Wie lange dauert es, bis 1 Promille im Blut abgebaut ist?

Der Abbau von 1 Promille Alkohol im Blut benötigt ungefähr 8-10 Stunden. Männer bauen pro Stunde ca. 0,15-0,2 Promille ab, so dass man auf jeden Fall mit mindestens ca. 5-7 Stunden rechnen sollte. Bei Frauen werden ungefähr 0,1 Promille pro Stunde abgebaut, so dass 10 notwendig sind. Im Schnitt daher 8-10 Stunden. Diese Werte können jedoch schwanken, weil der Abbauprozess von anderen Faktoren beeinträchtigt werden kann.

 

Promille Dauer Abbau Männer – in Stunden (bei 0.175 pro Stunde) Dauer Abbau Frauen – in Stunden (bei 0.1 pro Stunde) Satdium der Alkoholvergiftung
0.25 1 3 1. Stadium / Exzitation
0.50 3 5 1. Stadium / Exzitation
0.75 4 8 1. Stadium / Exzitation
1.00 6 10 1. Stadium / Exzitation
1.25 7 13 1. Stadium / Exzitation
1.50 9 15 1. Stadium / Exzitation
1.75 10 18 1. Stadium / Exzitation
2.00 11 20 2. Stadium / Hypnose
2.25 13 23 2. Stadium / Hypnose
ab ca. 2.50 Bewusstlosigkeit Bewusstlosigkeit 3. Stadium / Narkose
4.00 Bewusstlosigkeit Bewusstlosigkeit 3. Stadium / Narkose
mehr als 4.00 Koma / Tod Koma / Tod 4. Stadium / Asphyxie
Alkoholabbau pro Stunde - Mann und Frau
Alkoholabbau pro Stunde – Mann und Frau

 

In der Grafik oben wird mit einem Abbau von 0,2 pro Mille bei Männern gerechnet. Der Wert für Frauen liegt, wie in der Tabelle bei 0,1 pro Mille.

 

Kann man den Abbauprozess beschleunigen?

Viele Kampftrinker schwören auf ein Geheimrezept, das ihnen dabei hilft den Alkohol angeblich besser abzubauen und dadurch schneller wieder fahrtüchtig zu werden. Oft hört man Empfehlungen wie Kaffee, Sport, salziges Essen oder ein Nickerchen würden helfen. All diese Methoden funktionieren nicht. Keiner dieser Tricks beschleunigt den Abbau von Alkohol im Blut.

Alkohol ist grundsätzlich ein Gift und wird über Enzyme abgebaut, die von der Leber produziert werden. Diese Enzyme herzustellen dauert bei Menschen unterschiedlich lange. Die Leber von Erwachsenen ist zum Beispiel leistungsfähiger als die von jungen Leuten. Daher kommt es zwangsläufig zu Unterschieden, deren Ursache nicht in einer vorher getroffenen Maßnahme zu sehen ist. So lange man diese Enzyme nicht als eine Art Müsliriegel kaufen und essen kann, dauert es so lange, wie es eben dauert.

Häufig kommt es auch vor, dass derselbe Mensch von der gleichen Menge Alkohol ungleich aus der Bahn geworfen wird. Einmal geht es ihm am nächsten Morgen gut, ein andermal kommt er vor 16 Uhr nicht aus dem Bett. Solche abweichenden Erlebnisse können dadurch ausgelöst werden, dass die Müdigkeit am Abend vorher unterschiedlich stark gewesen ist. Es ist aber auch möglich, dass die Getränke von besserer oder schlechterer Qualität gewesen sind. War es schwarzgebrannter Fusel? Oder edler Whiskey?

Solche Effekte führen zu Binsenweisheiten wie die hier: „Neulich habe ich nach der Disco ein Stück Pizza mit scharfer Salami und Rucola gegessen. Danach war ich wieder voll fit und bin heimgefahren, am nächsten Morgen ging es mir super. Glaub mir das hilft…“.

 

Promillegrenzen in Deutschland

PromilleTatbestand
0.0-0.3OK
0.3-0.5Relative Fahruntüchtigkeit
0.5-1.1Ordnungswidrigkeit
ab 1.1Absolute Fahruntüchtigkeit

Alle Angaben ohne jurstische Gewähr!

Promillegrenzen Deutschland Übersicht
Promillegrenzen Deutschland Übersicht

 

Die Promillegrenzen für Länder in Europa

Promillegrenze EU und Europa
Promillegrenze EU und Europa

 

Europa Promillegrenze
Belgien 0.5
Bosnien-Herz. 0.3
Bulgarien 0.5
Dänemark 0.5
Deutschland 0.5
Estland 0.2
Finnland 0.5
Frankreich 0.5
Griechenland 0.5
Großbritannien 0.8
Irland 0.5
Island 0.5
Italien 0.5
Kroatien 0.5
Lettland 0.5
Litauen 0.4
Luxemburg 0.5
Malta 0.8
Mazedonien 0.5
Montenegro 0.5
Niederlande 0.5
Norwegen 0.2
Oesterreich 0.5
Polen 0.2
Portugal 0.5
Rumänien 0.0
Schweden 0.2
Schweiz 0.5
Serbien 0.3
Slowakei 0.0
Slowenien 0.5
Spanien 0.5
Tschechien 0.0
Türkei 0.5
Ungarn 0.0
Zypern 0.5

 

Promillegrenzen USA – Kanada – Urlaubsländer

Promillegrenzen USA und Urlaubsländer
Promillegrenzen USA und Urlaubsländer

 

Urlaubsländer Promillegrenze
Aegypten 0.5
Argentinien 0.2-0.5
Australien 0.5
Brasilien 0.0
China 0.2
Domin. Rep. 0.3
Japan 0.3
Kanada 0.5-0.8
Kenia kein Limit
Mauritius 0.5
Mexiko 0.4-1.0
Nigeria 0.5
Russland 0.36
Südafrika 0.5
Thailand 0.5
USA 0.5-0.8

Alle angaben ohne Gewähr.

 

Promillegrenze USA – das sollte man beachten

In den verinigten Staaten darf man unter 21 Jahren keinen Alkohol trinken. Demzufolge gilt für Fahrer unter 21 die 0,0 Promillegrenze. Die offizielle Grenze von 0,8 Promille kann zwischen den einzelnen Bundesstaaten variieren. Es gibt auch Gegenden, in denen 0,0 – 0,5 gelten. Daher sollte man sich als Tourist immer genauestens informieren, wenn man sich zwischen den verschiedenen Bundesstaaten bewegt.

Man sollte auf jeden Fall beachten, dass Fahrer auch bestraft werden können, wenn man unter der 0,8 Promillegrenze liegt. Was zählt ist, dass man sich beim Fahren keinerlei Auffälligkeit leisten darf. Ein falscher Ruckler am Lenkrad, und schon wird man die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen – auch mit weniger Alkohol als erlaubt.

Für eine Strafe reicht es bereits aus, wenn nur der Beifahrer eine offene Flasche Bier (oder etwas anderes) in der Hand hält. Geöffnete, alkoholische Getränke dürfen nämlich grundsätzlich nicht im Bereich des Fahrers transportiert werden. Sie müssen stattdessen im Kofferraum aufbewahrt werden. Wer diesen Regeln zuwiederhandelt, der wird eine hohe Geldbuße zahlen müssen. Zudem wird wahrscheinlich ein Vermerk in der Einreisedatenbank hinterlegt, und man darf das Land möglicherweise nie wieder betreten. Wer häufig geschäftlich in die USA reisen muss, der wird sich hier sehr leicht den Zorn des Arbeitgebers zuziehen.

 

Warum hat man nach Alkoholkonsum oft Kopfschmerzen?

Eine Ursache der Kopschmerzen ist die Dehydration des Körpers. Wer Alkohol konsumiert, der nimmt damit Füssigkeit zu sich. Durch die Veränderung des osmotischen Drucks in den Zellen wird jedoch anschließend mehr Flüssigkeit abgegeben als vorher aufgenommen. Netto entsteht ein Verlust von Wassermenge im Körper. Zusätzlich werden zahlreiche Mineralien ausgespült. Diese Ursache der Kopfschmerzen lässt sich lindern, indem man während des Alkoholkonsums oder vor dem Schlafen mineralhaltige Getränke zu sich nimmt.

