stabilen Goldesel entwickeln. Eine gut optimierte Seite leitet fast alle Anfragen der Suchmaschinen auf die eigene Seite weiter.
  • Ist die Seite einmal vorne, dann sammelt sie die meisten Backlinks ein, denn was vorne ist, das wird verlinkt.
  • Die Themenfindung ist klar und deutlich vorgegeben. Man muss nur die relevanten Nachrichten aus der Branche sammeln und sie zu eigenen Inhalten verarbeiten.

Nachteile der Nischenstrategie:

  • Die Eintrittsbarriere für Konkurrenzseiten ist im Internet quasi nicht vorhanden.
  • Es gibt um fast jedes Produkt aus dem Amazon-Katalog herum eine Nischenseite. Ebenso werden die anderen Affiliate-Anbieter schnell abgegrast.
  • Man beschränkt sich meist auf eine Nische und kann themenfremde Ideen nur schlecht unterbringen.

Der Gegenpol zur Nischenstrategie ist die Mixstrategie – die strikte Orientierung an den Suchmaschinen. In diesem Fall gibt es zwischen den Beiträgen nicht zwingenderweise einen thematischen Zusammenhang. Es geht einfach nur darum Beiträge zu erstellen, von denen man meint, dass sie irgendjemandem einen Nutzen bieten und dass dieser über die Suchmaschinen dort hin geführt wird.

Beispielseite für die Mixstrategie: http://tipps-tricks-kniffe.de

Dort reiht sich ein Tipp an den anderen, die Themen sind meist völlig unterschiedlich.

Obwohl meine Seite einen thematischen Schwerpunkt hat, mische ich doch auch immer Blogartikel mit rein, weil ich der Überzeugung bin, dass sie Traffic und damit Einnahmen erzeugen werden. Einer der ersten „großen Treffer“, die ich gelandet habe, war ein Artikel über ein Problem an meinem Fernseher: Sender manuell sortieren beim Samsung-Fernseher

Ich persönlich bevorzuge die Mixstrategie aus folgenden Gründen:

  • Da ich keine Stammleser habe, kann ich Artikel posten, worüber ich will und bin nicht gebunden an ein Thema.
  • Die Themensuche gestaltet sich vielseitiger und man kann viel flexibler sein bei der Auswahl der Inhalte.

Je nach dem, für welche Strategie man sich entscheidet, wirkt sich das auf die Methode der Themenfindung aus. Eine Nische macht klare Vorgaben, schränkt aber die Möglichkeiten ein. Ein Mix macht einen flexibler, aber Stammleser und Fans gewinnt man eher keine damit.

 

Fallstudie #4 – Wie beschafft man sich gute Inhalte

Egal, ob Sie sich für eine Nische oder für eine Mix-Strategie entscheiden – Basis des Internetgeschäfts sind Inhalte, die beim Publikum auf Interesse stoßen. Hier finden Sie ein paar Methoden, mit denen Sie Ansatzpunkte für gute Inhalte erhalten.

 

Ihr Hobby – Ihre Interessen – Ihre Expertise:

Sie haben ein Hobby, Sie kennen sich mit etwas sehr gut aus? Perfekt!

Erstellen Sie Inhalte, geben Sie ihr Wissen weiter und es wird fast immer jemand kommen, den es auch interessiert. Beispiel für eine Hobby-Seite: http://www.bonsai-als-hobby.de/

Ob Sie die Nummer 1 in der Branche werden, das ist ein anderes Thema. Aber Hobbies sind etwas, das viele andere Leute auch teilen, und das meist über die ganze Welt verteilt.

 

Welche Aspekte interessieren die Leute an einem Thema:

Wer sich für ein Thema entschieden hat, über das er einen Beitrag erstellen möchte, der kann vorab schon Informationen darüber einholen, wofür sich die Leute am meisten interessieren. Google & YouTube bieten mit den Suchvorschlägen einige Hinweise dazu, wonach die meisten Leser suchen:

Intreressen einer Nische finden
Intreressen einer Nische finden

Auch ein Blick in die Bildersuche lohnt sich. Dort kommen noch zusätzliche Aspekte hinzu:

Intreressen einer Nische finden in der Bildersuche
Intreressen einer Nische finden in der Bildersuche

Auch YouTube bietet eine Vorschau der Suchergebnisse, genauso Bing und auch die anderen Suchmaschinen. Nutzen Sie diese Informationen als Anhaltspunkt: das ist es, wonach die Leute gesucht haben. Geben Sie ihnen, was sie wirklich möchten und nicht das, von dem Sie meinen, dass sie es wollen sollten.

 

Die Nische mit frischen Nachrichten füttern – Google News:

Wenn Sie ein Nischenprojekt betreiben, dann kann man auch davon ausgehen, dass die Interessenten über dieses Thema informiert werden möchten. Aktuelle Nachrichten zur Nische lassen sich sammeln, erklären, verdeutlichen und verbessern. Man kann sie auch in Videos, Bilder, Statistiken und Infografiken verarbeiten.

