So wird Facebook zur ultimativen Traffic-Quelle für den Blog

Bedingt durch meine Tätigkeit als Trainer und Blogger, habe auch ich mittlerweile eine kleine Gemeinde von Fans bei Facebook. Natürlich handelt es sich bei mir nicht um ein Niveau von so hoher Verehrung wie bei Filmstars, aber es sind zumindest Leute, denen die Zusammenarbeit mit mir Spaß gemacht hat und die sich dafür mit einem „Like“ bei mir bedanken. Zudem besteht eine gewisse Überschneidung bei den Interessen, so dass meine Veröffentlichungen tatsächlich auch auf echte Resonanz stoßen. Heute will ich darüber berichten, inwiefern sich diese Fans auf meine Besucherzahlen auswirken und wie man Facebook optimal als Traffic-Quelle nutzen kann.

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Facebook kann wichtiger sein als Google

Ich glaube, dass Facebook für Blogs der wichtigste Traffic-Lieferant werden kann – unter bestimmten Bedingungen. Ein gutes Beispiel hierfür ist SMART-PASSIVE-INCOME. Der Betreiber erzählt, er beziehe seine Leser deutlich mehr über Facebook als von Google. Warum? Weil er massig Fans hat! Das ist das A und O.  Viele Menschen sind heutzutage im Web hauptsächlich in Facebook unterwegs und klicken sich von dort aus durch die Meldungen, die sie interessieren. Ihre Reise startet meist nicht mehr bei Google, weil sie gar nichts suchen. Sie vertreiben sich einfach nur die Zeit und gehen der einen oder anderen Meldung nach.

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Die Halbwertszeit der in FB veröffentlichten Blogartikeln ist natürlich sehr kurz, da die Chronik der Leser mit unerbittlicher Geschwindigkeit länger wird. Wer einen Artikel verpasst, der holt dies meist nicht mehr nach. Dafür räumt aber jeder Post direkt nach Erscheinen eine Unmenge von Lesern ab, weil sich echte Fans sofort darauf stürzen. Das heißt, man bekommt auf einen Schlag sehr viele Besucher und danach kommt so gut wie gar nichts mehr aus dieser Richtung. Dieses Leserverhalten ist aber auch ohne FB nicht ungewöhnlich. Die meisten Blogartikel liest sich kein Mensch mehr durch, wenn sie nicht frisch genug sind, um auf der ersten Seite unserer Blogs zu erscheinen – außer sie werden zufällig von Google dort hingeführt.

Ich habe Artikel gelesen, da behaupten Blogger, dass FB völliger Nonsens ist und dass Google immer der wichtigste Traffic-Lieferant sein wird. Klar, wenn man total uninteressant ist und keine Fans hat, dann ist das irgendwie logisch. So kann man natürlich auf seine eigene Statistik verweisen und sie als Beweis dafür anführen, dass Google viel mehr Besucher bringt. Diese Denke ist jedoch eine Sackgasse! Sie basiert auf der Prämisse, dass man keine Anhängerschaft hat und nie haben wird. Anstatt sich um die Gewinnung von Fans zu kümmern, leiten diese Leute aus den Zahlen ab, dass es besser ist weiter die Keywords zu optimieren und sich um das SEO zu kümmern, damit man bei Google etwas weiter oben erscheint.

Na dann, viel Spaß beim Linkaufbau ihr Langweiler 😉

Meine eigenen Testergebnisse

Im Moment habe ich so um die 75 „Fans“ und ich merke deutlich den Unterschied, wenn ich einen Artikel in meiner Chronik poste und wenn ich ihn nicht poste. Erscheint er auf meiner Facebook-Seite, dann hat er zum Teil ein Vielfaches an Lesern. Daran sieht man, dass „Fans“ nur vorbeikommen, wenn ich ihnen die Artikel in Facebook per Link serviere. Von alleine würden sie nichts von mir lesen. Mein Blog an sich ist offensichtlich nicht „stark“ genug um als dauerhafter Magnet zu fungieren. Sobald die Artikel aber in Verbindung auf meinem Profil erscheinen, dann werden zumindest einige aktiv und lesen.

FacebookFazit

Wer Anhänger in Facebook sammelt, der betreibt eine Art Vorselektion. Anstatt seine Inhalte in die Hände von Google zu übergeben und damit auf zufällige Besucher aus der anonymen Masse zu hoffen, kann man bei seinen „Fans“ von einer Grund-Affinität für die eigenen Inhalte ausgehen.