Der andere Grund: Alkohol ist grundsätzlich ein Giftstoff. Er wird in der Leber mit Hilfe von Enzymen abgebaut. Während dieses Prozesses entsteht ein Abbauprodukt mit dem Namen: Acetaldehyd. Dieses verursacht Kopfschmerzen und zieht zu einem Teil das nach sich, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter einem “Kater” versteht. Hiergegen helfen zwar Kopfschmerztabletten, allerdings belastet man damit zusätzlich die Leber und es kann zu sehr unangenehmen Nebenwirkungen mit dem Wirkstoff des Medikaments kommen.

Zusätzlich schädigt Acetaldehyd die Leber, weil es zu Fett abgebaut und  zum Teil auch dort abgelagert wird. Bei langfristigem, intensiven Alkoholkonsum, bildet sich eine Fettleber aus. In diesem Stadium sind die Folgen des Missbrauchs noch  reversibel. Wer weiterhin viel trinkt, bei dem wird sich wahrscheinlich eine Leberzirrhose daraus entwickeln, die normalerweise nicht mehr von alleine ausheilen kann.

 

Kalorientabelle Alkohol und Cocktails

Alkohol ist nicht nur ungesund, er macht zudem auch dick. Hier eine Kalorientabelle zu den bekanntesten Getränken und Cocktails:

GetränkKalorien
Aperol Spritz140 kcal
Apfelwein / Cider45 kcal
Baileys327 kcal
Bier42 kcal
Champagner80 kcal
Cola-Bier-Mix45 kcal
Eierlikör270 kcal
Gin225 kcal
Grappa225 kcal
Hugo112 kcal
Korn / Klarer180 kcal
Prosecco75 kcal
Radler45 kcal
Rosèwein75 kcal
Rotwein85 kcal
Rum225 kcal
Sekt80 kcal
Starkbier60 kcal
Weißwein75 kcal
Weißweinschorle38 kcal
Weizenbier40 kcal
Wodka225 kcal
Caipirinha225 kcal
Cuba Libre159 kcal
Daiquiri121 kcal
Long Island Ice Tea261 kcal
Mai Thai82 kcal
Margarita138 kcal
Mojito152 kcal
Piña Colada299 kcal
Planter's Punch242 kcal
Sex on the Beach188 kcal
Tequila Sunrise202 kcal
White Russian195 kcal
Zombie349 kcal

Hier auch als Bild zum runterladen:

Kalorientabelle Alkohol und Cocktrails
Kalorientabelle Alkohol und Cocktrails

 

Einen Job finden nach dem Studium

Die Hochschulabsolventen der letzten Dekaden können einem wirklich Leid tun. Seit dem Zusammenbruch der Internetblase im Jahr 2000 gab es lediglich ein oder zwei wirtschaftlich gute Jahre, in denen die Chancen auf einen gelungenen Berufseinstieg einigermaßen günstig für sie standen.

Zahlreiche Bewerbungsratgeber versprechen Abhilfe und zeigen den angeblich sicheren Weg zum Top-Job. Die meisten Empfehlungen sind durchaus sinnvoll, denn eine tadellose Bewerbungsmappe gehört zu den Mindestvoraussetzungen, um überhaupt eine Chance auf ein Bewerbungsgespräch zu erhalten. Außerdem lohnt es sich die wichtigsten Fallstricke zu kennen, um sich im Interview oder im Assessment-Center nicht sofort aus dem Rennen zu katapultieren.

Job / Arbeit finden nach dem Studium
Job / Arbeit finden nach dem Studium

Bewerbungstipps schön und gut, aber all das ist für viele Absolventen in Krisenzeiten nicht ausreichend. In wirtschaftlich schwachen Jahren stellen Unternehmen generell ungern ein, schöne Mappe hin oder her. Die Top-Studenten mit herausragenden Noten werden zwar nach wie vor sofort von den besten Unternehmen engagiert, für alle anderen aber sind kaum Stellen vorgesehen. Das ist im Grunde verständlich, in schwierigen Jahren stehen Bewerber ohne Berufserfahrung auf dem allerletzten Platz der Personalbedarfsliste.

Somit ist eine Einladung zum Bewerbungsgespräch eher ein seltener Glücksfall als die Regel. Selbst wenn es so weit kommt, ist die Konkurrenz meist so riesig, dass die Chance auf eine Einstellung gering ist. Und das alles trotz unzähliger Beteuerungen, jederzeit gerne unbezahlte Überstunden zu leisten oder für die Karriere selbstverständlich auf Kinder zu verzichten. Leider haben die anderen Bewerber die gleichen Versprechungen gemacht, denn das Heer der freiwilligen Selbstausbeuter ist seit einigen Jahren immer weiter gewachsen. Trotz der totalen Unterwerfung an die Erwartungen der Arbeitgeber ist es immer noch schwer für Absolventen, Arbeit zu finden.

Der Schlüssel zu einem passenden Job ist also Berufserfahrung, und diese zu erhalten ist nicht leicht. In mageren Zeiten möchte aber niemand erst in die Mitarbeiter investieren müssen, vielmehr brauchen die Unternehmen erfahrene und produktive Mitarbeiter. Absolventen bleibt da oft nur die Wahl zwischen unbezahlten Praktika oder Gelegenheitsjobs, weit abseits ihrer Qualifikation.

 

Der Einstieg über Zeitarbeit

Unternehmen lieben Zeitarbeit. Aufgrund der strengen deutschen Kündigungsschutzgesetzgebung zögern Firmen Festeinstellungen zu tätigen, insbesondere bei unerfahrenen Bewerbern. Aus diesem Grund ist Zeitarbeit ein beliebtes Mittel geworden um diese Gesetze ganz legal auszuhebeln. Zeitarbeiter lassen sich fast beliebig einstellen und wieder kündigen, so dass ein Teil des Personals in manchen Konzernen mittlerweile ganz bewusst als variabler Kostenblock gehalten wird, den man je nach Umsatzlage auf- und abbauen kann. Für Arbeitnehmer mit Berufserfahrung ist diese Form der Anstellung ein sozialer Rückschritt, für Absolventen tun sich jedoch Chancen auf. Da das Personalkostenrisiko für die Arbeitgeber wesentlich geringer ist, sind sie eher bereit auch unerfahrenen Anfängern eine Chance zu geben.

Anstatt sich der Generation Praktikum anzuschließen, sollte Zeitarbeit dringend als nennenswerte Option für den Start ins Berufsleben in Betracht gezogen werden.

Dieser Artikel zeigt Ihnen wie Sie den Einstieg finden, auf welche Probleme man stoßen kann und wie man den Übergang zu einer Festanstellung meistert.

 

Die Herrscher im Schattenarbeitsmarkt

Zeitarbeitsfirmen sind in manchen Metropolregionen ein echter Machtfaktor geworden. Sie kontrollieren einen riesigen, nahezu unsichtbaren Arbeitsmarkt und verfügen über Stellenangebote, die niemals in Jobbörsen oder in den Stellenanzeigen der Zeitung auftauchen. Die Disponenten der Jobvermittler haben sehr gute Kontakte zu den Firmen, daher sparen sich Personalabteilungen gerne die Ausgaben für ein kompliziertes Bewerbungsverfahren und schalten lediglich ihre vertrauten Personalvermittler ein. Wer sich als Arbeitssuchender nur auf die öffentlich zugänglichen Stellenanzeigen verlässt, dem entgeht mittlerweile die ganz große Mehrzahl der wirklich guten Angebote seiner Region.

Meine Empfehlung ist daher, dass Sie sich bei der Jobsuche auf alle Fälle in die Datenbanken der meisten Personalfirmen Ihrer Stadt eintragen sollten. Warten Sie nicht auf passende Anzeigen auf deren Webseiten oder in sonstigen Medien, dazu rotiert das Stellenangebot hinter den Kulissen viel zu schnell. Rufen Sie an, schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen los und ab diesem Zeitpunkt arbeitet die Uhr zu Ihren Gunsten.

Bewerber werden relativ kurzfristig zu einem Vorstellungsgespräch geladen, das hat aber noch keine große Bedeutung. Die Disponenten möchten Sie lediglich kennenlernen und prüfen, ob Sie beim Kunden überhaupt präsentabel sind. Außerdem werden sie mit Ihnen gemeinsam ausloten, was Sie sich vorgestellt haben, sowohl finanziell, als auch arbeitstechnisch.