Nische: Google News zusammenfassen
Nische: Google News zusammenfassen

So erhalten Sie permanenten Nachschub an möglichen Themen.

 

Die gute, alte Bibliothek:

Wer sich eher für akademische Themen interessiert und darüber Inhalte erstellen will, der wird in der Bibliothek eine wahre Goldgrube vorfinden.

Das Niveau vieler Seiten und Videos ist sehr niedrig und die Infos nur sehr oberflächlich. Das liegt daran, dass viele Projekte auf Basis von Internetrecherchen erstellt werden. Dabei werden falsche Informationen von einer Seite zur nächsten weitergereicht. Ich habe das gemerkt, als ich zur Geschichte der Mikroskopie und der Optik recherchiert habe. Es kursieren massenhaft Falschinformationen in dem Bereich.

Wichtig ist: gut recherchierte, akademische oder schulische Inhalte haben einen kleineren Interessentenkreis, liefern aber stabile Besucherzahlen. Sie sind meist nicht so umkämpft, wie die Massenthemen: Finanzen, Gesundheit, Autos etc. Hier kann man sich einen guten Grundstein für Traffic legen. Sie eignen sich zum Beispiel sehr gut, für die Themen, über die immer wieder Hausarbeiten geschrieben werden. Dann kommen viele Schüler zum Abschreiben vorbei 🙂

 

Mach es besser als die anderen – Qualität lohnt sich:

Die meisten Themen sind im Web schon durchgeackert. Eine Nische zu finden, von der noch niemand gehört hat, das ist so gut wie unmöglich. Dennoch besteht die Chance sich gegen andere durchzusetzen. Qualität ist das Stichwort. Sehen Sie sich einfach an, was die anderen Seiten oder Videos zu Ihrem Thema zu sagen haben. Recherchieren und sammeln Sie aus allen Beiträgen die wichtigsten und besten Inhalte, und stellen Sie sie neu zusammen.

Fallbeispiel: Das Thema „Geld verdienen“ und „Reich werden“ ist im Internet heiß umkämpft. Es gibt schon tausende von Videos und die Konkurrenz ist riesig. Dennoch konnte ich hier eins meiner besten Videos platzieren. Warum? Weil die meisten Videos in dem Bereich nach dem gleichen Muster ablaufen: Ein Mensch, der offensichtlich völlig unterbelichtet und ein totaler Proll ist, erzählt den Leuten, wie sie reich werden können: durch die Änderung ihrer Einstellung oder durch irgendein Super-Produkt, das man bei ihm kaufen kann usw. Totaler Unsinn.

Dieses Niveau ist wirklich leicht zu überbieten und so habe ich es mit einer soliden, ernsthaften Statistik darüber probiert, wie Selfmade-Millionäre reich geworden sind. Und siehe da, das Video läuft wie wahnsinnig und die Quote von Aufrufen und „Daumen nach oben“ spricht eine deutliche Sprache.

Überbieten Sie die anderen. Überbieten Sie sie mit der Menge an relevanten Informationen und mit weiterem Service:

  • Fassen Sie die besten Informationen zusammen
  • Erstellen Sie Erklär- und Anleitungs-Videos zum Beitrag
  • Fügen Sie gute und relevante Bilder ein
  • Erstellen Sie Statistiken und Diagramme
  • Erstellen Sie Datenbanken und Datensammlungen
  • Erstellen Sie Infografiken
  • Setzen Sie externe Links zu guten Quellen
  • Bieten Sie Ebooks, PDFs, fertige Präsentationen etc. an

An jeder Seite, an jedem Video gibt es etwas, das man noch verbessern kann. Schaffen Sie Mehrwert.

 

Die Marktlücke entdecken

Die Ideen für meine erfolgreichsten Artikel habe ich dadurch gewonnen, dass ich ein Problem hatte, bei dem ich nicht weiter kam. Auch die Recherche im Internet hat keine guten Lösungen geboten,  bzw. ich musste die Informationen von zig Seiten zusammentragen.

Immer, wenn das passiert, dann hat man gerade eine Marktlücke entdeckt, die nur darauf wartet bedient zu werden. Für solche Konstellationen schreibe ich normalerweise sofort einen Artikel und erstelle ein YouTube-Video dazu. Wichtig ist, dass man das Problem möglichst so beschreibt, wie ein User danach in Google / YouTube suchen würde. Dann das Wort „Lösung“ oder „Anleitung“ dazu in den Titel und schon rollt der Rubel. Beispiele:

„Anleitung: Samsung Serie 7 TV – Wlan einschalten“

„Lösung: Amazon Ebook-Reader – Update zeigt Fehlermeldung“

Mit solchen Suchphrasen sollte man die Konkurrenzsituaion prüfen. Findet man keine guten Lösungen, dann lohnt sich die Arbeit. Solche Artikel setzen sich binnen weniger Wochen im Ranking ganz nach oben – selbst wenn man keinerlei Suchmaschinenoptimierung betreibt.