Wer reichlich davon hat, der bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit für jeden Beitrag ein Vielfaches an Lesern. Auf diese Weise kann man Google ablösen als Haupt-Traffic-Lieferant für den eigenen Blog.

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Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

8 Gedanken zu „So wird Facebook zur ultimativen Traffic-Quelle für den Blog“

  1. Hallo Peter,
    ich kann Deine Aussagen nur bestätigen. Facebook ist ein mächtiger Traffic-Lieferant, wenn man es versteht seine Anhänger zu locken und zu unterhalten. Einer meiner Blogs bezieht mehr als 50 Prozent seiner Zugriffe über das Netzwerk. Im Monat kommen so bei entsprechender Aktivität auch mal mehrere Tausend Besuche zustande.

    Natürlich braucht es dafür eine gewisse Anzahl an Facebook-Fans. Wer bereit ist etwas Geld in die Hand zu nehmen und seine Fanseiten über die Ads bewirbt, kann sich auf erstaunliche Zuwächse freuen.

    Manche Themen ziehen zugegebenermaßen weniger als andere. Was in erster Linie daran liegt, dass zum Beispiel Business-Themen nicht so einfach in eine unterhaltsame Form zu bringen sind, wie beispielsweie Haustiere, sprich Herzensangelegenheiten.

    Auch der Veröffentlichungszeitpunkt eines Postings spielt eine Rolle dabei wie erfolgreich auf Facebook agiert wird. Doch ich will das hier jetzt ausufern lassen. Ein Buch zum Thema habe ich schließlich schon geschrieben. 😉

    1. Danke Mathias,
      ich fühle mich sehr geehrt so hohen Besuch in meinem Blog zu haben 🙂

      Das mit der durch Werbung gewonnenen Interessenten ist etwas, das habe ich noch gar nicht so richtig durchdacht. Ich habe es für meine Speed-Reading-Seminare mal für 3 Wochen laufen lassen, hat mir aber nur ganz komische Leute gebracht. Wahrscheinlich ist dieses Thema einfach zu sehr mit Intelligenz „belastet“. Vielleicht habe ich auch nur die Zielgruppe schlecht selektiert.

      Um meinen Blog an sich damit zu bewerben, da habe ich wohl nicht die richtigen Themen. Ich bin nicht so begeistert von der Nischenstrategie und schreibe lieber zu allem, was mich interessiert. Das macht es jedoch schwer so etwas wie Stammleser aufzubauen, das ist der Nachteil. Daher poste ich in FB auch immer nur die Artikel, die für das Publikum interessant sind, das mich dort aufgrund meiner Seminare geliked hat.

      Jaa, das mit dem Veröffentlichungszeitpunkt – da habe ich dein Buch im Hinterkopf gehabt!

  2. Ich werde noch ganz rot. 😀 Auf gewisse Weise hat wohl jeder mit seinen Vorlieben zu kämpfen.

    Es stimmt schon, dass es dir mit der Vermarktung durch das breite Themenspektrum schwerer fällt. Deswegen bevorzuge ich auch thematisch zentrierte Seiten. Auch rein persönlich lese ich lieber auf Nischenseiten, weil ich mich zu gerne in ein Thema ausführlich einlese.

    Auf der anderen Seite bin ich aber auch gezwungen immer wieder neue Webseiten aufzusetzen, wenn ein Thema, zu dem ich schreiben möchte, nicht mehr zu einem Projekt passt.

    Was deine Seminare angeht: Da hast du wahrscheinlich recht. Ohne deine Selektion zu kennen, vermute ich, dass das Thema zu speziell war.

    1. Also ich habe diese Misch-Strategie für mich entdeckt:
      1. Ich schreibe suchmaschinenorientiert, das sind die Artikel bei denen ich etwas Abseits von meinen Hauptthemen was poste.
      2. Dann gibt es noch die Themen rund um das Speed-Reading, Erfolg, Geld verdienen usw. – Diese Sachen poste ich auch in FB und erhöhe damit den Traffic gezielt die Artikel, die zum Publikum passen. Das heißt aber nicht, dass die Leute nicht auch über Suchamschinen kommen.