Das ist die richtige Zeit, um die Tipps der Bewerbungsratgeber umzusetzen. Nur wer in diesen Gesprächen nicht in Fettnäpfchen tritt und durch einigermaßen gute Kommunikationsfähigkeit glänzt, wird als Kandidat vorgeschlagen. Die Zeitarbeitsfirmen konkurrieren untereinander um die zu besetzenden Stellen und schicken nur Kandidaten ins Rennen, von denen Sie sicher sind, dass dieser sie beim Kunden nicht blamieren wird.

 

Vermittlung oder Zeitarbeit

Eine der wichtigsten Fragen, die ein Disponent stellen wird, ist, ob Sie die Vermittlung in eine Festanstellung anstreben oder mit Zeitarbeit zufrieden sind. Beide Optionen abzudecken wird nicht immer erlaubt, denn wer beim Kunden als Zeitarbeiter tätig ist, wird nicht wieder abgezogen sobald eine passende Festanstellung bei einem anderen Kunden vorhanden ist. Die Prioritäten sind was das angeht ganz klar abgesteckt und die Interessen der Arbeitnehmer sind der unbedeutendste Teil davon.

Für Berufserfahrene ist die Festanstellung eher von Vorteil, als Absolvent sollte man sich jedoch nicht auf diese Schiene begeben. Der Grund dafür ist, dass bei einer Vermittlung der Arbeitgeber der Zeitarbeitsfirma eine hohe Vermittlungsgebühr zahlen muss, die sich bei ca. 20-30% eines Jahresgehaltes bewegt. Da es unerfahrene Absolventen wie Sand am Meer gibt, wird sich wohl kaum eine Firma finden, die bereit ist unter solchen Konditionen einen Anfänger anzuwerben. Die Chancen stehen daher wesentlich günstiger per Zeitarbeit engagiert zu werden.

Wenn Sie sich dennoch beide Optionen offen halten möchten, sollten Sie folgendermaßen vorgehen. Bewerben Sie sich beispielsweise bei zehn Personalfirmen. Bei fünf von diesen sagen Sie dann, dass Sie eine Festanstellung suchen und bei den anderen fünf zeigen Sie ausschließlich Interesse an Zeitarbeit. Bewerbung nach dem Schrotflintenprinzip kann sich hier durchaus bezahlt machen.

 

Traumjob-Light

Ein Nachteil der Zeitarbeit ist, dass die zu besetzenden Positionen häufig nicht im hochqualifizierten Bereich angesiedelt sind. Oft bekommt man dadurch nur eine „Light-Version“ der angestrebten Tätigkeit angeboten. Wer zum Beispiel eine Karriere im Marketing anstrebt, der wird sich möglicherweise nur als Assistent in einer Marketingabteilung wiederfinden. Wer dagegen im Controlling arbeiten möchte, der wird vermutlich in der Buchhaltung beschäftigt werden.

Sehr wichtig dabei ist jedenfalls, dass Sie in dem Bereich unterkommen, der zu Ihrem späteren Interessengebiet passt, denn dadurch können Sie genau die Erfahrungen sammeln, die bei späteren Bewerbungen als einschlägig akzeptiert werden.

Was das Gehalt betrifft muss man lernen Abstriche zu machen, auch wenn es weh tut. Die Konzerne drücken die Preise gerne mit allen Regeln der Kunst ins Bodenlose und die Personalfirmen wollen auch noch ihren Teil vom Kuchen. All das wird natürlich ungefiltert an die Mitarbeiter weitergegeben.

Zudem ist man als Hochschulabsolvent normalerweise für die Tätigkeiten überqualifiziert, so dass man seine Gehaltsvorstellungen generell nach unten anpassen muss.

Selbst wenn das Beispiel mit der Qualifikation nicht zutrifft, die schwarzen Schafe der Branche nutzen einen Trick um die Kostenschraube dennoch anzuziehen. Es ist ein äußerst schmutziges Geschäft, bei dem Konzerne und Personalfirmen meist Hand in Hand arbeiten. Das System funktioniert folgendermaßen. Der Auftraggeber fordert zum Beispiel eine einfache Aushilfe für eine leichte kaufmännische Tätigkeit an. Die Personalfirma entsendet einen jungen Akademiker, bezahlt aber nur den Tarif für Aushilfen, da die Stellenbeschreibung entsprechend gestaltet ist. Die Tätigkeit entpuppt sich dann jedoch als weit komplexer als ursprünglich gefordert, und es werden Kenntnisse vorausgesetzt, die man nur mit einem Studium erwerben kann. Von einer tarifgerechten Gahaltsanpassung will jedoch niemand etwas wissen und wer sich beschwert, wird gleich wieder entlassen.

Das heißt, es ist ganz egal wie man es dreht und wendet. Als Absolvent wird man mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Einsätze erhalten, bei dem das Gehalt der Tätigkeit kaum gerecht wird. Das ist für die Betroffenen oft sehr belastend, aber man sollte es positiv sehen. Es ist immer noch bei weitem besser als unbezahlte Praktika zu absolvieren oder lange Zeit arbeitslos zu sein. Das Gute ist, dass jede Minute, die Sie arbeiten, als Berufserfahrung gilt. Über die Bezahlung sollte man lieber nicht mehr weiter nachdenken.

 

Den Absprung schaffen

Aufgrund der finanziellen Gegebenheiten sollte Zeitarbeit nach dem Studium meiner Meinung nach nur über einen begrenzten Zeitraum ausgeübt werden. Das Ziel bleibt weiterhin eine Festanstellung und das, wenn möglich, innerhalb von 6-18 Monaten. Um nun einen gelungenen Absprung zu schaffen gibt es folgende Möglichkeiten.

Als erstes sollte man die Jobsuche nicht aufgeben, wenn man eine Stelle als Zeitarbeiter antritt. Mit einem festen Gehalt im Rücken haben Sie eine hervorragende Basis für weitere Bewerbungen, und sobald sich etwas Passendes findet, kann man schnell und einfach wechseln.

Eine weitere Option ist es, eine bestimmte Zeit gezielt abzuwarten und sich dann erst wieder auf Jobsuche zu begeben. Hat man nämlich eine gute Stelle ergattert, bei der man viel lernen kann, ist es sinnvoll einige Zeit dort zu verbringen. Mit der einschlägigen Erfahrung als Wettbewerbsvorteil, haben Sie danach hervorragende Chancen auf eine Festanstellung. Wie lange Sie auf den Wechsel warten ist immer Abwägungssache. Zwölf Monate zum Beispiel sehen gut aus in der Bewerbungsmappe, denn bei diesem Zeitraum weiß ein Personaler, dass ein Kandidat Zeit hatte sich ernsthaft in eine Stelle einzuarbeiten. Dem gegenüber steht, wie erwähnt, der finanzielle Aspekt, aber das muss jeder individuell entscheiden.

 

Der ewige Traum von der Übernahme

Die dritte Variante, die Übernahme durch den Kunden zum Festangestellten, ist der Idealfall. Der Weg dorthin kann jedoch voller Tücken sein.

Normalerweise, wenn man als Zeitarbeitskraft entsandt wird, stellen die Auftraggeber eine Übernahme in Aussicht, immer gute Leistungen vorausgesetzt.

Das kann natürlich stimmen, dient aber auch dazu, die unterbezahlten Zeitarbeitnehmer zu motivieren, obwohl von vornherein schon feststeht, dass es nie zu einer Anstellung kommen wird. Um den Arbeitseifer aufrechtzuerhalten wird dennoch immer wieder bewusst die Hoffnung auf den lang ersehnten Festvertrag genährt.

Daher empfiehlt es sich die Versprechungen von Anfang an nicht vollkommen ernst zu nehmen und nicht darauf zu vertrauen garantiert übernommen zu werden, auch wenn die Arbeitsleistung stimmt. Vorteilhafter ist es, einfach nur sein Bestes zu geben, ohne sich bis zur Belastungsgrenze zu verausgaben. Zudem sollten Sie sich ein Zeitlimit setzen, bis zu dem Sie bereit sind auf die Festanstellung zu warten. Findet bis zu diesem Zeitpunkt keine Übernahme statt ist es besser zu wechseln. Spätestens dann könnte es passieren, dass doch noch ein Angebot kommt. Nämlich dann wenn der Arbeitgeber merkt, dass er einen wertvollen Mitarbeiter verliert, wenn er Sie gehen lässt. Und wenn nicht, dann haben Sie einschlägige Erfahrung gesammelt, um sich für eine Stelle zu bewerben, die zu Ihren Qualifikationen passt.