 

Blogverzeichinsse

Die Seite http://bloggerei.de ist ein Verzeichnis, in dem man seinen Blog eintragen kann. Man installiert den Tracking-Code und schon ist man für das Ranking registriert. Hier ist die Top-100-Liste von den bei der Bloggerei registrierten Seiten:

https://www.bloggerei.de/topliste.php

Auch hier habe ich schon interessante Erkenntnisse darüber gewonnne, wofür sich Menschen im Web interessieren. Manche von den Seiten liefern gute Ideen für eigene Artikel.

 

Aufrufzahlen von YouTube-Videos

Eine ganz einfache Möglichkeit für Video-Ideen bietet YouTube. Für die meisten Videos sind die Aufrufzahlen öffentlich zugänglich. Anhand dieser kann man das Potenzial eines Themas erkennen. Auch hier habe ich schon mehrmals Videos gesehen, bei denen es ein leichtes war, sie zu übertreffen.

 

Die Arschloch-Methode

Tut mir Leid, diese Methode erkläre ich nur in den Live-Seminaren. Ich kann nur so viel verraten: mit dieser Methode haben Sie eine Garantie dafür, dass der Beitrag auf Interesse stoßen wird.

 

Fallstudie #5 – Ist Qualität im Web das Gleiche wie im realen Leben?

Wenn uns jemand zwei verschiedene Inhalte präsentiert, dann fällt die Entscheidung normalerweise relativ leicht, welcher davon qualitativ hochwertiger ist:

Beispiel 1:
„Deutschland ist ein Land, in dem es nur Fettsäcke gibt, die in Lederhosen rumlaufen und den ganzen Tag Bier aus riesigen Krügen trinken. Dann steigen sie in ihren Mercedes, um mit 250 km/h auf der Autobahn zu fahren, weil es dort kein Tempolimit gibt.“

Beispiel 2:
„Deutschland ist ein Land mit ca. 81 Millionen Einwohnern. Es ist eine föderale Republik, die aus 16 Bundesländern besteht. Die Hauptstadt ist Berlin.“

Der Normalbürger würde jetzt sagen, dass Beispiel 2 ganz klar von deutlich höherem Wert für die Allgemeinheit ist. Für die Suchalgorithmen von Google oder von YouTube ist dieser Unterschied jedoch keineswegs ersichtlich. Suchalgorithmen sind darauf angewiesen die Qualität von Inhalten anhand von anderen Kriterien zu beurteilen. Man spricht von „Nutzersignalen“. Daneben gibt es noch eine Reihe technischer Kriterien. Sie entscheiden darüber, ob ein Beitrag als „guter“ oder als „schlechter“ Content gewertet wird. Je nachdem, wie gut der Beitrag abschneidet, so wird er in der Rangliste platziert.

Warum ist ein gutes Abschneiden im Ranking so wichtig? Weil…

Die ersten 5 Plätze in der Suche bei Google, erhalten ca. 75% des Traffic

Die ersten 10 Plätze in der Suche bei Google, erhalten ca. 92% des Traffic

Aufteilung Traffic Google Suche
Aufteilung Traffic Google Suche

Wer es nicht in die Top 10 einer Suchmaschine schafft, der wird über diesen Weg nur eine kleine Anzahl an Besuchern erhalten. Daher muss man bei der Erstellung von Content auf eine Optimierung hinsichtlich der zukünftigen Nutzersignale hinarbeiten. Zudem muss man die technischen Kriterien grundsätzlich erfüllen.

 

So beurteilen Suchmaschinen Qualität und Relevanz

Signale aus den sozialen Medien:

Wenn man seine Beiträge in den sozialen Medien postet und daraufhin zahlreiche Besucher über diese Quelle erhält, dann ist das ein Zeichen dafür, dass dieser Beitrag den Menschen gefällt. Somit ist das ein Signal, welches für Qualität spricht. Wer zu seinem Projekt keine Facebookseite oder einen Twitteraccount unterhält, der beraubt sich somit einer guten Möglichkeit, um sein Ranking zu verbessern. Bzw. der muss darauf warten, dass andere User eine Seite / ein Video aufrufen und dann in ihrem Netzwerk teilen.

 

Schlüsselwörter im Titel und Text:

Die Suchmaschine muss wissen, worum es in dem Text geht. Wichtige Schlüsselwörter dürfen im Titel und im Text nicht fehlen.

Negativbeispiel: „Die Menge der Weggesperrten Menschen in den USA wird immer mehr“

Positivbeispiel:Anzahl der Gefangenen in den USA – stark angestiegen“

Das zweite Beispiel ist deswegen besser, weil bei der Recherche normalerweise bestimmte Schlüsselwörter verwendet werden, um an ein sinnvolles Ergebnis zu kommen. Ungefähr so:

„Anzahl Gefangene USA“
„Anzahl Häftlinge USA“

Hier der Unterschied, den man in der Suche bei Verwendung der Suchbegriffe aus den unterschiedlichen Titeln erhält:

Die „Menge weggesperrter Menschen USA“ liefert nur Unsinn.

menge weggesperrter menschen usa
menge weggesperrter menschen usa

 

Die Suche nach „Anzahl HäftlingeUSA“ liefert ein sinnvolles Ergebnis:

Anzahl Häftlinge USA
Anzahl Häftlinge USA

Demenstsprechend wichtig ist die Auswahl des richtigen Titels und die Verwendung von Schlüsselwörtern. Ohne sie, weiß die Suchmaschine nichts über den Inhalt. Da kann der Text noch so gut sein.