      Mehrere Seiten zu pflegen wäre mir einfach zu blöd und die Hosting-Kosten muss man erstmal pro Blog wieder einspielen.
      Aber das ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Geld verdienen kann man mit beiden Methoden, und das ist doch das Wichtigste 🙂

  3. Hallo Peter,
    einen schönen Artikel hast du da geschrieben. Ich kann Dir hier nur nicht ganz zustimmen. Facebook ist sicherlich ein wichtiger Lieferant für Besucher, meiner Meinung nach kann dieser Lieferant aber nur dazu dienen Besucher auf den Blog zu holen. Danach muss meiner Meinung nach der Blog dazu dienen die Besucher zu halten. Also Stammleser zu generieren.
    Sowohl Mathias als auch Du haben recht, mit den Aussagen das FB nur eine sehr kurze Zeit Artikel pushen kann. Das liegt ja daran, dass dieses Netzwerk sehr viel schneller reagiert als es z.B. Google tut. Trotzdem muss m.M. nach das Ziel beim Bloggen sein, nachhaltigen Content zu entwickeln und das geschieht nicht, wenn man sich auf FB konzentriert.
    Google+ ist im Bereich „Geld verdienen“-Blogs sogar etwas besser geeignet als FB. Habe ich für mich entdeckt. Da ein +1 oder ein share viel leichter mal von der Hand geht, als der Teilenmechanismus bei WB. Aber auch hier gilt, Nachhaltigkeit ist wichtiger als emotionale Nachrichten an die Fans um diese zu locken.
    Ich finde Deine Darstellung oben einfach zu sehr Schwarz/Weiß. Sory.
    VG
    Stefan

    1. Von vielen Nischenblogs interessieren mich nur 25% der Artikel. D.h. der Großteil der Artikel fällt schonmal aus meinem Raster.
      Auch wenn ich einen Blog mag oder gut finde, dann scrolle ich trotzdem nur maximal 2 Seiten zurück zu den älteren Beiträgen. Alles was danach kommt, das ist nur noch für die Google-Suche geschrieben. Somit sind oft ungefähr 90% der Beiträge eines Blogs nur noch Karteileichen, die nur zufällig aufgerufen werden, weil jemand nach etwas speziellem sucht.
      Wenn du deine Blogstatistiken durchsiehst, dann merkst du sicher auch, das langfristig ca. 20% der Beiträge 80% der Besucher anziehen.
      Oder ist das bei Dir anders?

      Das heißt, du kannst nachhaltigen Content produzieren so viel du willst, deine alten Artikel werden sich trotzdem nur noch ein paar Verirrte reinziehen. Aus diesem Grund gibt es auch viele Leute, die ihre alten Artikel immer wieder neu rausbringen, nur etwas umformuliert, damit es kein „duplicate content“ wird.

      Das große Ziel ist daher beides: guter Content und dann, nach Erscheinen eines Artikels, die grooooooooße Welle an Besuchern drüberrollen lassen. Und dies geht am besten über Facebook, denn die Fans dort sind so eine Art vorselektierte Menschenmenge, von denen man garantiert ein gewisses Grundinteresse erhält.

      Google+ ist garantiert auch wichtig, nur sind die Leute da nunmal nicht so aktiv wie in FB. Also in G+ hat mich noch niemand irgendwie zu seinem Idol erkoren, in FB sinds tagesaktuell 78 Menschen, die mich für eine Art Gott halten 🙂

    2. Hallo Stefan,
      mir fällt da noch was ein – da habe ich Dich etwas ungerecht behandelt in der Diskussion.
      Mein Geschäft basiert darauf, dass ich in der realen Welt Kurse anbiete, die Teilnehmer findens gut und liken dann in FB. Natürlich kann man da ganz leicht sagen: „Bau Dir FB-Fans auf, dann läuft dein Blog besser“. Blogger haben aber meist nur den Blog um sich damit FB-Fans aufzubauen. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn wie soll man ohne einen exzellenten Blog viele Fans haben? Dieses Privileg mit den Seminaren ist nunmal eine Besonderheit meines Geschäftsmodells.

      Andererseits bleibt da noch die Möglichkeit, wie sie Mathias beschreibt. Man investiert in FB-Werbung, gibt Geld aus, aber man holt sich dafür Follower, die wirkliches Interesse haben. Diese wiederum lesen dann jedes Deiner Worte, wenn du einen Artikel in FB postest. Da wiederum ist es natürlich wichtig, dass der Blog eine gute Nische abdeckt.

      Also Danke an Dich und Mathias für den Gedankenaustausch. Ich konnte der Unterhaltung hier doch ziemlich gute, neue Perspektiven abgewinnen.

      Für mich ziehe ich jetzt die Lehre daraus, dass ich in meinen Seminaren noch mehr auf die Likes danach achte. Dadurch wird vermutlich mein Blog noch besser laufen.
      Zudem werde ich mir überlegen, ob ich in sinnvolle, zielgerichtete Werbung in FB investiere, um meinen Leserkreis damit zu erweitern.

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