 

Fazit

Zeitarbeit eignet sich sehr gut für Hochschulabsolventen als Berufseinstieg um erste Erfahrung zu sammeln.

Der Einsatz sollte nicht länger als ein oder zwei Jahre dauern, da die finanziellen Konditionen im Gegensatz zu einer Festanstellung zu schlecht sind.

Die größten Städte Deutschlands je Bundesland

Die größten Städte Bayerns

STADT Einwohner (in TSD)
München 1.429.6
Nürnberg 501.1
Augsburg 281.1
Regensburg 142.3
Ingolstadt 131.0
Würzburg 124.2
Fürth 121.5
Erlangen 106.4
Bamberg 72.0
Bayreuth 71.6
Aschaffenburg 68.2
Landshut 67.5
Kempten (Allgäu) 65.6
Rosenheim 60.9
Neu-Ulm 55.7
Schweinfurt 51.6
Passau 50.0
Straubing 46.0
Dachau 46.0
Freising 45.9
Hof 44.3
Lohr a. Main 42.4
Memmingen 42.2
Kaufbeuren 42.0
Weiden i.d. OPf. 41.8
Amberg 41.5
Coburg 41.1
Ansbach 40.0
Schwabach 39.9
Neumarkt i.d. OPf. 38.8
Germering 38.7
Erding 35.8
Fürstenfeldbruck 35.2
Deggendorf 31.9
Forchheim 31.1
Friedberg 29.1
Neuburg a.d. Donau 28.9
Landsberg am Lech 28.4
Schwandorf 28.0
Königsbrunn 27.5
Unterschleißheim 26.7
Olching 26.4
Garmisch-Partenkirchen 26.3
Lauf a.d. Pegnitz 26.1
Kulmbach 26.0
Lindau (Bodensee) 24.7
Pfaffenhofen a.d. Ilm 24.7
Zirndorf 24.6
Roth 24.5
Geretsried 24.1
Unterhaching 23.7
Herzogenaurach 22.9
Starnberg 22.8
Waldkraiburg 22.7
Vaterstetten 22.3
Weilheim i. OB 21.8
Senden 21.7
Gersthofen 21.7
Neusäß 21.4
Sonthofen 21.4
Bad Kissingen 21.3
Ottobrunn 21.0
Aichach 20.7
Puchheim 20.7
Traunreut 20.5
Kitzingen 20.5
Gauting 20.2
Lichtenfels 20.1
Haar 19.9
Günzburg 19.9
Gröbenzell 19.7
Nördlingen 19.7
Sulzbach-Rosenberg 19.4
Traunstein 19.4
Karlsfeld 19.3
Neufahrn b. Freising 19.2
Alzenau 18.9
Dingolfing 18.8
Donauwörth 18.7
Mühldorf a. Inn 18.3
Dillingen a.d. Donau 18.2
Kolbermoor 18.2
Bad Tölz 18.2
Marktoberdorf 18.2
Gilching 18.2
Wolfratshausen 18.1
Bad Aibling 18.0
Burghausen 17.8
Weißenburg i. Bay. 17.8
Taufkirchen 17.7
Moosburg a.d. Isar 17.7
Oberasbach 17.5
Bad Reichenhall 17.3
Marktredwitz 17.0
Kronach 16.8
Illertissen 16.7
Bobingen 16.7
Cham 16.5
Garching b. München 16.5
Schrobenhausen 16.4
Großostheim 16.4
Gunzenhausen 16.4
Freilassing 16.2
Penzberg 16.2
Ismaning 16.1
Vilshofen an der Donau 16.1
Holzkirchen 16.0
Bruckmühl 16.0
Kelheim 15.8
Regenstauf 15.8
Wendelstein 15.6
Neustadt b. Coburg 15.3
Altdorf b. Nürnberg 15.2
Pocking 15.1
Bad Neustadt a.d. Saale 15.1
Selb 15.0

 

Größten Städte in Bayern

Größten Städte Bayern
Größten Städte Bayern

 

Die 10 größten Städte in Bayern

Groessten Staedte Bayern Top 10
Groessten Staedte Bayern Top 10

 

Die 20 größten Städte in Bayern

Groessten Staedte Bayern Top 20
Groessten Staedte Bayern Top 20

 

Die größten Städte in Nordrhein-Westfalen (NRW)

STADT Einwohner (in TSD)
Köln 1060.6
Düsseldorf 612.2
Dortmund 586.2
Essen 582.6
Duisburg 491.2
Bochum 364.7
Wuppertal 350.0
Bielefeld 333.1
Bonn 318.8
Münster 310.0
Gelsenkirchen 260.4
Mönchengladbach 260.0
Aachen 245.9
Krefeld 225.1
Oberhausen 210.9
Hagen 189.0
Hamm 179.4
Mülheim an der Ruhr 169.3
Leverkusen 163.5
Solingen 158.7
Herne 155.9
Neuss 155.4
Paderborn 148.1
Bottrop 117.1
Recklinghausen 114.3
Bergisch Gladbach 111.4
Remscheid 109.5
Moers 104.5
Siegen 102.4
Gütersloh 97.6

Die größten Städte in Nordrhein-Westfalen

Größten Städte Nordrhein Westfalen
Größten Städte Nordrhein Westfalen

 

Die 10 größten Städte in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Groessten Staedte Nordrhein-Westfalen Top 10
Groessten Staedte Nordrhein-Westfalen Top 10

 

Die 20 größten Städte in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Größten Städte Nordrhein Westfalen Top 20
Größten Städte Nordrhein Westfalen Top 20

 

Die größten Städte in Rheinland-Pfalz

STADT Einwohner (in TSD)
Mainz 209.8
Ludwigshafen 164.7
Trier 114.9
Koblenz 112.6
Kaiserslautern 98.5
Worms 82.1
Neuwied 64.3
Neustadt a.d.W. 53.0
Speyer 50.3
Bad Kreuznach 49.4
Frankenthal 48.4
Landau 45.4
Pirmasens 40.1
Zweibrücken 34.3
Andernach 29.4
Idar-Oberstein 28.4
Bad Neuenahr-Ahrweiler 27.5
Ingelheim a.R. 26.5
Bingen a.R. 25.0
Germersheim 20.6

Die größten Städte in Rheinland-Pfalz

Größten Städte Rheinland-Pfalz
Größten Städte Rheinland-Pfalz

Die größten Städte in Rheinland-Pfalz Top 10

Größten Städte Rheinland-Pfalz Top 10
Größten Städte Rheinland-Pfalz Top 10

 

Die größten Städte in Rheinland-Pfalz Top 20

Größten Städte Rheinland-Pfalz Top 20
Größten Städte Rheinland-Pfalz Top 20

 

 

Wie viele Städte hat Deutschland?

Die Bundesrepublik Deutschland hat genau 2.509 Städte, verteilt auf 16 Bundesländer. Die meisten Städte in Deutschland gibt es in Bayern: 317.

Bundesland Anzahl Städte
Bayern (BY)317
Baden-Württemberg Baden-Württemberg (BW)313
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen (NW)271
Hessen Hessen (HE)191
Sachsen Sachsen (SN)170
Niedersachsen Niedersachsen (NI)158
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz (RP)128
Thüringen Thüringen (TH)126
Brandenburg Brandenburg (BB)113
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt (ST)104
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern (MV)84
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein (SH)63
Saarland Saarland (SL)17
Bremen Bremen (HB)2
Berlin Berlin (BE)1
Hamburg Hamburg (HH)1
Summe2059
Wie viele Städte hat Deutschland
Wie viele Städte hat Deutschland? Deutschland hat 2059 Städte.

Iphone – Fotos gelöscht, Speicher noch voll – was tun?

Kennt Ihr das? Euer Speicher ist voll, ihr löscht viele Fotos und dann ist der Speicher immer noch voll? Hier zeige ich euch, wie Ihr die Bilder / Fotos / Videos auf dem Iphone endgültig entfernen und löschen könnt, so dass euer Speicher wieder frei wird.