Fallbeispiel: Wer mit einem Artikel ein Problem genau und treffend umschreibt, der kann sich im Ranking auf eine gute Platzierung freuen, wenn dieses Thema nicht schon durch 100 andere bearbeitet wurde. Ich habe es schon erwähnt, mein erster „Hit“ war dieser Artikel: „Sender manuell einstellen – Samsung Series 6 TV“. Er konnte sich ohne gute Backlinks und ohne jegliche Unterstützung durch soziale Medien in der Suche durchsetzen und jahrenlang guten Traffic liefern.

 

Verweildauer der User auf der Seite pro Anzahl der Wörter

Nehmen wir an, Sie recherchieren gerade über ein historisches Thema und besuchen über die Google-Suche zwei verschiedene Seiten mit dem Titel „Die Pest im Mittelalter“.

Der erste Artikel hat ungefähr 1.000 Wörter. Nach 5 Sekunden merken Sie, dass der Autor nur Unsinn erzählt. Sie verlassen die Seite nach 20 Sekunden.

Der zweite Artikel hat nur ca. 800 Wörter, aber er fesselt Sie so sehr, dass sie ca. 10 Minuten dort verbringen, weil sie einfach nicht genug kriegen.

Dann weiß die Suchmaschine, dass der zweite Text offenbar besser sein muss. Die Besucher verbringen mehr Zeit dort, obwohl der aus weniger Wörtern besteht. Trotz der Kürze, muss der Informationsgehalt offenbar viel besser sein. Damit wandert Text Nr. 2 in der Suche rauf und Text Nr. 1 rutscht beim nächsten Update nach unten.

 

Die Anzahl und die Qualität der Backlinks

Das wohl wichtigste Kriterium, nach dem Suchalgorithmen arbeiten, ist die Anzahl und die Qualität der Backlinks auf einen Beitrag.

Je mehr Links auf eine Seite oder ein Video eingehen, umso besser muss wohl die Qualität sein. Aus diesem Grund haben Spammer recht bald damit angefangen sich Links selber zu setzen und damit die Suchergebnisse zu manipulieren.

Daraufhin bekam die Qualität der Backlinks die größere Bedeutung. Qualität heißt so viel wie: Sie erhalten einen Link von Spiegel-Online, der FAZ Online und vom Bundesministerium für Bildung. Diese Seiten genießen ein so großes Vertrauen bei den Suchmaschinen, dass ein Link sehr deutlich dafür spricht, dass Ihr Content von absolut bester Qualität sein muss. 1.000 Links von anderen Bloggern könnten das nicht ausgleichen.

 

Ladezeiten und Technik

Sehr wichtig ist, dass die Programmierung einer Webseite möglichst Fehlerfrei sein muss. Zudem spielt es eine Rolle, ob die Ladezeit schnell oder langsam ist. Man kann den Usern, vor allem mit Mobilgeräten, nicht zumuten, dass eine Seite ewig braucht, um geladen zu werden. Das kann zum Beispiel passieren, wenn man Bilder von 5 MB nicht komprimiert oder verkleinert. Diese müssen dann geladen werden und das dauert.

Auf weitere technische Aspekte will ich hier nicht tiefer eingehen. Es gibt ein Tool von Google selbst, mit dem man testen kann, ob eine Webseite hinsichtlich der Ladezeiten und Benutzerfreundlichkeit gut optimiert ist:

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

 

Mobile Version sollte vorhanden sein

Heutzutage ist es auch wichtig, dass eine Seite responsiv ist. Das bedeutet, dass sie auf dem Smartphone angesehen werden kann, ohne dass der Besucher ständig vergrößern und verkleinern muss. Bei vielen alten Webseiten, die nicht aktualisiert werden, ist das der Fall und macht die Bedienung sehr umständlich. Dieses Kriterium wird immer wichtiger, je höher der Anteil der mobilen Nutzer im Web wird. Und der Trend geht da hin,  dass viele nicht mehr den Computer anschalten, wenn sie ins web möchten, sondern das Tablet oder das Smartphone verwenden.

 

Fallstudie #6 – Wo präsentiere ich meine Inhalte am sinnvollsten

Es gibt viele Möglichkeiten, um Content zu präsentieren, egal ob Text oder Bild. Ich bespreche überwiegend die kostenlosen Optionen.

