Buchempfehlung: Dale Carnegie, „Wie man Freunde gewinnt“

Dieser Klassiker ist immer noch schwer zu übertreffen. In kaum einem anderen Buch wird mit so anschaulichen Beispielen aufgezeigt, wie man seine Kommunikation schnell und wirksam verbessern kann. Nur der Titel passt nicht ganz.

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Um Freundschaft geht es nicht immer

Der Titel des Buches führt ein wenig in die Irre. Es geht nicht wirklich darum Freunde zu gewinnen, sondern darum die eigene Kommunikation so weiterzuentwickeln, dass man:

  • Konflikte vermeiden und
  • Sympathien bei anderen wecken kann

Manchmal auch auf Kosten der eigenen Überzeugungen.

Wenn man genauer hinsieht, dann zeichnet dieses Buch ein relativ negatives Gesellschaftsbild: die meisten Menschen sind demnach hauptsächlich Narzissten, süchtig nach Anerkennung, wollen immer Recht haben usw.  – und Carnegie vermittelt einem eine Reihe von Instrumenten, mit denen man diese Schwächen zum eigenen Vorteil auszunutzen kann.

Mit echten Freundschaften hat das nicht immer etwas zu tun. Es geht hauptsächlich darum sich gezielt beliebt machen zu können. Darüber muss man sich beim Lesen im Klaren sein.

Konflikte vermeiden

Fragen Sie sich selbst. Was passiert zum Beispiel, wenn jemand steif und fest behauptet, dass die Partei, die Sie aus voller Überzeugung wählen, ein Haufen von korrupten Ausbeutern ist, die auf Kosten der Gesellschaft leben?

Normalerweise fühlen Sie sich tief verletzt und fangen eine Diskussion an. Diese wird jedoch nichts bringen. Menschen empfinden Meinungsänderungen als Niederlage, daher ändert niemand gerne seine Meinung – egal wie gut die Gegenargumente sind.

Warum sich also unbeliebt machen und einen Konflikt vom Zaun brechen? Wo wäre der Gewinn für Sie? Warum lachen Sie nicht einfach in sich hinein und lassen es gut sein, anstatt sich in einem Streit aufzureiben? Wer weiß, villeicht bekommen Sie sogar ein Bier spendiert, weil Sie so sympatisch sind?

Es gibt viele solcher grundlegenden Dinge, die man über die Natur der Menschen eigentlich wissen müsste, dennoch reagieren viele mit Konfrontation.

Halten wir daher fest:

„Wer gezielt unnötige Konflikte vermeidet, der hat zumindest schonmal weniger Feinde im Leben.“

Sympathien bei anderen wecken

Menschen sehnen sich nach Anerkennung und werden magisch von Leuten angezogen, die ihnen diese geben. Das ist ganz normal, denn auf einer Party gehe ich auch zu den Gästen hin, mit denen ich gut auskomme und suche schnell das Weite, wenn ich merke das jemand an mir herumkritisiert. Auch hier zeigt Carnegie auf, wie viel Sie verändern können, wenn Sie ein wenig den Wunsch nach Anerkennung bei anderen bedienen.

Halten wir also fest:

„Wer anderen Anerkennung schenkt, der zieht Menschen an wie ein Magnet und vergrößert die Menge an Leuten, die einem positiv gesinnt sind.“

Wie Sie dieses Buch richtig verwenden

Das Buch wird dadurch so wertvoll, dass Carnegie in vielem Recht hat. Menschen waren so und werden immer so sein, wie er es in seinem Buch schon vor vielen Jahren beschreiben hat. Er zeigt viele solcher Schwachstellen auf und vermittelt dem Leser ein Instrumentarium, mit dem er sich durch die Welt schlängeln kann – so glatt wie ein Aal.

Ob man das Wissen dann für das Finden echter Freunde einsetzt oder dazu verwendet um sich bei allen beliebt zu machen, das ist  dann jedem selbst überlassen. Je nach dem wie die Entscheidung ausfällt, haben Sie nun jedoch die Kontrolle über die Situation.

Buch zum Artikel

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Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

Ein Gedanke zu „Buchempfehlung: Dale Carnegie, „Wie man Freunde gewinnt““

  1. Ich sehe es genau gleich wie du. Es geht weniger um „Freundschaften“ im eigentlichen Sinne sondern eher darum, wie man mit den Mitmenschen umgehen sollte. Dale Carnegie bringt in seinem Buch ein paar sehr eindrückliche Beispiele (ich denke da zum Beispiel an den Jungen vor dem ersten Tag im Kindergarten, der zuerst nicht hingehen wollte, es sich dann aber anders überlegte).

    Wer das Buch noch nicht gelesen hat: Unbedingt nachholen! Es lohnt sich.

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