 

Anleitung als Video

Bilder auf Iphone endgültig löschen

Es gibt einen Ordner, den man in den Alben suchen muss. Dieser Ordner speichert alle gelöschten Bilder für 29 Tage. Erst, wenn ihr diesen entleert, dann verschwinden die Fotos endgültig aus eurem Handyspeicher. Geht zunächst in eure Bilder und löscht alle, die ihr nicht mehr braucht. Wenn das erledigt ist, dann:

  • wechselt in die App FOTOS
  • geht auf das Menü, wo steht ALLE FOTOS
  • unten rechts in der Ecke auf ALBEN
  • dort den Ordner ZULETZT GELÖSCHT öffnen
  • rechts oben auf AUSWÄHLEN
  • links unten auf ALLE LLÖSCHEN

Nun werden eure Bilder endgültig gelöscht und wenn ihr in die Speicherverwaltung geht, dann müsstet ihr die Auswirkungen sofort sehen.

Hier nochmal die Anleitung in Bildern

 

Iphone - Bilder löschen 1
Iphone – Bilder löschen 1

 

Iphone - Bilder löschen 2
Iphone – Bilder löschen 2

 

Iphone - Bilder löschen 3
Iphone – Bilder löschen 3

 

Iphone - Bilder löschen 4
Iphone – Bilder löschen 4

 

Iphone - Bilder löschen 5
Iphone – Bilder löschen 5

 

 

 

Wie funktioniert Geldwäsche? – einfach erklärt

Geldwäsche ist, wenn man illegal erworbene Einnahmen nachträglich so aussehen lassen möchte, also ob sie aus legalen Quellen gekommen wären. Das ist die Voraussetzung dafür, um das Geld in der normalen Wirtschaft weiter verwenden zu können. Der Begriff entstand in den 20-er / 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Gangster Al Capone praktizierte diese Methode mit Hilfe von zahlreichen Waschsalons als legale Fassade für seine kriminellen Aktivitäten.

 

Warum betreiben Menschen überhaupt Geldwäsche?

Als Gangster, Verbrecher oder Mafiosi etc. hat man immer das „Problem“, dass man Geld verdient, das man eigentlich gar nicht haben dürfte. Wenn das Geschäft gut läuft, dann kann das sogar sehr viel sein. Je mehr es ist, desto schwieriger wird es jedoch, wenn man es ausgeben möchte – sei es für den Konsum, oder als Investition.

Wer keiner geregelten, legalen Tätigkeit nachgeht, der zahlt normalerweise keine Steuern, keine Krankenversicherung und keine Sozialbeiträge usw. Wer dann aber ein fettes Auto oder eine teure Immobilie kauft, der muss KFZ-Steuern entrichten und Grunderwerbssteuer zahlen. Die Finanzbehörden haben mittlerweile (teil)automatische Prüfungsmechanismen, die solche Daten abgleichen. Wenn das passiert, dann schrillen sofort die Alarmglocken. Ganz plötzlich meldet sich das Finanzamt und stellt sehr unangenehme Fragen, wie:

  • Woher haben Sie das Geld für ein so teures Auto, wenn Sie in den letzten Jahren keine Steuern gezahlt haben?
  • Wie können Sie sich eine solche Immobilie leisten, wenn Sie offiziell arbeitslos sind?

Normalerweise hat man in solchen Fällen so gut wie verloren. Große Beträge lassen sich im Nachhinein nicht mehr so einfach verschleiern. Die Tatsache, dass man Geld hat ist durch den Kauf bereits bewiesen. Woher es kommt ist dann fast schon egal. Da man es offensichtlich nicht versteuert hat, wird man sehr wahrscheinlich wegen Steuerhinterziehung bestraft.

Genau das ist der kritische Punkt: Gangster machen sich mit ihren Aktivitäten immer zweier Verbrechen gleichzeitig schuldig:

  1. Wegen der Illegalität ihrer Geschäfte
  2. Wegen Steuerhinterziehung, weil sie die Einnahmen nicht versteuern

Das ist vielen nicht klar, aber das Finanzamt möchte auch bei illegal erwirtschaftetem Geld seinen Anteil vom Kuchen haben, sonst klicken die Handschellen. Die Einkommenssteuer soll ihrem Zwecke nach Vermögensmehrungen der Bürger erfassen. Darunter fallen eben auch illegale Einkünfte.

Ich erinnere mich noch daran, wie im BWL-Studium unser Professor gesagt hat, dass man das als Verbrecher sogar vermeiden könnte, indem man seine illegalen Einnahmen bei der Steuererklärung mit angibt. Das klingt wie ein Witz, aber es geht tatsächlich, denn laut Steuergeheimnis darf der Finanzbeamte nicht die Polizei benachrichtigen. So entgeht man zumindest einer möglichen Bestrafung seitens des Finanzamtes. Ein kleiner Autoschieber wäre wohl „fein“ raus.

Dies gilt aber nicht, wenn die Gefahr für die Öffentlichkeit zu groß ist. Dann geht das öffentliche Interesse vor dem Steuergeheimnis. Wer sein Geld zum Beispiel als Auftragsmörder verdient, der fällt nicht mehr unter diesen Schutz, weil dabei Menschen sterben. In so einem schwerwiegenden Fall müsste der Beamte die Polizei dann doch informieren, weil ein “…zwingendes öffentliches Interesse besteht…”

Für organisierte Verbrecherbanden wie die Mafia oder die Triaden, usw. ist dieses Problem gravierender als für einen kleinen Autodieb. Dort geht es um Millionen oder auch Milliarden, deren Herkunft verschleiert werden muss. Ziel der Banden ist es, das Geld „sauber“ zu bekommen, um es dann in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuschleusen. Dort schafft man sich damit legale Einkommensquellen, die den Profit der Organisation noch weiter steigern. Das können Immobilien sein, die eine satte Mietrendite abwerfen.

Es heißt zum Beispiel, dass die italienische Mafia nach der Wende massiv in den neuen Bundesländern Immobilien erworben hat. Es können aber auch ganz normale Firmen sein, die einem Geschäft nachgehen, wie jedes andere auch. Hat man das geschafft, dann kann man das Geld auch ausgeben und sich davon kaufen, was man möchte.

Das sind also die zwei ganz großen Probleme von Menschen, deren Existenz auf illegalen Aktivitäten basiert:

Sie werden von der Polizei und vom Finanzamt gleichzeitig gejagt.

So war es zum Beispiel bei Al Capone auch. Er hat Millionen verdient mit Alkoholschmuggel, Prostitution, Schutzgelderpressung. Er hat einige, wenige Morde selbst begangen und mehrere in Auftrag gegeben. Darunter den an Frankie Yale, Hymie Weiss oder das berüchtigte Valentinstagsmassaker. Zudem standen viele weitere Delikte auf der Liste. Nichts davon konnte ihm die Polizei nachweisen. Im Gefängnis ist er nur gelandet, weil es ein paar penible Finanzbeamte gab, die ihn wegen ein paar Hunderttausend Dollar hinterzogener Steuern erwischt haben. So endete die Karriere eines der größten Gangster aller Zeiten wegen einer kleinen, buchhalterischen Unaufmerksamkeit. Vermutlich ist das einer der Gründe, warum Steuerhinterziehung fast genauso hart bestraft werden kann, wie ein Gewaltverbrechen. Man beachte, dass die Höchststrafe für Steuerhinterziehung 5 Jahre, in besonders schweren Fällen bis zu 10 Jahren gehen kann. Das gleiche Höchstmaß gilt auch für gefährliche Körperverletzung.

Der Staat wollte sich so möglicherweise die Option offen halten die schlimmsten Gangster wenigstens für ihre Steuervergehen hart bestrafen zu können, wenn er sie schon wegen ihrer wahren Verbrechen nicht drankriegt. Vielleicht ist ihm aber auch einfach nur Geld wichtiger, als die Gesundheit der Bürger 🙂

Daher lautet die oberste Überlebensregel für Verbrecher:

„Wenn Du dich mit der Polizei anlegst, OK. Aber lege dich niemals mit dem Finanzamt an.“

 

Wie funktioniert Geldwäsche?