 

Klassische Webseite

Die klassische Webseite ist eine der wenigen Möglichkeiten, die nicht kostenlos ist. Der finanzielle Aufwand hält sich jedoch absolut im Rahmen. Für ca. 10-20 EUR pro Jahr kann man heutzutage eine Seite aufbauen, die einen individuellen Domainnamen besitzt. Beispiele:

www.billige-autos.net

www.der-blog-vom-franz.eu

www.steuerberater-rosenthal.net

Die meisten Anbieter bieten einen Baukasten an, mit dem man selbst seine Seite gestalten kann.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit WordPress auf den Server zu laden und damit seine Seiten zu erstellen. WordPress ist eigentlich eine Blogging-Software, aber man kann damit auch sehr schöne Webseiten ohne Blogfunktion gestalten. Das Gute ist: Sie müssen eigentlich nur die Texte schreiben. Alles andere, wie Layout und Design, mobile Optimierung usw., all das erledigt WordPress für Sie.

Zudem können Sie viele Zusatzbausteine als kostenlose Plugins herunterladen, mit denen Sie die Grundfunktionen erweitern. Es gibt zum Beispiel Plugins, mit denen kann man einen Online-Shop integrieren, Landkarten einfügen, Bildergalerien erstellen … Es gibt nichts, was es nicht gibt. Sie müssen nur im Web nach einer gewünschten Funktion suchen, und schon kommen viele Vorschläge für Plugins, mit denen Sie das Ziel erreichen können.

Webshop erstellen WordPress
Webshop erstellen WordPress

 

Man installiert so ein Plugin einfach im Adminpanel und fertig.

Ich habe schon oft Leute gesehen, die 500-1.000 EUR für einen Webdesigner ausgegeben haben. Das Ergebnis war mehr als dürftig und man hätte es selber schöner und billiger lösen können. Wenn Sie nicht gerade komplexe Anforderungen an Ihre Seite haben, wie zum Beispiel: Online-Ticketverkauf, Animationen, Kundendatenbanken usw., dann empfehle ich sehr einen Baukasten oder WordPress zu verwenden. Sparen Sie sich das Geld für den Webdesigner.

Wie man WordPress installiert und benutzt, das bespreche ich hier nicht. Dafür gibt es tausende von Anleitungen als Text und Video. Hier ein Beispiel:

Ganz egal, welches Problem Sie mit WordPress haben werden. Die Stichworte einfach in Google eingeben und schon kommen 100 Seiten, die Ihnen eine Lösung aufzeigen werden.

Wichtig ist zu wissen, dass damit JEDER arbeiten kann und JEDER kann tolle Seiten erstellen, die absolut professionell aussehen.

 

Facebook-Seiten

Ich kenne mittlerweile viele Firmen und Selbständige, die auf eine klassische Webseite pfeifen und nur noch eine Facebook-Seite unterhalten. Solche Webauftritte sind kostenlos und man kann sich theoretisch viele, verschiedene davon anlegen, um Dinge auszuprobieren. Da solche Seiten öffentlich zugänglich sind, werden die Inhalte auch von den Suchmaschinen gefunden. Allerdings habe ich noch nie so wirklich erlebt, dass eine Facebook-Seite in der Google-Suche bei wichtigen Suchbegriffen vorne aufgetaucht ist. Auf Suchmaschinentraffic wird man mit dieser Strategie weitestgehend verzichten müssen, wenn man keine Webseite als Ergänzung betreibt.

Allerdings gibt es auch erfolgreiche Facebooker, die auf den Traffic aus den Suchmaschinen komplett verzichten und nur bei Facebook (und evtl. noch YouTube) aktiv sind. Auch damit kann man sehr erfolgreich sein und innerhalb der abgeschlossenen Welt von Facebook eine große Anhängerschaft aufbauen.

Einer davon ist ist zum Beispiel „Deutsch lernen mit Marija“:

https://de-de.facebook.com/sprachenmitmarija/

Deutsch lernen mit Marija
Deutsch lernen mit Marija

 

Wie man damit ein rentables Geschäftsmodell aufbaut, das erkläre ich in den Fallstudien zur Monetarisierung von Webprojekten.

Das Gute an Facebook-Seiten ist, dass man Daten in unbegrenzter Menge und Größe hochladen kann. Daher eignet sich dieses Format auch als Verbreitungsquelle für datenintensive Videos und Bilder.

 

YouTube-Kanal

Für Freunde des bewegten Bildes ist YouTube die optimale Möglichkeit, um seine Inhalte zu präsentieren. YouTube ist Teil des Google-Konzerns Alphabet und ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Viele sind sich dessen gar nicht bewusst.

Es ist ein weltweit bekanntes Portal und bietet damit die Möglichkeit auch in anderen Ländern Aufrufe und Abonnenten zu generieren. Das ist dann von Bedeutung, wenn man sich mit seinen Inhalten nicht auf den deutschsprachigen Markt beschränken will.

Auch dieser Kanal ist kostenlos, was angesichts der Datenmengen von Videos mehr als sensationell ist. Kaum irgendwo sonst kann man theoretisch ganze Terabytes an Daten hochladen, ohne einen Cent dafür bezahlen zu müssen.

