„Gangam Style“ bringt 8 Millionen Dollar auf Youtube

Zahlreiche Medien berichten über den Erfolg des Rappers Psy auf Youtube. Das Video hat als erstes überhaupt die Marke von 1 Milliarde Besuchern geknackt und dadurch 8 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen generiert. Bei Videos mit hohen Besucherzahlen beteiligt Google die Rechteinhaber am Gewinn, so dass sich Psy doppelt freuen darf.

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Youtube hat einen unbekannten Sänger aus dem fernen Südkorea nicht nur auf einen Schlag weltweit bekannt und reich gemacht, sondern jetzt verdient er sich mit dem Video zusätzlich noch eine goldene Nase. All diese Aussagen gelten natürlich nicht für Deutschland. Bei uns hat er wahrscheinlich nichts verdient, denn hier kann man das Video nicht auf legalem Weg aufrufen – aufgrund des Streites von Youtube mit der GEMA.

Was Psy da geleistet hat sollte meiner Meinung nach eine Lehre für all die anderen Bands sein, die sich gegen die „Kostenloskultur“ im Web sträuben. Man kann nunmal nicht beides haben: Youtube nutzen um den eigenen Bekanntheitsgrad massiv zu erhöhen aber den Leuten nichts geben wollen.

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Künstler sollten vielleich ihr Geschäftsmodell überdenken

Wer ein richtig gutes Video macht und viele Besucher generiert, der darf sich über Extrazahlungen durch Werbeeinnahmen freuen – das ist der Deal. Wer keine Besucher generiert, der hat eh keine Fans und der braucht sich dann auch nicht über entgangene Verkäufe zu beschweren. Wenn die Leute nicht einmal auf kostenlose Videos klicken, dann könnten die fehlenden Einnahmen auch an der Qualität der „Ware“ liegen.

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

2 Gedanken zu „„Gangam Style“ bringt 8 Millionen Dollar auf Youtube“

  1. Hallo Peter,

    Ich sehe das Problem weniger bei den Künstlern, als viel mehr bei den Labels. Viele Künstler sind bereit, Ihre Musik kostenlos anzubieten über youtube, haben da aber kein Recht, sich dafür zu entscheiden, da die GEMA für alle Mitglieder gleiche Behandlung bezüglich youtube vorsieht. Auch haben kleine Künstler kein Mitbestimmungsrecht bei der GEMA und können daher auch nichts ändern.

    Es ist aber wie mit so vielen Organisationen in Deutschland: Sie bringen der Gesellschaft keinen Nutzen und füttern sich nur noch selbst durch. Ein schönes Beispiel ist auch die IHK. Evtl kannst du da mal einen Beitrag schreiben, was da abgeht ist auch nicht koscher.

    Gruß

    Josef

    1. Ich bin mir auch sicher, dass es die Künstler sind, die am wenigsten profitieren würden.

      Außerdem verstehe ich dann nicht, warum die Musikverlage in den USA es fördern, dass die Videos auf Youtube laufen und hier verhindern sie es. Vermutlich ist es so, dass sie hier die Chance sehen ihre Videos auf Youtube zu haben, von den Vorteilen zu profitieren UND dazu auch noch extra Geld zu kriegen (also doppelt kassieren) – weil wir ein Land sind, dass blöd genug ist so eine Organisation ins Leben zu rufen und uns bevormunden zu lassen.

      Youtube hat ein Geschäftsmodell: den Leuten kostenlos Zugang zu allem was es gibt auf der Welt zu ermöglichen – dazu gehört auch Musik. Wer von Youtube profitieren will, der muss das eben akzeptieren. Wem das nicht gefällt, der muss halt ohne die Vorteile leben und stattdessen wie bisher teuere Zeitungsanzeigen schalten, Fernsehwerbung für seine Platten buchen oder die Innenstädte plakatieren. Mal sehen, ob das billiger kommt…

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