Bei Geldwäsche geht es meist darum, dass man bereits Geld illegal verdient hat. Dieses liegt dann schon irgendwo herum. Nun muss man nachträglich einen Beweis dafür konstruieren, dass es aus einer legalen Quelle gekommen ist. Als einfache Möglichkeiten für solche Konstrukte haben sich Geschäfte erwiesen, wo das Finanzamt nicht nachvollziehen kann, ob der Umsatz zum eingesetzten Verbrauch an Ressourcen passt. Wie ist das gemeint?

Wenn man behauptet, dass man dieses Geld mit einer Bratwurstbude verdient hat, dann fragen die Leute vom Finanzamt sofort nach den Quittungen vom Metzger, wo das Fleisch angeblich gekauft wurde. Und sie fragen natürlich auch, woher denn das Geld für das viele Fleisch überhaupt her ist usw. Diese Methode wäre demnach keine gute Ausrede, denn sie ist leicht zu durchschauen. Und das liegt eben an diesem Zusammenhang zwischen dem Umsatz und dem Verbrauch an Produktionsmitteln.

Daher haben sich Methoden bewährt, bei denen es solche keine solchen Zusammenhänge gibt. Al Capone zum Beispiel hat hierfür seine berühmten Waschsalons ins Leben gerufen. Daher stammt auch der Begriff „Geldwäsche“. In seine Salons kamen Leute, die tatsächlich nur ihre Wäsche waschen wollten. Capones Läden waren billiger als die der Konkurrenz, denn er musste kein Schutzgeld zahlen, welches man dann über den Preis an die Kunden weitergeben muss. Solche Gewinne nimmt man natürlich auch gerne mit.

Es kamen aber auch Leute, die von Capone eigens dafür bezahlt wurden die Waschmaschinen mit Geld zu füttern und sie laufen zu lassen. Das Geld, das sie dort einwarfen, das waren die Einnahmen aus den illegalen Aktivitäten. Das Resultat war, dass Capone dem Finanzamt weismachen konnte, dass er in diesen Salons irrsinnige Umsätze und Gewinne erzielte. Selbst wenn man die Stromrechnung mit dem Umsatz abglich, dann fand man nichts auffälliges, denn die Maschinen liefen ja rund um die Uhr. Ob wegen schmutziger Wäsche, das konnte keiner wissen. Auf dem Papier sah demnach alles gut aus. Es entstanden zwar auch einige Kosten durch die Angestellten, so dass von 100 Dollar wahrscheinlich nur 90-95 Dollar „sauber“ wurden. Aber das ist immer noch eine gute Quote. Diese Gewinne konnte Capone nun beruhigt auf sein Bankkonto legen, es nach Belieben ausgeben oder in legale Geschäfte reinvestieren.

Als die Mafia in den 20er/30er Jahren immer reicher wurde, stieg auch der Bedarf an weiteren Möglichkeiten zur Geldwäsche. Es handelte sich um so hohe Beträge, dass ein paar Waschsalons und ähnliche Fassaden nicht mehr ausreichten. Man kam auf die Idee, dass das Glücksspiel eine gute Lösung sein könnte.

Erstens kann man mit Glücksspiel an sich schon sehr viel verdienen. Und mit dem Ende der Prohibition (1920-1933) mussten gerade eh neue Geldquellen erschlossen werden.

Zweitens: es ist eine optimale Gelegenheit Geld zu waschen. Ein Roulette- oder Blackjack-Tisch kann 1-20 Leute gleichzeitig bedienen. Es verbraucht keinerlei Ressourcen, niemand kann verlässlich prüfen wie viel Umsatz ein Tisch macht. Und wenn man es versucht, dann kann man Leute dafür bezahlen, dass sie den ganzen Tag im Casino sitzen und das Geld verzocken. Ein solcher Fall war übrigens auch Teil einer Folge bei Person of Interest.

Genauso die Einnahmen am Münzspielautomat. Die konnte zu der Zeit auch niemand ernsthaft überprüfen. Casinos waren die optimale Chance Geld zu machen und gleichzeitig Phantasieumsätze auszuweisen, die kein Finanzamt der Welt nachvollziehen konnte.

Glücksspiel war und ist in den meisten US-Bundesstaaten illegal. Allerdings gab es kleinere, unbedeutende Regionen, in denen es erlaubt war. Ein solcher Bundesstaat war zum Beispiel Nevada. 1931 wurde dort das Glücksspiel legalisiert. Anfang der 1940er kam jedoch der Gangster Benjamin „Bugsy“ Siegel auf die Idee dort Casinos aus dem Boden zu stampfen. Hierfür bot sich das kleine, unbedeutende Wüstenstädtchen Las Vegas an. Es liegt nahe an der Grenze zu Kalifornien und ist per Bahn und Auto gut zu erreichen.

Las-Vegas-Mafia-Geldwäsche
Las Vegas: nahe an Los Angeles. Optimal um Zocker anzulocken.

Somit hatten die Bürger der Metropole Los Angeles die Chance schnell über die Grenze zu fahren und dem Laster zu frönen. Man glaubt es kaum, aber Las Vegas gibt es nur, weil die Mafia Geld waschen musste, und weil das Ende der Prohibition neue Verdienstmöglichkeiten notwendig machte.

 

Methoden der Geldwäsche

Auch heute noch sind Spielhallen bevorzugte Orte, an denen Geld gewaschen wird. Ich kenne in meiner Heimatstadt zahlreiche Spielkasinos, in denen ich noch nie einen Menschen rein oder rausgehen gesehen habe. Dennoch sind sie fast immer geöffnet und existieren über Jahre. Wie ist das möglich?

Ich vermute stark, dass einige nur Fassaden für andere Geschäfte der Besitzer sind. Die Automaten von heute enthalten Zähler, die den korrekten Umsatz eines Gerätes anzeigen sollen. Diese Zähler bringen jedoch nichts, wenn der Kasinobetreiber ein oder zwei Hartz-IV-ler dafür bezahlt sich den ganzen Tag reinzusetzen, die Geräte zu füttern und so viel Geld wie möglich zu verlieren. Im Gegenteil, sie können sogar als Beweis herangezogen werden dafür, dass man den Umsatz gemacht hat, den man vorgibt gemacht zu haben. Genau darum geht es ja schließlich. Als Geldwäscher versucht man den Umsatz hochzulügen.

Je mehr Geld im Automat, umso mehr illegales Geld kann man gegenüber dem Finanzamt als legal ausweisen. Diese Praxis ist den Finanzbehörden durchaus bewusst, ist aber schwer zu beweisen. Außerdem verdient der Staat gut daran und lässt sie stillschweigend gewähren. Würden sie sie stilllegen, dann suchen sich die Verbrecher andere Möglichkeiten und der Staat fürchtet, dass sie dort möglicherweise keine Steuereinnahmen mehr erzielen.

Eine andere Möglichkeit sind zum Beispiel Scheinrechnungen mit legalen Firmen. Diese wird allerdings von international operierenden Organisationen verwendet. Man gründet zum Beispiel ein Unternehmen, welches einfache Elektroteile oder Plastikteile herstellt. Diese liefert es dann in Länder wie Mexiko, Burma, Kolumbien usw. Die Kunden dort bezahlen dann die Ware und das Geld kommt damit nach Deutschland und gilt als „sauber“ erworben. Woher jedoch das Geld kam, das lässt sich hier nicht nachprüfen. In solchen Ländern sind die Behörden total korrupt oder arbeiten gar nicht mit den deutschen Finanzbehörden zusammen. Somit ist das Geld hier in Sicherheit und kann legal reinvestiert werden.

Dann gibt es noch die Methode der Scheinfirmen. Durch die sogenannten Panama-Papers kamen sie vor kurzem wieder ins Gespräch. Kriminelle gründen hierbei Briefkastenfirmen in Ländern, die einem strengen Bankgeheimnis unterliegen und die nicht mit den hiesigen Behörden zusammenarbeiten. Dort kann man illegale Gelder einfach auf ein Konto einzahlen, denn niemand fragt nach der Herkunft. Dann überweist die Scheinfirma das Geld hierher, zum Beispiel als Bezahlung für „Dienstleistungen“, die eigentlich nie erbracht wurden. Auch so gilt das Geld hier als legal verdient und steht den Eigentümern zur Verfügung.

 

Haftungsausschluss

Dieser Text soll dazu dienen das Thema Geldwäsche auf wissenschaftliche Art verständlich zu machen. Er soll nicht als Anleitung dazu dienen.