YouTube Kanal von Peter Kovacs
YouTube Kanal von Peter Kovacs

 

Bei YouTube werden vor den eigentlichen Clips oft Werbeblöcke gezeigt. Zudem gibt es Einblendungen zum Anklicken. Mit diesen Werbemitteln verdient YouTube Geld. Und genau an diesen Werbemitteln können Sie auch verdienen. Dazu später mehr…

 

Facebook-Seiten + Youtube-Kanal

Wer viel mit Bildern und Videos arbeitet, der sollte von Anfang an in Erwägung ziehen sowohl auf YouTube, als auch auf Facebook seine Inhalte zu platzieren. Beide Anbieter sind kostenlos und ermöglichen zwei unabhängige Wege, um mit dem gleichen Content Anhänger zu gewinnen. Man lädt einfach das dasselbe Video in beide Portale hoch – fertig.

Zwischen Facebook und Google gibt es einen erbitterten Konkurrenzkampf um den Videomarkt. Facebook unterdrückt Inhalte aus YouTube. Diesen Fehler habe ich früher gemacht. Ich habe meine YouTube-Videos einfach nur als Link auf meinen privaten und geschäftlichen Facebook-Seiten geteilt. Es kamen aber kaum Besucher und kaum Likes. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, liegt das daran, dass solche Inhalte nur möglichst wenigen Freunden und Fans angezeigt wurden, weil sie eben von der Konkurrenz stammen. Facebook sieht es nicht gerne, wenn seine User auf YouTube geleitet werden.

Lädt man jedoch die Videos direkt bei Facebook hoch, dann kann es passieren, dass dieses Video auch Nutzern angezeigt wird, die keine Verbindung zu mir unterhalten. Außerdem geht das Teilen in Facebook so leicht von der Hand, so dass sich Inhalte deutlich schneller verbreiten.

Auf Facebook erhält man zwar kein Geld, wenn die Videos oft aufgerufen werden. Dafür erhält man aber Fans und Likes, die sich auf anderem Weg bezahlt machen können. Dazu später mehr, beim Kapitel „Monetarisierung von Webprojekten“.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Facebook damit anfängt auf Leute zuzugehen, deren Inhalte hohe Aufrufzahlen erzeugen. Vermutlich wird ihnen bald angeboten Geld mit Werbeeinblendungen zu verdienen. Noch (Stand Juli 2016) ist es aber nicht so weit.

 

Pinterest & Instagram

Diese beiden kostenlosen Plattformen dienen dazu Bilder und Videos mit anderen zu teilen. Hier kann man zwar kein Geld verdienen, aber man kann Fans gewinnen, die man dann auf Kanäle umleitet, wo das Geld verdient wird. Daher sollte man auch sie nicht ungenutzt lassen.

Das Schema von Pinterest funktioniert so: man schreibt einen Artikel darüber, wie man einen wunderschönen Kuchen für einen Kindergeburtstag  zaubern kann, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Dieser Kuchen wird fotografiert und das Bild auf Pinterest hochgeladen. Dort wird es einer Rubrik zugeteilt, z.B. „Ernährung“. Die Pinterest-User schauen sich die Bilder an, und wenn jemandem der Kuchen gefällt, dann klicken sie es in der Großansicht an. Unter dem Foto befindet sich ein Link zur Webseite, auf der das Foto gepostet wurde. So können sich die interessierte Nutzer durchlesen kann, wie man so einen Kuchen bäckt.

Auf Pinterest dienen also die Bilder als Lockmittel, um Besucher auf eine Webseite zu führen. Die Erfolgsformel ist einfach: Je besser und interessanter die Bilder, desto mehr Traffic wird sich dadurch ergeben.

 

Kostenlose Webseiten und Blogs

Hier noch eine kleine Liste von Anbietern, wo man sich kostenlose Webseiten erstellen kann. Solche Seiten funktionieren meist nach dem Prinzip, dass man einen Teil des Domainnamens frei wählen kann. Allerdings enthält der Rest den Namen des Anbieters. Beispiel:

www.frische-kartoffeln.wordpress.com
www.frische-kartoffeln.yola.com
usw.

Rein suchmaschinentechnisch spricht nichts dagegen seine Inhalte hier unters Volk zu bringen. Es kommt lediglich auf die „Qualität“ der Inhalte an, um sich in der Suche durchzusetzen. Solche Seiten haben lediglich den Nachteil, dass manche Webnutzer sie als unprofessionell ansehen könnten. Wer sich als Managementtrainer im absoluten Premiumbereich im Web einen Namen machen möchte, der sollte dann doch eher auf eine Webseite mit komplett individueller Domain zurückgreifen. Alle anderen können sich hier problemlos austoben. Hier einige Anbieter:

Google-Sites: Aus dem Hause Google kommt mit Google-Sites ein Angebot eine kostenlose Webseite zu erstellen. Hier geht´s lang:
https://www.google.com/sites/help/intl/en_GB/overview.html

Hier eine gut besuchte Seite, die mit diesem Tool erstellt wurde:
https://sites.google.com/site/b11bauzeichner/

Blogger: Ebenfalls aus dem Hause Google kommt Blogger. Wie der Name schon sagt, ist das ein Angebot, um einen Blog zu betreiben. Man kann aber Bilder und Videos in unbegrenzter Höhe hochladen.

