Von steigenden Strompreisen profitieren

Auf der Fahrt ins Büro habe ich eine Radiosendung verfolgt, wo mal wieder das Thema „steigender Strompreis“ diskutiert wurde. Akut ist die Sache deswegen, weil die Strompreise steigen, obwohl die Preise an der „Strombörse“ sinken.

„Es kann doch nicht sein, dass die Konzerne riesige Gewinne machen, während die Bürger die Zeche zahlen!“ – so einer der Kommentare.

Da ist tatsächlich was dran – allerdings wird sich daran nichts ändern. Eine Überraschung dürfte es nun wirklich nicht sein, dass Lobbyisten mit ihren Milliarden mehr Macht haben die Politik zu beeinflussen, als einfache Bürger – ganz egal wer gerade regiert.

Daher sollte man meiner Meinung nach nicht auf die Hilfe der Politiker warten, denn diese scheren sich einen Dreck um die einfachen Leute – nur dass sie es nicht so offen aussprechen wie Mitt Romney. Und das eine Regierung Steuern senkt, oder abschafft – das kommt aller paar Schaltjahre vor. Es gibt immer genug Krisen, die eine Ausrede bieten, damit das nicht passiert.

Man muss das „System“ mit seinen eigenen Waffen schlagen, indem man einfach Aktien der betroffenen Unternehmen kauft. Dies macht immer dann Sinn, wenn offensichtlich wird, dass bestimmte Firmen von bestimmten Entscheidungen besonders profitieren. Das, was einem durch die Strompreise aus der Tasche gezogen wird, das bekommt man dann durch Dividenden und Kursgewinne wieder zurück. Verluste kann man begrenzen durch Stop-Loss Limits. Eine Überlegung wäre es jedenfalls wert.

E.ON kosten zum Beispiel 18,50 Euro pro Aktie, RWE liegen bei 35,76 Euro (Stand: 17.10.2012). Bei solchen Preisen können auch Geringverdiener ein wenig investieren und sich so ihr Geld zurückholen.

Eine andere, zeitnahe Möglichekeit für die kleinen Leute sich zu wehren sehe ich leider nicht. Ein Anbieterwechsel ist auch möglich, die Unterschiede bei den Preisen sind jedoch nicht besonders ergiebig für große Einsparungen.

 

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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