The Walking Dead – Staffel 4, Folge 1 – einfach grandios

The Walking Dead ist für mich mehr als nur eine Action- bzw. Zombieserie. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann beschäftigt sich diese Geschichte mit gesellschaftlichen Problemen, die vor allem unsere Vorfahren sehr bekannt vorkamen, teilweise aber auch uns – nur im etwas kleineren Maßstab.

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Gesellschaft und Politik in „The Walking Dead“

Typische Situationen, die TWD so knifflig machen sind Fragen wie:

Wie organisiere ich eine Gruppe effizient – demokratisch oder per Anführerprinzip?

Wie halte ich die Gruppe zusammen?

Wen nehme ich in meine Gruppe auf?

Wem kann ich vertrauen?

Wie kann ich testen, wem ich vertrauen kann?

Wie kann ich Spione und Saboteure entlarven?

Wie gehe ich mit Verrätern um?

Was mache ich, wenn jemand gegen die Regeln verstößt?

Unter welchen Umständen darf ich gegen die Regeln verstoßen?

Was tun, wenn ich auf eine andere Gruppe stoße? Vertrauen? Oder besser alle töten, bevor sie uns vielleicht töten?

Wenn ich an die Zeiten denke, wo die Völker noch umhergezogen sind und ums Überleben kämpfen mussten, dann sind das die gleichen Fragen, die sie sich damals stellen mussten. Die Serie hat es also in sich, man muss nur mal genauer hinsehen.

Inhalt der Episode

Am Ende der dritten Staffel hat die Gruppe um Rick die überlebenden Einwohner von Woodbury bei sich aufgenommen. Dies ist ein Schwenk in der Strategie. Nachdem Rick und die anderen gemerkt haben, dass man mit 8-10 Leuten leichte Beute für Feinde ist, versuchen sie nun das Überleben zu sichern, indem sie sich eine möglichst große Gesellschaft aufbauen. Gemeinsam ist man stark. Im Gefängnishof werden nun Felder kultiviert und Nutztiere gehalten. Es macht sich fast schon Idylle breit.

Daryl führt einen Beutezug in einen Supermarkt an. Dort kommt es zu einem Zwischenfall. Bob, ein neues Mitglied der Gruppe (ehemaliger Militärsanitäter), wird unter einem Weinschrank eingeklemmt. Es gelingt der Gruppe ihn zu befreien, dabei wird jedoch Zach, das jüngste Mitglied, von Zombies zerfleischt und zudem von einem Hubschrauber begraben, der durch die Decke fällt.

Daryl ist übrigens mittlerweile zu einer angesehenen Person im Camp herangewachsen. Der Respekt und die Bewunderung der Gefängnisbewohner sind ihm fast schon unbehaglich. Seine Wandlung vom Assi-Biker zum treuen Kämpfer der Gruppe ist einer der positivsten, charakterlichen Entwicklungen in der Serie. Er ist auf jeden Fall ein großer Sympathieträger geworden und sollte er sterben, dann wäre das so unangenehm wie ein Genickschuss.

Michonne reitet mit einem Pferd durch die umliegenden Städte und versucht den geflohenen Gouverneur zu finden. Ich rate mal ganz wild und vermute, dass sie ihn gerne töten möchte. Sie scheint Rick verziehen zu haben, dass er sie in Staffel drei dem Gouverneur ausliefern wollte.

Rick verlässt das Gefängnis, um die Fallen um das Gelände herum zu kontrollieren. Dabei trifft er auf eine heruntergekommene Frau namens Clara. Sie bringt Rick dazu, sie zu ihrem Ehemann zu begleiten und erzählt ihm dabei ihre traurige Geschichte. Als sie das Camp erreichen, versucht sie Rick mit dem Messer zu attackieren. Er kann sie abwehren und bleibt unverletzt. Er sollte offenbar als Nahrung für ihren zombifizierten Ehemann dienen. Von ihrem schlechten Gewissen geplagt, richtet sich Clara selber mit ihrem Messer.

Die Frau hat mir sehr leid getan – man konnte ihre Verzweiflung und ihre Reue förmlich atmen. An solchen kleinen Szenen merkt man, wie gut diese Serie in manchen Nebenrollen besetzt ist. Diese Sequenz war ähnlich bewegend, wie die mit Morgan in der dritten Staffel.

Finales Highlight der Folge war, dass Patrick, einer der Jugendlichen im Lager, nachts schweißgebadet aufwacht und in der Dusche tot zusammenbricht. Kurz darauf erwacht er als Walker wieder. Klare Sache, dass er in der nächsten Folge vermutlich über einen der schlafenden Bewohner in seinem Qaurtier herfallen wird. Mann, Mann, Mann…

Ich spekuliere, dass es einen Verräter gibt und dass Patrick vergiftet wurde. Vielleicht sollte auch jemand anderes das Opfer sein? Es gab zumindest keinen ersichtlichen Grund dafür, warum der Junge infiziert war. Zudem ist eines der Haustiere, ein Schwein, ohne besonderen Grund verendet. Also gibt es vielleicht eine Seuche im Camp oder jemand hat den Jungen vergiftet? Oder wurde er beim Spielen gebissen und hat es den anderen verheimlicht, weil er es nicht wahrhaben wollte?

Es könnte aber auch ganz anders sein… Wer weiß, wer weiß 🙂

Geht man jedoch nach dem Trailer, dann schaffen es die Zombies ins Gefängnis einzudringen!

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Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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