PDFs oder Präsentationen kann man leider nicht hochladen. Allerdings kann man dafür kostenlose Webspace-Anbieter nutzen, die Daten dort auslagern und vom Blog aus hin verlinken. Das ist zwar nicht optimal für das Ranking in der Suchmaschine, aber wenn der wesentliche Inhalt auf der Seite selbst zu finden ist, dann ist das noch eine akzeptable Lösung.

Hier eine erfolgreiche Beispielseite, die auf Blogger basiert und in der Suchmaschine gut platziert ist:

Ranking Blogger Seiten
Ranking Blogger Seiten

 

Es ist also kein Nachteil mit Blogger zu arbeiten. Im Gegenteil, man sagt, dass Google die Angebote aus dem eigenen Haus sogar ein wenig bevorzugt.

WordPress: Man kann auch bei WordPress direkt eine Seite anlegen. Diese endet dann jedoch auf XXX.wordpress.com. Wer damit leben kann, der kann hier kostenlos eine Seite betreiben und die Vorteile der vielen Plugins genießen.

Hier eine Anleitung:
http://praxistipps.chip.de/wordpress-blog-erstellen-so-gehts-gratis_18915

Sonstige Anbieter: Hier noch eine kleine Reihe anderer, kostenloser Anbieter. Auch hier kann man mittels Baukasten recht einfach Webseiten erstellen. Allerdings finde ich diese Baukästen nicht so einfach und flexibel wie WordPress oder Blogger. Dennoch wollte ich sie erwähnt haben:

Jimdo: http://de.jimdo.com/
Wix: http://de.wix.com/
Yola: https://www.yola.com/de
Beepworld: http://www.beepworld.de/

 

Fallstudie #7 – Wie analysiere ich das Potenzial eins Marktes

Natürlich ist es äußerst hilfreich zu wissen, mit welchem Umsatzpotenzial man rechnen kann, bevor man sich dazu entschließt einen Markt zu bearbeiten. Als hilfreich hat sich hier das kostenlose Adsense-Keyword-Tool erwiesen. Mit diesem kann man ermitteln, wie oft bestimmte Suchbegriffe oder Kombinationen von Suchbegriffen pro Monat aufgerufen werden. Damit hat man ein erstes Anzeichen dafür, wie oft die potenziellen Käufer nach dem eigenen Angebot suchen. Hier geht es zum Tool:

http://adwords.google.de/keywordplanner

Das Bild zeigt eine Analyse für das Keyword: „Seifenspender“. Im Feld unten wird angezeigt, wie oft er durchschnittlich pro Monat in die Suche eingegeben wird.

Adsense Keyword Tool Analyse
Adsense Keyword Tool Analyse

 

Die Zahlen der blauen Balken passen nicht zu der Zahl unten. Das liegt daran, dass in den blauen Balken auch „ähnliche“ Keywords enthalten sind und auch Kombinationen wie „Seifenspender kaufen“ oder „Seifenspender Plastik“ usw. Diese Option kann man durch ein Menü am Seitenrand steuern. Für weitere Details im Umgang mit dem Keyword-Tool empfehle ich eine der vielen Anleitungen im Web.

Der Wettbewerb um die Suchwörter wird mit „Hoch-Mittel-Niedrig“ ausgewiesen. Diese Informationen sind für Werbetreibende gedacht. Mit „Hoch“ zum Beispiel, möchte Google Ihnen sagen, dass viele Firmen um dieses Suchwort herum Werbung schalten. Es wird einen relativ hohen Klickpreisen erfordern, um eine Werbeanzeige weit vorne zu sehen. Das alles bedeutet nicht zwangsläufig, dass um dieses Keyword herum schon sehr viele Seiten existieren. Das Tool wurde eben für Werber gedacht und nicht für Leute, die im Web Geld machen möchten.

Nehmen wir an, Sie bauen „Seifenspender“ eine Seite und erreichen im Laufe von einigen Monaten Platz 5 in der Google-Suche. Von den monatlich 14.800 möglichen Besuchern, werden sie noch ca. 6% erhalten, wenn wir die Zahlen aus der Fallstudie verwenden, wo es um den „Anteil des Traffic – je Position in der Google-Suche“ ging. Damit ergibt sich ein Potenzial von ca. 888 Besuchern pro Monat. Das Gute ist, dass viele User nicht nur einen Treffer anschauen, sondern auch zurückspringen und sich noch einiger der anderen Treffer ebenfalls mit anschauen. Daher werden es wohl etwas mehr sein.

Jetzt beginnt das große Rechnen. Mit einem Potenzial von ca. 900-1.000 Besuchern pro Monat, wie viel Geld kann man da wohl machen? Die Antwort: keine Ahnung, aber es wird sicher nicht allzu viel sein.

