Blogartikel braucht 6 Monate im Google-Ranking

Nach ungefähr 5 Jahren Blogtätigkeit hat man so langsam eine Ahnung, welche Beiträge gut laufen werden und welche in der Versenkung landen. Im Frühjahr habe ich einen hochgeladen, von dem ich wusste, dass er wohl auf Dauer gut laufen würde. Er ist zeitlos und die Konkurrenz minimal. Auf die Frage wie lange dieser Artikel wohl braucht, um sich in Google durchzusetzen, da habe ich jetzt auch eine Antwort: 6 Monate. Eine anderen interessante Erkenntnis: Content setzt sich nicht immer durch, Google kann das gar nicht beurteilen.

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Erst nach 4-6 Monaten erreicht mein Artikel nennenswerte Aufrufzahlen

Mein Vorgehen war das eines typischen Nischenseitenbetreibers. Ich habe das Suchvolumen analysiert und geschaut, was die Konkurrenz so treibt. Und nachdem sich angeblich guter Content durchsetzt, habe ich die Schwächen des bisherigen Angebotes analysiert und es deutlich verbessert. Ja, ich weiß, ich müsste jetzt alle Infos preisgeben, aber das kann ich leider nicht, weil ich Angst vor den Copy-Paiste-Leuten habe.

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Dauer: Artikel im Google-Ranking
Mein Artikel brauchte ca. 6 Monate, um sich im Ranking nach Oben zu arbeiten. Das macht das Ausprobieren verschiedener Strategien etwas schwer.

In der Grafik könnt Ihr nun nachverfolgen, wie sich der Artikel entwickelt hat. Man kann wunderschön sehen, wie die Besucherzahlen geradlinig ansteigen. Im Juli ist eine deutliche Delle drin, deren Ursache ein technisches Problem war. Mein Analytics-Code hat nicht mehr funktioniert und die Seitenzugriffe sind nicht erfasst wurden. Der Trend setzt sich fort und am 18. September sind die Zahlen des August bereits fast erreicht. Ob jetzt das obere Limit aus dem Keyword ausgeschöpft ist, das wird sich noch zeigen müssen.

 

Was lerne ich daraus?

Meine erste, gar nicht neue, Erkenntnis ist: Bloggen erfordert sehr viel Geduld. Das ist keine Binsenweisheit, sondern eine Tatsache. Selbst wenn es euch gelingt einen Top-Artikel zu erstellen, dann müsst ihr trotzdem Monate warten, bis sich zeigt, ob eure Blogstrategie aufgeht. Das macht es natürlich ungeheuer mühsam irgendwelche Tests zu fahren oder nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip etwas Neues auszuprobieren.

Meine zweite Lektion: alles sagen, dass Content das Wichtigste ist, aber ich finde es reicht nicht. Bei den Suchbegriffen, mit denen ich gearbeitet habe, da gab es 2 Konkurrenten. Einer davon deckt das Thema voll ab, sogar besser als ich, und landet zu recht auf Platz 1. Auf Platz 2 jedoch ist eine Seite, die einen Mini-Artikel zum Thema enthält und vom Inhalt her nur ein kleiner Fliegenschiss ist im Vergleich zu dem, was ich da aufgeboten habe.

Ich denke, ich kann mit einer gewissen Objektivität sagen, dass ich auf Platz 2 liegen müsste. Bin ich aber nicht und werde es wohl auch nie sein. Meine Erfahrung mit anderen Artikeln ist, dass sich nach 6 Monaten das Ranking einspielt und nicht mehr bewegt. Es spielen also noch ganz andere Faktoren eine Rolle.

Dementsprechend kann ich Leuten, die im Internet Geld verdienen wollen, nicht empfehlen nur auf „guten“ Content zu setzen. Es gibt neben dem Inhalt wahrscheinlich noch so viele andere Faktoren, dass man ohne entsprechende SEO-Maßnahmen niemals auf den vorderen Plätzen landen wird.

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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