In dem Text gibt es Passagen mit juristischer Relevanz. Ich betone, dass alle Angaben ohne Gewähr zu sehen sind. Sie sind weder als Rechtsberatung, Steuerberatung oder Finanzberatung zu sehen, sondern spiegeln lediglich die subjektiven Erkenntnisse und Meinugnen des Autors wieder.

Umsatzzahlen & Absatzzahlen BMW

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Geschäftsentwicklung der BMW AG und zeigt die Veränderung der Umsatzzahlen und der Absatzzahlen (=Auslieferungen) des Konzerns aus den Jahren 2007 bis 2015. Sie finden darin Grafiken und Tabellen, die Sie für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke verwenden können, wenn Sie einen Backlink auf diesen Artikel setzen.

 

Die Entwicklung der Umsatzzahlen von BMW

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Die Übersicht setzt ein im Jahr 2007, das entspricht damit dem Zeitraum, wo die internationale Finanzkrise eingesetzt hat. Bis heute hält sie viele, wichtige Industrieländer der Welt fest im Würgegriff. Das erklärt auch den Rückgang des Umsatzes in den Jahren 2007, 2008 bis 2009. Genau in diesem Jahr erreichte auch der DAX seinen Tiefpunkt. Seitdem geht es, bis auf eine Ausnahme, bergauf für den Münchner Konzern. Teilweise gab es zweistellige Wachstumszahlen, was äußerst beachtlich ist. Innerhalb von 8 Jahren hat sich der Umsatz damit um 65%, also um ca. zwei Drittel gesteigert. In 2016 liegt damit die magische Marke von 100 Milliarden Euro in Reichweite.

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BMW-Anteilsscheine sind aus diesem Grund sehr beliebt bei Aktionären. Man erlebt relativ wenig Überraschungen und die Dividenden der letzten Jahre können sich durchaus sehen lassen.

 

Die Entwicklung der Absatzzahlen von BMW

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Die reine Anzahl an verkauften Fahrzeugen entwickelt sich fast! genauso, wie der Umsatz. Was mich jedoch ein wenig wundert, ist die teilweise Abkoppelung der Umsatzzahlen von den Absatzzahlen. Normalerweise sind diese zwei Größen sehr eng miteinander verbunden. 5% Rückgang im Absatz, wirken sich meist in ähnlicher Höhe beim Umsatz aus. Dennoch kommt es im Jahr 2013 zu einem Anstieg der Auslieferungen von 6% und einem Umsatzrückgang von -1%. Wie das zusammenpasst, kann ich mir nicht wirklich erklären.

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Eine Ursache könnte sein, dass sich der Umsatz des Konzerns nicht mehr aus reinen Autoverkäufen speist, sondern die Geschäfte der BMW Bank beinhaltet und möglicherweise die anderer Dienstleistungen wie Versicherungen, Leasing und Ähnliches. Solche Effekte verzerren natürlich den Zusammenhang, da die Finanzgeschäfte nicht zwangsläufig an den Absatz gekoppelt sind.

Denkbar wären auch Währungseffekte. Das kann passieren, wenn man viel Umsatz im Ausland macht und der Euro steigt auf einmal stark an. Dadurch werden die Einnahmen “entwertet”.

 

Zusammenfassung

Der Artikel zeigt Umsatz und Absatz der BMW AG aus den Jahren 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Bankautomat hat die Karte eingezogen – was tun?

Der Alptraum eines jeden Bankkunden: der Automat zieht Ihre Karte ein und Sie sind plötzlich von jeglicher Versorgung mit Bargeld abgeschnitten. Hier lesen Sie, was Sie tun müssen, damit Sie Ihre Karte wiederbekommen, damit Sie an Bargeld gelangen und wie Sie sicherstellen, dass niemand Ihre EC oder Kreditkarte missbrauchen kann.

 

Ihre Karte ist weg – das können Sie tun

Handelt es sich um den Geldautomaten einer Filiale, die gerade noch offen hat, dann sollten Sie sich direkt am Schalter melden. Unter Umständen ist es den Mitarbeitern möglich sofort zu helfen und die Karte wieder für Sie aus dem Gerät zu holen. Dann erhalten Sie sie im besten Fall innerhalb weniger Minuten wieder. Natürlich müssen Sie sich hierfür ausweisen, denn der Mitarbeiter muss kontrollieren, ob Sie und die Karte wirklich zusammengehören. Es kann auch passieren, dass der Automat nur zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet werden kann, so dass Sie bis zum nächsten Bankarbeitstag warten müssen. Auch das wäre noch der günstigere Fall.

Ist die Filiale bereits geschlossen, dann können Sie bis zum nächsten Morgen warten und direkt bei Eröffnung vorbeigehen – sofern es Ihre Zeit erlaubt. Wenn Sie keine Zeit haben, dann ist es sinnvoll so bald wie möglich dort anzurufen. Dann kann es noch sein, dass die Mitarbeiter die Karte schnell herausholen und sie für Sie zur Abholung hinterlegen. So können sie sie dann im Laufe des Tages mitnehmen. Die Telefonnummer der Niederlassung finden Sie ganz leicht im Internet heraus. Oft steht sie auch direkt auf einem Infoblatt am Automaten, oder in dessen Nähe ausgeschrieben.

Wenn Sie sich nicht schnell genug melden, dann wird Ihre Karte sehr wahrscheinlich von der Transportfirma mitgenommen, die den Automaten entleert. Diese wird sie dann erstmal an die Zentrale der ausgebenden Bank (bei der Sie Kunde sind) schicken. Dann wird Ihre Hausbank sie an Sie weiterleiten. Solche Vorfälle können sich über mehrere Tage hinziehen. Mit 6-8 Werktagen sollte man dann schon rechnen. Gleiches gilt für den Fall, dass Sie sich nicht melden. Dieser Prozess läuft automatisch.

Auch wichtig: mit einer schnellen Rückgabe können Sie nur rechnen, wenn der Automat Ihre Karte aufgrund eines technischen Defektes eingezogen hat. Also nur, wenn die Ursachen nicht in Ihrem Verschulden liegen. Sollte die Karte jedoch von anderen Wegen her gesperrt sein, weil zum Beispiel das betroffene Konto über Limit überzogen wurde, dann darf die Bank die Karte nicht mehr aushändigen. Dann ist der Einzug begründet und sie wird per Post versendet, an die Zentrale der ausgebenden Bank. Auch hier werden mehrere Tage vergehen, bis Sie wieder an Ihre Karte kommen.

Sollte die Filiale geschlossen sein, bzw. ist es ein Geldautomat, der nicht mit einer Filiale verbunden ist, dann besteht kaum eine Chance die Karte schnell wiederzuerhalten. Notieren Sie sich auf jeden Fall den Standort und melden Sie sich bei Ihrer Bank. Man muss sich aber auch hier keine großen Sorgen vor Diebstahl oder Missbrauch machen. Bei der nächsten Leerung wird die Karte von den Mitarbeitern der Firma eingesammelt, die sich um die Automaten kümmert. Dieses Unternehmen wird anschließend die Karte an die ausgebende Bank verschicken.

Fazit –  Ihre Karte wurde innerhalb Deutschlands eingezogen

Wenn Ihre Karte innerhalb Deutschlands eingezogen wird, dann brauchen Sie sich keine großen Sorgen zu machen bezüglich Missbrauchs. Sie erhalten entweder Ihre Karte direkt in der Filiale, wo sie eingezogen wurde, oder Ihre Karte wird an die Zentrale Ihrer Bank verschickt und von dort kommt sie per Post zurück. Ungefähr eine Woche Wartezeit sollte man in diesem Fall einplanen. Natürlich gibt es aber auch Banken, bei denen Service für fremde Kunden nicht so groß geschrieben wird. Dann kann es auch länger dauern.

 

So kommen Sie auch ohne Ihre Karte an Bargeld

Für Kunden von Banken mit Filialnetz ist das alles meist kein Problem. Sie haben auch die Möglichkeit in den Niederlassungen Bargeld von ihrem Konto abzuheben. Für Kunden von Direktbanken wird es dagegen schwierig, denn sie kommen nicht mehr so einfach an Bargeld heran. Hier wiederum können Familie oder Freunde aushelfen. Da Ihr Onlinebanking immer noch funktioniert, können sie dem, der für Sie Bargeld holt, den Betrag sofort wieder per Überweisung erstatten.

