Richtig in Immobilien investieren – Teil 2

In meinem letzten Artikel zum Investieren in Immobilien habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie Objekte mit einer vernünftigen Rendite ausfindig machen können. Bei dieser Methode habe ich jedoch nur die Mieterträge als Berechnungsbasis verwendet und eine weitere Option noch nicht berücksichtigt: Das Kaufen – Vermieten – und anschließende Verkaufen mit Gewinn. Diese Variante ist jedoch eine spekulative Angelegenheit.

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In München zum Beispiel ist es aktuell so, dass Objekte auch mit Mietrenditen von nur 1-2% gehandelt werden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Die Investoren spekulieren darauf, dass die Immobilienpreise in München weiter steigen werden und dass Sie Ihre Objekte deutlich teuerer wieder verkaufen können.

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Ein weiterer Grund ist, dass in der akuten Finanzkrise viele Menschen Angst haben, dass der Euro an Wert verliert oder dass eine mögliche Inflation ihre Ersparnisse vernichten wird. Daher versuchen sie ihr Geld zu schützen und kaufen vermeintlich sichere Geldanlagen, oft zu überhöhten Preisen. Sollten beide Fälle nicht eintreten, dann ist die Grundlage dieser Spekulation obsolet geworden und vermutlich wird das ein Verlustgeschäft.

Passende Immobilien finden

Wenn Sie also eine Immobilie suchen, deren Wert sich möglichst steigern soll, dann empfehlen Experten unter anderem diese Faktoren zu berücksichtigen:

Städte, die eine oder mehrere Hochschulen haben, garantieren stetige Bewegung auf dem Immobilienmarkt. Hier können Immobilien auch in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit gut vermietet und verkauft werden.

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden immer mehr Menschen Betreuung benötigen. Diese finden sie meist leichter in den Städten. Zudem wird es immer weniger junge Familien mit Kindern geben, die aufs Land – ins Grüne – ziehen möchten. Daher werden Immobilen in ländlichen Regionen eher an Wert verlieren, während sich Stadt- und vor allem Innenstadtlagen vermutlich positiv entwickeln werden.

Immobilien indirekt kaufen

Wenn Sie für solche Transaktionen im Moment zu wenig Bares besitzen oder wenn Sie sich den Stress mit Kauf, Makler, Notar, Mieter usw. nicht antun möchten, dann gibt es noch eine andere Möglichkeit. Es gibt zahlreiche börsennotierte Firmen, die genau das tun, was Sie vorhaben. Sie kaufen Immobilien und vermieten diese an Firmen oder Menschen – ganz einfach. Zudem kümmern sie sich um die Verwaltung, Renovierung usw. so dass Sie lediglich die Aktien kaufen müssen und keinen weiteren Aufwand haben. Es besteht lediglich das Risiko dass Sie Kursverluste oder eine Insolvenz hinnehmen müssen – so wie bei allen Aktien.

Hier eine kleine Liste von Firmen, die im Immobilienbereich engagiert sind und deren Aktien Sie erwerben können:

GSW Immobilien

Gagfah

Conwert

Franconofurt

VIB Vermögen

CA Immo

Bitte beachten Sie: dies sind nur einige Firmen, die ich durch Internet-Recherche gefunden habe. Alle Angaben sind ohne Gewähr und nicht als finanzielle Beratung oder als Aktientipps zu verstehen.

Wertschwankungen von Immobilienaktien

Die Lage für ein Investment in Immobilien-Aktien ist im Moment günstig. Obwohl vielerorts die Preise steigen, sind die Börsen eher wackelig. Da viele Aktien als Bestandteile von Fonds automatisiert gekauft und verkauft werden, verlieren normalerweise auch Firmen an Wert, deren wirtschaftliche Situation dafür keinen Anlass gibt. Das heißt, dass Immobilienunternehmen oft zu unrecht abgestraft werden, auch wenn sie mit Wohnimmobilien ein nahezu krisensicheres Geschäft betreiben. Daher spiegelt der Aktienkurs nicht unbedingt den Wert der Objekte und die Ertragskraft des Unternehmens wider. Wer also bei schlechter Börsenlage in eine solche Firma einsteigt, der kann sich über eine angenehme Dividendenrendite freuen und die Chancen auf langfristige Wertsteigerungen sind ebenfalls vorhanden.

Sie sind vermutlich noch höher, als mit einem eigenen Objekt. Diese Firmen profitieren nämlich nicht nur vom steigenden Wert ihrer bereits vorhandenen Immobilien, sondern sie expandieren auch indem sie immer neue Objekte kaufen. Da der Zins hierfür gerade von der Zentralbank „spottbillig“ gehalten wird, wird der Wert der Aktien durch mehrere positive Faktoren angetrieben.

Fazit

Es besteht immer die Chance, dass Sie als Immobilieninvestor gute Renditen erwirtschaften können, die sich nicht nur aus den Mieteinnahmen ergeben.

Es gibt einige Faktoren, die den Wert von Immobilien positiv beeinflussen. Beispiele: Hochschule in der Nähe und Lage der Immobilie (Stadt / Land).

Gewebeimmobilien sind lukrativ, unterliegen aber dem Risiko leer zu stehen, wenn sich die Konjunktur schlecht entwickelt. Wohnimmobilien dagegen werden immer benötigt, allerdings ist der Gewinn etwas geringer ist als im gewerblichen Bereich.

Wer Anteile von Immobilien-Firmen erwirbt, der kauft im erweiterten Sinn auch Immobilen. Der Vorteil ist, dass die Firmen expandieren können. Der Nachteil ist, dass die Börse stärkeren Schwankungen ausgesetzt ist.

Autor: Peter Kovacs

Peter Kovacs ist Diplom Betriebswirt (FH) und arbeitet als Controller. Zudem ist er Trainer für Speed-Reading, antike Gedächtniskunst und nonverbale Kommunikation.

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