Serie: Selbständig machen ohne Kapital – Teil 1

Durch meine erfolgreiche Tätigkeit als Trainer und Blogger, habe ich einige wertvolle Erfahrungen im Aufbau von Geschäften – ohne viel Kapital – gemacht. Einige meiner grundlegenden Erkenntnisse werde ich heute weitergeben und hoffe, dass sie Ihnen auch etwas abgewinnen können. Der Beitrag ist so allgemein wie möglich und so konkret wie nötig gehalten. Dies soll sicherstellen, dass Sie meine Vorschläge nicht nur als Lösungen für besondere Spezialfälle sehen, sondern auf eigene Pläne übertragen können. Der Beitrag ist insbesondere an Leser gerichtet, die mit dem Gedanken spielen sich ebenfalls ein Geschäft aufzubauen, ohne ein nennenswertes Kapital investieren zu wollen.

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1. Behalten Sie Ihren Job so lange wie möglich

Auch wenn es weh tut, behalten Sie Ihren Job so lange wie möglich.

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99,9% meiner Umsätze entstehen durch Bestandskunden oder durch Weiterempfehlungen von zufriedenen Kunden. Vielen Freiberuflern, Trainern oder Handwerkern geht es ähnlich. Das bedeutet: Sie brauchen so früh wie möglich ein ausgezeichnetes Netzwerk und einen stabilen Kundenstamm, wenn Sie Erfolg haben wollen. Laufkundschaft funktioniert nur noch in wenigen Branchen.

Ein Netzwerk entsteht jedoch nicht über Nacht, sondern durch jahrelange Aufbauarbeit und intensive Pflege. Wenn Sie bisher als Ingenieur arbeiten und auf einmal eine Marketingagentur betreiben möchten, dann wird ihr aktuelles Netzwerk zum Großteil wertlos (finanziell gesehen). Die Zusammensetzung passt oft nicht mehr zum neuen Geschäftsmodell. Sie müssen einen anderen Bekanntenkreis aufbauen, in dem sich mehr Unternehmer oder Marketing-Experten tummeln, die Ihnen Aufträge zukommen lassen oder die mit Ihnen an Projekten zusammenarbeiten.

Ein anderer Vorteil des Wartens: Sie können Ihr neues Geschäft ausgiebig testen und sehen ob es Ihnen gefällt. Zudem sichert Ihnen der aktuelle Job ein laufendes Einkommen, bezahlt Ihre Krankenversicherung und Ihre sonstigen Rechnungen. Auch wenn Sie dadurch eine Weile deutlich mehr arbeiten müssen – springen Sie erst ab, wenn sichergestellt ist, dass Ihre Unternehmung Sie und Ihre Familie ernähren kann – nachhaltig!

2. Versuchen Sie standortunabhängig zu bleiben

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben einen kleinen Lebensmittelladen und irgendwann macht ein top-moderner Supermarkt auf – direkt neben Ihnen oder nur ein paar Straßen weiter. Ihre Existenz wird am Ende sein.

Vermeiden Sie dieses grundlegende Existenzrisiko, denn ein Standort macht immer abhängig. Versuchen Sie ein Geschäft aufzubauen, bei dem Sie Leistungen direkt beim Kunden vor Ort oder über das Internet erbringen können und machen Sie sich von Laufkundschaft unabhängig. Heutzutage bieten sich hierfür mehr als genug Chancen.

3. Vermeiden Sie unnötige Fixkosten und Investitionen

Wenn Sie zum Beispiel Computer reparieren wollen, dann richten Sie keine Werkstatt ein. Gehen Sie lieber zu den Kunden ins Haus und reparieren Sie dort deren Geräte. Fixkosten sind wie ein Klotz am Bein und können Sie sogar ruinieren. Fixkosten sind Kosten, die sie nicht kurzfristig beseitigen können. Wenn Sie einen Raum langfristig anmieten und es kommt eine Umsatzflaute, dann werden Sie diesem Geld bitterlich nachweinen müssen und können nichts dagegen tun.

Vermeiden Sie zudem unnötige Investitionen. Mieten Sie zum Beispiel lieber kurzfristig ein teueres Spezialwerkzeug, anstatt eines für tausende von Euros zu kaufen. Dadurch machen Sie vielleicht weniger Gewinn aber das Risiko auf dem Gerät sitzen zu bleiben ist nicht so hoch. Zudem bleiben Sie unabhängig von Banken und Finanzinstituten, weil Sie keinen Bedarf an Krediten haben. Investieren Sie im Laufe der Zeit immer erst, wenn Ihr Einkommen mehr als stabil genug dafür ist.

Hier geht es zu Teil 2 der Serie

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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