Eine Sperrung der Karte ist in der Zwischenzeit nicht unbedingt notwendig, kann aber zur Sicherheit erfolgen, so lange Sie auf die Rücksendung warten. Eine neue Karte zu beantragen kann Geld kosten und dauert möglicherweise genauso lange, eventuell noch länger.

Eine andere Alternative ist der Gebrauch der Kreditkarte, wenn die Girokarte eingezogen wurde. Bei den meisten Banken kann man mit der Kreditkarte kostenlos Geld abheben. Oft merken sich Menschen aber den PIN der Kreditkarte nicht, weil sie eh alles mit EC bezahlen. Daher ist es sinnvoll, sich beide PINs zu merken, wenn man sowieso zwei Karten besitzt.

Sollten Ihre Karte im Ausland eingezogen worden oder verlorengegangen sein, dann empfiehlt es sich wiederum doch eine sofortige Sperrung durchzuführen. Wie das geht, erfahren Sie jetzt.

 

So sperren Sie Ihre Kreditkarte oder Girokarte

Es gibt eine deutschlandweit einheitliche Rufnummer für das Sperren von Kreditkarten und Girokarten. Dieser Sperrnotruf ist kostenlos und 24-Stunden am Tag zu erreichen unter der Rufnummer:

116 116

Eine Registrierung seitens der Bankkunden ist nicht erforderlich.

Sperr-Notruf 116 116 - Automat hat die Karte eingezogen
Sperr-Notruf 116 116 – Automat hat die Karte eingezogen

Sollten Sie sich im Ausland aufhalten, dann müssen Sie noch die Landesvorwahl verwenden. Wahrscheinlich fallen auch entsprechende Roaminggebühren an, die immer vom jeweiligen Anbieter abhängig sind:

0049 / 116 116

Falls die Nummer aus dem Ausland nicht erreichbar sein sollte, dann verwenden Sie diese:

0049 / 30 40 50 40 50

In den meisten Ländern werden der Länderkennung von Deutschland – 49 – nur die zwei Nullen vorangestellt. Ausnahmen gibt es leider auch hier. In diesen Ländern müssen Sie so vorwählen:

  • USA / Kanada: 01149
  • Australien: 001149
  • Russland / Weißrussland / Georgien / Kasachstan / Moldau / Tadschikistan / Usbekistan: 81049
  • Singapur (über Netzbetreiber SingTel): 00149

Eine Sperrung über diesen Weg funktioniert jedoch nur, sofern Ihr Anbieter mit dem Notruf zusammenarbeitet. Hier finden Sie eine Liste von den Firmen, die beim Sperrnotruf E.V. mitmachen: LINK ZUR LISTE. Ich habe mir die Liste angesehen und die „großen“ sind dabei, ebenso unzählige Kleinbanken. Sollte Ihr Anbieter nicht dabei sein, kann es sein, dass Sie dennoch weitergleitet werden, nur kann es sein, dass es eine kostenpflichtige Nummer ist.

Damit die Sperrung schnellstmöglich durchgeführt werden kann, sollten Sie folgende Daten Griffbereit haben:

  • Girokarten: Kontonummer sehr wichtig / Bankleitzahl ist hilfreich
  • Kreditkarten: Name der Bank oder Bankleitzahl

Diese Daten werden nicht direkt vom Notruf abgefragt, sondern erst nach der Weiterleitung zu Ihrem Anbieter.

Der Sperrnotruf gilt im Übrigen nicht nur für Bankkarten. Genaugenommen lassen sich viele weitere Medien sperren, bei denen sich elektronisch verwertbare Daten befinden. Die Nummer gilt für folgende Dokumente etc.:

  • Bankkunden- und Maestrokarten
  • Kreditkarten Mobilfunkkarten
  • Handys
  • Mitarbeiterausweise mit elektronischer Zugriffskontrolle
  • digitale Signaturen
  • Krankenkassenkarten
  • Kundenkarten
  • elektronische Signaturen
  • Kundenkarten mit Zahlungsfunktion
  • Online Banking
  • E-Mail-Accounts
  • Remote Access Systeme

Daher sollte man sich diese Nummer sehr gut merken, sie kann in vielen Situationen äußerst wichtig sein.

 

Warum wurde Ihre Karte eingezogen?

Ich hatte es oben schon erwähnt, dass der Einzug der Karte verschiedene Ursachen haben kann. Diese entscheiden darüber, ob Sie die Karte gegebenenfalls direkt wiedererhalten, ob sie den Umweg über Ihre Hausbank gehen wird oder, ob Sie sie überhaupt wiederbekommen. Grundsätzlich gilt laut der Aussage des Bankenverbandes: Automaten ziehen Karten normalerweise nur  ein, wenn sie gesperrt sind.

Abgelaufene Karten: Dieser Fall ist gut vermeidbar, denn die Banken schicken den Kunden meist ein paar Wochen vor Ablauf der Karte eine neue zu. Sobald sie diese einmal verwenden, wird die alte von den Banken gesperrt. Wenn Sie sie dann aber nochmal benutzen, dann wird der Automat sie aufgrund dessen so gut wie sicher einbehalten. Achten Sie daher darauf, dass Sie alte Karten sofort zerstören, wenn die neue da ist.

Falscher PIN: dies ist die häufigste Ursache, warum Automaten Karten einziehen. Man hat meist drei Versuche, um die Nummer einzugeben. Dennoch passiert es sehr vielen, dass sie einen kurzen, gehirntechnischen Aussetzer haben. Wenn man merkt, dass einem die Nummer nicht mehr einfällt, dann sollte man lieber die Transaktion abbrechen, bevor der letzte Versuch unternommen wird. Oder, man lässt sich etwas mehr Zeit, macht eine kurze Pause und lässt das Gehirn rattern. Oft kommt die richtige Kombination wieder ins Gedächtnis. Allerdings Vorsicht! – nicht zu lange warten, denn einige Automaten ziehen Karten ein, wenn man dann doch zu viel Zeit verstreichen lässt.

Automat hat Karte eingezogen
Automat hat Karte eingezogen

Oft denkt man auch, dass man sich nur vertippt hat und beim dritten ist die Karte weg. Erst dann wird einem bewusst, dass man vielleicht die falsche Karte verwendet hat. So ging es mir einmal, als ich Girocard mit Kreditkarte verwechselt habe und dann schon zwei Fehlversuche durchgeführt hatte. Es geht also auch ohne Aussetzer.

Gesperrte Karten: Girokarten und Kreditkarten haben meist ein Wochenlimit, genauso wie der Dispo, der einem von der Hausbank eingeräumt wurde. Hat man diese Limits überzogen, dann verweigert der Geldautomat meist nur die Auszahlung und gibt die Karte wieder aus. Es kann aber auch sein, dass die Bank dann die Karte sperrt, weil sie versucht hat den Betroffenen zu erreichen und dieser ignoriert die Kontaktversuche. Oder er/sie befindet sich im Zahlungsverzug. Dann erhält man die Karte eher nicht mehr zurück.

Möglich ist auch, dass Kunden die Karten sperren lassen, weil sie sie nicht mehr finden. Viele vergessen jedoch sie wieder zu aktivieren, wenn sie wieder aufgetaucht ist.

Technischer Defekt des Automaten: Natürlich kann es auch passieren, wenn man dass Sie völlig unschuldig sind und sich nur zur falschen Zeit an den falschen Automaten gewandt haben. Man legt die Karte ein, alles sieht gut aus und plötzlich ist der Bildschirm leer und die Karte ist weg. Auch das kommt leider vor und lässt sich nicht vermeiden, wie die weiter oben erwähnten Szenarien. Grundsätzlich auch das kein Grund zur Sorge, allerdings wird Ihre Karte auch hier sehr wahrscheinlich den Umweg über die Zentrale Ihrer Bank gehen, wenn in der Filiale niemand helfen kann.

In solchen Fällen kann es passieren, dass die Bank eine Entschädigung leisten muss.

 

Haftungsausschluss

Alle angaben gelten ohne Gewähr. Alle Aussagen sinder weder als Finanzberatung, noch als Rechstberatung zu sehen. Sie spiegeln nur die subjektiven Erfahrungen des Autors wieder.

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