Die komplette Kalkulation kann sich natürlich drastisch ändern, wenn die Seite es schafft in der Trefferliste weiter oben zu landen. Dann vervielfacht sich der mögliche Traffic und die Zahlen sehen schon ganz anders aus. Das ist jetzt der ungewisse Faktor: schaffe ich es in die vorderen Ränge? Das kann man nie vorher wissen, eine Garantie gibt es dafür nicht – egal wie gut die Inhalte sein werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse sind:

Um den Begriff „Seifenspender“, würde ich keine ganze Nischenseite bauen. Mit dem vorhandenen Besucherpotenzial würde sich wohl sehr wenig Umsatz ergeben, selbst wenn mein Projekt auf Platz 1 der Google-Suche landet und ich 70-90% des Traffic erhalten würde. Eine komplette Webseite würde dieser Betrag nicht rechtfertigen. Wenn es sich jedoch nur um einen Artikel einer großen Webseite handelt, dann wäre das etwas anderes. Solche Aufrufzahlen pro Beitrag sind nicht zu verachten.

Die zweite große Erkenntnis ist, dass man eine grobe Ahnung hat, wie groß der Markt grundsätzlich ist. Mit 5.000 Besuchern pro Monat, wird man eher keine Seite bauen können, mit der sich viele Tausend Euros verdienen lassen.

 

Fallstudie #8 – Das Amazon Partnerprogramm

Amazon bietet eines der besten und vielseitigsten Partnerprogramme, mit denen man Geld im Internet verdienen kann. Im Katalog sind so viele Produkte, da findet sich fast für jeden Webseitenbetreiber etwas. Wer so exotische Themen hat, dass mal nichts im Angebot ist, der kann immerhin noch Bücher mit Informationen über seine Produkte anbieten. Irgendeine Möglichkeit ist fast immer da, um den Rubel rollen zu lassen.

Das System funktioniert grundsätzlich so: man erhält von Amazon unterschiedliche Werbemittel, mit denen man seinen Besuchern Produkte präsentiert. Das können Textlinks, grafische Banner oder Widgets u.ä. sein. Klickt ein Besucher auf einen solchen Link, dann wird er zu Amazon weitergeleitet. Damit wird bei ihm ein Cookie platziert und alle Produkte, die der Besucher jetzt noch in seinen Warenkorb legt, werden uns gutgeschrieben. Der Cookie hält 24 Stunden. Genau hier sollten Sie aufhorchen! Wenn jemand bei Ihnen ein 5-Euro-Buch bestellt dann noch einen 200-Euro-Kühlschrank, dann erhalten Sie auch für den Kühlschrank die Provision. Die Provisionen ändern sich aller Jahre wieder, aber zwischen 5-10% könnten durchaus für Sie drin sein. Bei einem Warenwert von 200 EUR (Umsatzsteuer wird herausgerechnet) sind das 10-20 EUR nur für eine Transaktion.

Alle Partner haben Zugang zu einem Bestellbericht, bei dem sie verfolgen können, was bei ihnen gekauft wurde. Häufig finden sich dort Produkte gelistet, für die man eigentlich gar keine Werbung macht – aufgrund des 24-Stunden Cookies. Gerade diese nebenbei bestellten Waren sind es, die die Sache noch interessanter machen.

Einige kommen jetzt auf die Idee ihre ganzen Freunde und Verwandten über eigene Partnerlinks einkaufen zu lassen. Das sollte man lieber lassen, denn es ist ausdrücklich verboten. Andererseits ist es aber auch so, dass Amazon nur eine Bestellung von ihren Angehörigen zulassen wird. Erfolgt die zweite über Ihren Partnerlink, werden keine Umsätze mehr gutgeschrieben von diesem Besteller.

Der besondere Vorteil bei Amazon ist – im Vergleich zu Adsense von Google – die Partnerlinks lassen sich in fast alle erdenklichen Kanäle einfügen. Man kann sie auf textbasierten Webseiten verwenden, in YouTube-Videos oder auch auf Facebook-Seiten problemlos einfügen. Für die letzten beiden gibt es die Möglichkeit den hauseigenen Link-Verkürzer einzusetzen, der aus einem langen, unübersichtlichen Partnerlink einen kurzen Code kreiert.

Wer eine gut laufende Facebook-Seite oder einen YouTube-Kanal mit vielen Fans betreibt, der wird sich über stabile Umsätze freuen können, wenn er dort eine Produktempfehlung per Amazon-Link tätigt. Einige YouTube-Stars verdienen reichlich Geld damit, dass sie sich selber beim Computerspielen aufnehmen. Meist haben sie auch Amazon-Links in der Videobeschreibung und verdienen sich damit eine goldene Zusatznase.

Hier zum Beispiel ein Video von PietSmiet, einem der bekanntesten Lets-Play-Filmer im deutschsprachigen Raum:

Das Video hat (Stand 09/2016) 2 Millionen Aufrufe! Allein das hat ihm sicherlich hunderte oder tausende von Euros eingebracht. Von den 2 Millionen Leute werden aber auch einige den Amazon-Link in der Videobeschreibung verwendet haben und ihm so noch reichlich weitere Einnahmen beschert haben. Es sei ihm gegönnt, er ist einer meiner Lieblingszocker auf YouTube.